Immer noch eine unbequeme Wahrheit - Unsere Zeit läuft, Paramount Pictures Germany

Immer noch eine unbequeme Wahrheit - Unsere Zeit läuft

USA 2017

Al Gore ist wieder da – etwas älter, etwas nachdenklicher als noch vor zehn Jahren, aber nach wie vor entschlossen, der Menschheit die Folgen des bevorstehenden Klimawandels mit dramatischen Bildern vor Augen zu führen. Der Dokumentarfilm "Immer noch eine unbequeme Wahrheit" knüpft an den Oscar-prämierten Vorläuferfilm an und fragt nach dem Stand der Dinge – eine Zwischenbilanz mit beeindruckenden, beunruhigenden, aber auch hoffnungsvollen Bildern.

Originaltitel

An Inconvenient Sequel: Truth to Power

Genre

Dokumentarfilm

Klassenstufe

ab 8. Klasse

Altersempfehlung

ab 13 Jahre

Unterrichtsfächer

Erdkunde, Politik, Wirtschaft, Biologie, Sozialkunde, Philosophie, Ethik, Deutsch

Themen

Klimawandel, Klimapolitik, Entwicklungspolitik, politisches Engagement, Demokratie, Energieversorgung, Ökologie, Naturkatastrophen

Kinostart

07.09.2017

Inhalt


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Gegenüber dem Film „Eine unbequeme Wahrheit“ (2006) haben sich die Akzente verschoben: Dass es einen Klimawandel gibt, ist bei einer großen Mehrheit der Experten/innen und Politiker/innen zur Gewissheit geworden. Andere Fragen rücken in den Mittelpunkt: Mit welchen Folgen müssen die Menschen rechnen? Wie gelingt der Ausstieg aus Kohle und Öl? Was müssen die reichen Länder leisten, was die ärmeren? Der Film folgt Al Gore auf seinen Reisen um die Welt: zum schmelzenden Eispanzer von Grönland, in die überfluteten Straßen von Miami und zum Streitgespräch mit dem indischen Energieminister. Interessant auch der Abstecher ins Herz der US-Ölindustrie: Mitten in Texas will sich die Stadt Georgetown zu 100 Prozent mit regenerativen Energien versorgen. Bei den Klimaverhandlungen von Paris wird Gore zum Strippenzieher und kämpft darum, Indien in das Abkommen einzubinden. Auch nach der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten sucht Gore das Gespräch – es ist allerdings einer der Momente, die ihn an seiner Mission und seinen Möglichkeiten zweifeln lassen.

Umsetzung


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Wie schon in „Eine unbequeme Wahrheit“ ist Al Gore der durchweg präsente Protagonist des Films. Seine Vorträge sind Ausgangspunkt von Erkundungsreisen, Verhandlungsmissionen und öffentlichen Auftritten. Er weiß sich zu inszenieren und lässt die Kamera auch dann nah an sich herankommen, wenn es heikel wird – etwa, als die Attentate von Paris den Sendebetrieb von Gores Klima-Kampagne zum Erliegen bringen. Geschickt werden wissenschaftliche Daten mit konkretem Anschauungsmaterial verknüpft – so wird deutlich, dass lokales Handeln und globale Folgen untrennbar zusammenhängen. Die Filmemacher bauen mit effektvollen Bildern ein Szenario auf, das wohl nur wenige Zuschauer gleichgültig lässt. Dabei setzt der Film auf Dramatisierung und Emotionalisierung – die Schicksale von Taifunopfern erscheinen als unmittelbare Folge des Klimawandels. Das macht die Zusammenhänge anschaulich, ist aber in der Argumentation auch gewagt.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Die meisten thematischen Anknüpfungspunkte bietet der Film im Bereich der gesellschaftlichen Unterrichtsfächer wie Erdkunde, Politik/Wirtschaft oder Sozialkunde. Ausgehend von physikalischen Daten wird die Bedeutung des Klimawandels für Land und Ozeane, für verschiedene Lebensbereiche und Kulturräume erläutert. So entsteht viel Anschauungsmaterial zu den Themen Klimafolgen und Klimaanpassung. Interessante Impulse liefern die Sequenzen, in denen politische Prozesse erkennbar werden: Der Konflikt zwischen armen und reichen Ländern, das Abwägen zwischen eigenem Vorteil und einem Beitrag zur globalen Politik, der Einfluss von Lobbyisten und die Bedeutung des Klimawandels für die Demokratie. Der Film ist von der ersten bis zur letzten Minute ein energischer Apell – auch das kann medienkritisch thematisiert werden: Mit welchen, auch suggestiven Mitteln arbeitet der Film? Was ist legitim und angemessen, wann beginnt die Übertreibung?

Veranstaltungen


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Kinofinder: www.kinofenster.de

Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor: Burkhard Wetekam, 28.06.2017, letzte Aktualisierung: 29.06.2017

Regie

Bonni Cohen, Jon Shenk

Darsteller/innen

Mitwirkende: Al Gore u.v.a.

Länge

100 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung, englische Originalfassung mit Untertiteln

Format

digital, Farbe, Cinemascope

FSK

liegt noch nicht vor

Verleih

Paramount Pictures Germany

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