Filmülakat zu "Jack"

Jack

Deutschland 2013/2014

Mit seinen zehn Jahren trägt Jack schon viel Verantwortung: Er schmeißt den Haushalt, weckt seinen sechsjährigen Bruder Manuel auf, macht das Essen und läuft allein durch Berlin. Die beiden Jungs leben bei ihrer Mutter Sanna, die ihre Kinder liebt, aber viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist, als dass sie Zeit aufbringen würde, sich wirklich um ihre Söhne zu kümmern. Sie will tanzen und feiern und sucht den einen Mann, der es ernst mit ihr meint. Als Jack nach einem Vorfall ins Heim kommt und Sanna ihn am letzten Schultag vor den Sommerferien nicht wie verabredet abholt, flüchtet er nach Hause. Doch niemand macht ihm die Tür auf. Kurzerhand holt Jack Manuel von einer Freundin ab und sie machen sich auf die Suche nach ihrer Mutter. Ohne Halt und über mehrere Tage ziehen sie durch die Großstadt, wobei es niemanden aufzufallen scheint, dass sie ganz alleine sind. Eines Nachts brennt wieder Licht in ihrer Wohnung, die Tür wird geöffnet und Jack trifft eine unumgängliche Entscheidung.

Originaltitel

Jack

Genre

Drama

Klassenstufe

ab 9. Klasse

Altersempfehlung

ab 14 Jahre

Unterrichtsfächer

Sozialkunde, Deutsch, Ethik,  Politik, Psychologie

Themen

Familie, Verantwortung, Kindheit/Kinder, Großstadt, Erziehung, Heim, Konfliktbewältigung, Individuum (und Gesellschaft), Gewalt

Kinostart

09.10.2014

Inhalt


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Mit seinen zehn Jahren trägt Jack schon viel Verantwortung: Er schmeißt den Haushalt, weckt seinen sechsjährigen Bruder Manuel auf, macht das Essen und läuft allein durch Berlin. Die beiden Jungs leben bei ihrer Mutter Sanna, die ihre Kinder liebt, aber viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist, als dass sie Zeit aufbringen würde, sich wirklich um ihre Söhne zu kümmern. Sie will tanzen und feiern und sucht den einen Mann, der es ernst mit ihr meint. Als Jack nach einem Vorfall ins Heim kommt und Sanna ihn am letzten Schultag vor den Sommerferien nicht wie verabredet abholt, flüchtet er nach Hause. Doch niemand macht ihm die Tür auf. Kurzerhand holt Jack Manuel von einer Freundin ab und sie machen sich auf die Suche nach ihrer Mutter. Ohne Halt und über mehrere Tage ziehen sie durch die Großstadt, wobei es niemanden aufzufallen scheint, dass sie ganz alleine sind. Eines Nachts brennt wieder Licht in ihrer Wohnung, die Tür wird geöffnet und Jack trifft eine unumgängliche Entscheidung.

Umsetzung


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Die Geschichte, die sich überall zutragen könnte, spielt statt in einer stigmatisierenden Hochhaussiedlung an unauffälligen Orten, die nicht vorverurteilen, sondern Universalität und Allgemeingültigkeit vermitteln. Hauptgegenstand des Films ist die Gefühlswelt von Jack, der in beinahe jeder Einstellung des Films auftritt, und an die Regisseur Edward Berger so nah wie möglich und gleichzeitig beobachtend herantritt. Auf visueller Ebene schafft er Nähe durch lange Plansequenzen und durch den Verzicht auf schnelle Montage und von Totalen, auf denen der Blick ruht. Narrativ werden Nebenfiguren und abweichende Erzählstränge im Hintergrund gehalten. Stets an der kindlichen Perspektive haftend, drehte Kameramann Jens Harant nur aus der Hocke, um sich auf Augenhöhe des Hauptdarstellers zu begeben. So begleitet Edward Berger Jack auf leisen Sohlen und in einem teilweise dokumentarisch anmutenden Stil durch die Anonymität und Weite der berlinerischen Landschaft. 

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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„Jack“ ist eine geradlinige Erzählung über die bedingungslose Liebe eines Jungen auf der Suche nach seiner Mutter und auf der Flucht vor dem Schmerz, dass er im Stich gelassen wurde. Gleich einer Odyssee kommt Jack innerlich und äußerlich nie zur Ruhe und wird immer wieder enttäuscht. Trotz dessen nimmt er Sanna fortwährend in Schutz. Dabei lassen sich Gefühle wie Liebe, Enttäuschung, Angst und Schuld übertragen und bieten für Schüler/innen vielfältige Identifikationsmöglichkeiten. Vernachlässigte Kinder, Heimkinder, überforderte Alleinerziehende sind vor allem in Großstädten keine Einzelfälle mehr. „Jack“ bietet einen realitätsnahen Einstieg, diese sensible Problematik – auch für betroffene Kinder – zu behandeln und sich mit Themen wie Familie, Verantwortung und Kindheit auseinander zu setzen. Was bedeutet es Kind zu sein? Was heißt Verantwortung? Warum gibt es Heime und wer kommt ins Heim? Auch der Frage nach der verletzten Kinderseele kann im Wahlfach Psychologie nachgegangen werden.

Veranstaltungen


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Kinofinder: www.kinofenster.de

Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Downloads

Film Tipp Jack.pdf

Autorin: Katharina Blakert, 29.09.2014, letzte Aktualisierung: 05.10.2016

Regie

Edward Berger

Buch

Edward Berger, Nele Müller-Stöfen

Darsteller/innen

Ivo Pietzcker, Georg Arms, Luise Heyer, Nele Mueller-Stöfen, Vincent Redetzki Jacob Matschenz u.a.

Länge

102 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung, OmU

Format

digital, Farbe

FSK

ab 6 Jahre

FBW

Prädikat „besonders wertvoll“

Verleih

Camino Filmverleih

Festivals

Internationale Filmfestspiele Berlin 2014

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