Loving Vincent, Weltkino Filmverleih

Loving Vincent

Großbritannien, Polen 2017

Der psychisch labile Vincent van Gogh hat sich das Leben genommen – daran zweifelt niemand. Als Armand Roulin einen Brief des Malers an dessen Bruder Theo ausliefern soll, erfährt er jedoch, dass Vincent – der gemeinhin als verrückt galt – keinen Grund für einen Selbstmord hatte und gesundheitlich in bester Verfassung war. Armands Interesse ist geweckt und er versucht auf eigene Faust, die Wahrheit über den Tod des Malers herauszufinden.

Genre

Drama, Animationsfilm, Kriminalfilm

Klassenstufe

ab 9. Klasse

Altersempfehlung

ab 14 Jahre

Unterrichtsfächer

Kunst, Deutsch, Ethik, Französisch, Englisch, Medienkunde

Themen

Malerei, Kunst, Vorurteile, Anderssein, Biografie, Außenseiter, Krankheit, Lebenskrisen, Kriminalgeschichte

Kinostart

28.12.2017

Inhalt


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Frankreich, Sommer 1891: Der junge Armand Roulin wird von seinem Vater beauftragt, einen Brief des ein Jahr zuvor durch Selbstmord verstorbenen Vincent van Gogh nach Paris zu bringen. Dieser ist an Vincents Bruder Theo adressiert. Doch Armand kann Theo nicht finden. Aus einem Gespräch mit Farbenhändler Pere Tanguy erfährt er, dass Theo, zutiefst bestürzt von Vincents Tod, selbst kurze Zeit später verstorben ist. Vincent, der unter mehreren gescheiterten Versuchen, in einem Beruf Fuß zu fassen und gesundheitlichen Beschwerden gelitten hatte, befand sich nach langer Zeit endlich auf dem Weg der Besserung. Was aber hatte ihn dann so plötzlich dazu veranlasst, sich das Leben zu nehmen? Diese Frage lässt Armand keine Ruhe, weshalb ihn seine Reise in das verschlafene Örtchen Auvers-sur-Oise führt, in dem Vincent die letzten Wochen seines Lebens verbracht hatte. Hier stößt Armand auf ein Netz aus Lügen und Ungereimtheiten und versucht auf eigene Faust, die Wahrheit über den Tod des Malers herauszufinden.

Umsetzung


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Als Vorlage für den Film wurden van Goghs Bildmotive verwendet. Durch die Zusammensetzung einzelner Gemälde zu einem bewegten filmischen Ganzen mussten neben Größenanpassungen auch Tages- oder Jahreszeiten der Originale verändert werden. Zwar handelt es sich bei „Loving Vincent“ um einen Animationsfilm, jedoch wurden die einzelnen Szenen mit echten Schauspielern und Schauspielerinnen gedreht. Gemälde-Animatoren haben im Nachhinein das filmische Material in dem von van Goghs Bildern vorgegeben Stil in 65.000 einzelnen Ölgemälden „verbildlicht“. Der lebendige Charakter ergibt sich aus vielen kleinen Änderungen der einzelnen Pinselstriche, die das Bild bewegen und Farbänderungen ermöglichen. Die Erzählung gliedert sich in zwei Teile, die bildlich deutlich zu unterscheiden sind: Handlungen in der Gegenwart orientieren sich an van Goghs Gemälden. Episoden, in denen Armand durch Erzählungen von Vincents Vergangenheit und Lebenssituation erfährt, sind durch schwarz-weiße Rückblenden realisiert.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Im Kunstunterricht können der Impressionismus als Kunstepoche und van Goghs Biografie sowie seine spezielle Maltechnik thematisiert werden. Es bietet sich ein Vergleich von van Goghs Gemälden und dem filmischen Bildmaterial an: welche Änderungen wurden vorgenommen? Schülerinnen und Schüler können selbst einen Animationsfilm, im simpelsten Fall ein Daumenkino, erarbeiten, für das ein Gemälde oder ein eigenes Bild als Vorlage dienen: In den folgenden Bildern, die sie selbst herstellen, müssen immer wieder kleine Details verändert werden, damit Bewegung entstehen kann. Dabei können die Schülerinnen und Schüler die filmische Umsetzung genauer unter die Lupe nehmen: Wie kommt Bewegung in die statischen Motive? Wie kommen Farbänderungen zustande? Die Verknüpfung von van Goghs Biografie mit der Suche nach dem wahren Grund für dessen Tod ermöglicht ferner eine Analyse der genretypischen Merkmale von Detektiv- und Kriminalfilmen.

Veranstaltungen


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Kinofinder: www.kinofenster.de

Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autorin: Caroline Fuchs, 04.12.2017, letzte Aktualisierung: 07.12.2017

Regie

Dorota Kobiela, Hugh Welchman

Buch

Dorota Kobiela, Hugh Welchman, Jacek Dehnel

Darsteller/innen

Douglas Booth, Saoirse Ronan, Chris O’Dowd, Aidan Turner, Jerome Flynn, Robert Gulaczyk, Helen McCrory u.a.

Länge

94 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung, englischsprachige Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Format

digital, Farbe

FSK

ab 6 Jahre

Verleih

Weltkino Filmverleih

Festivals

European Film Awards: nominiert für den besten „European Animated Feature Film 2017“

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