Filmplakat Preußisch Gangstar

Preußisch Gangstar

Deutschland 2007

Tino, Oli und Nico kommen aus normalen Familien und haben verständnisvolle Eltern oder Großeltern. Sie leben im idyllischen Buckow, und trotzdem fehlt es ihnen an einer Perspektive für die Zukunft. Tino droht schon wieder nicht in die nächste Klasse versetzt zu werden.

Originaltitel

Preußisch Gangstar

Genre

Jugendfilm

Klassenstufe

ab 9. Klasse

Altersempfehlung

ab 14 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Religion/Ethik, Musik

Themen

Arbeit/Arbeitslosigkeit, Delinquenz, Drogen, Familie, Freundschaft, Gewalt, Jugend/Jugendliche/Jugendkultur, (Jugend-)Kriminalität, Musik, Erwachsenwerden, Identität

Kinostart

04.10.2007

Inhalt


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Tino, Oli und Nico kommen aus normalen Familien und haben verständnisvolle Eltern oder Großeltern. Sie leben im idyllischen Buckow, und trotzdem fehlt es ihnen an einer Perspektive für die Zukunft. Tino droht schon wieder nicht in die nächste Klasse versetzt zu werden. Unterdessen ist Nico gerade auf Bewährung und erhält von der Arbeitsagentur eine Sperrfrist nach der anderen, weil er sich nicht um Bewerbungen kümmert und stattdessen lieber rappt. Und Oli träumt von einem eigenen Club in einem verlassenen Bunker nahe einer Schafweide, um sich nicht ständig als halbnackte Bedienung auf irgendwelchen Partys lächerlich zu machen. Zwischen Langeweile, Schulstress, Hip-Hop und ein paar krummen Geschäften mit Drogen suchen die Freunde nach Freiheit, irgendwo zwischen den Anforderungen der Eltern und den Erwartungen der Freundinnen.

Umsetzung


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"Preußisch Gangstar" unterläuft die starre Trennung zwischen Spiel- und Dokumentarfilm. Ohne stringente Handlung erzählt er aus dem Leben der drei Jugendlichen. Die improvisierten Dialoge der Laiendarsteller vermeiden jede Künstlichkeit und wirken sowohl durch den Dialekt als auch durch manche nur schwer oder kaum verständlichen Passagen authentisch. Bis auf die Musik, die ihren Ursprung in den jeweiligen Szenen selbst hat, gibt es keine zusätzliche Musikuntermalung. Oft macht die Kameraführung den Zuschauer zudem zum stillen Beobachter. In solchen Szenen sucht die Handkamera nicht die direkte Nähe zu den Protagonisten, sondern filmt das Geschehen aus geringer Entfernung, etwa aus einem Nachbarzimmer oder durch einen Türrahmen hindurch. Durch diese Technik vermischt sich das Bewusstsein der Beobachterperspektive mit der Intimität der Szene.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Der Film weist einfache Erklärungsmuster von der Hand und stellt differenziert die Gefühlslage seiner Protagonisten in den Mittelpunkt. Deren Zukunftsängste und Hoffnungen lassen sich als Ausgangspunkt für eine Diskussion der eigenen Vorstellungen und Ziele in den Fächern Ethik oder Religion verwenden. Hip-Hop ist für Nico mehr als nur Hintergrundbeschallung – er ist Lebensinhalt und ein Mittel der Selbstermächtigung. Die Geschichte des Hip-Hop, von den Anfängen in den USA bis zur gegenwärtigen Bedeutung in Deutschland, kann im Fach Musik die Verbindung zwischen Jugendkultur, künstlerischer Ausdrucksform und persönlichem Lebensstil thematisieren. Aus filmästhetischer Sicht schließlich ist insbesondere die Mischform dokumentarischer und fiktionaler Stilmittel interessant.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor: Stefan Stiletto, 26.08.2007, letzte Aktualisierung: 05.10.2016

Regie

Irma-Kinga Stelmach, Bartosz Werner

Buch

Irma-Kinga Stelmach, Bartosz Werner

Darsteller/innen

Mario Knofe, Robert Ohde, Benjamin Succow, Anna Helm, Ulrike Hübschmann, Lutz Blochberger u. a.

Länge

88 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung

Format

35mm, HD-Cam, HDV, DigiBeta, DVD

FSK

ab 12 Jahre

Verleih

defa-spektrum

Festivals

Auswahl: Max-Ophüls-Preis Saarbrücken 2007 (Sektion Wettbewerb): Beste Filmmusik; Filmfestival Augenweide 2007: Hauptpreis; Studio Hamburg Nachwuchspreis 2007: Bester Spielfilm; Achtung Berlin 2007 – new berlin film award: Bester Spielfilm, Empfehlung des Arbeitskreis Filmbildung (AKF)

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