Filmplakat Robot & Frank

Robot & Frank

USA 2012

Ein wenig Buddy-Movie, ein wenig Science Fiction, ein wenig Caper-Movie. In seiner charmanten Komödie um einen dementen ehemaligen Dieb, der durch einen Pflegeroboter und neue Einbruchspläne wieder neuen Lebensmut gewinnt, wirft Jack Schreier einen amüsanten Blick in die Zukunft, der auch zum Nachdenken über das Alter, die Erinnerung sowie Generationenbeziehungen anregt.

Originaltitel

Robot & Frank

Genre

Komödie, Science Fiction

Klassenstufe

ab 9. Klasse

Altersempfehlung

ab 14 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Englisch, Religion/Ethik, Kunst

Themen

Demografie, Alter, Erinnerung, Krankheit, Generationen, Zukunft

Kinostart

25.10.2012

Inhalt


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Eines Tages steht er in Franks Wohnzimmer: ein strahlend-weißer Roboter mit schwarzem Visier. Franks Sohn Hunter hat ihn angeschafft, weil er sich um den Gesundheitszustand seines Vaters und dessen zunehmende Vergesslichkeit sorgt. Von nun an soll der Roboter ihm im Haushalt helfen und für ihn kochen. Doch Frank ist alles andere als begeistert über die Maschine. Weil ihm nichts anderes übrig bleibt – und er auf keinen Fall in ein Pflegeheim möchte – lässt er sich dennoch auf den sprechenden Roboter ein. Und weil sein Roboter weiß, dass ein Mensch Ziele braucht und ihn fördern will, findet Frank in ihm bald einen fähigen Komplizen. Denn Frank war früher einmal ein geschickter Dieb – und die Planung eines neuen Beutezugs weckt in ihm wieder eine längst vergessene Lebensfreude.

Umsetzung


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Nach dem Muster der Buddy-Komödie funktioniert dieser charmante Film zunächst, wenngleich einer der Partner dabei durch eine Maschine ersetzt wurde. Doch insgesamt fließt das Science-Fiction-Setting sehr unaufdringlich in die letztlich sehr menschliche Geschichte ein. Lediglich durch hochmoderne Haushaltstechnik – und eben den intelligenten Pflegeroboter – wird die nahe Zukunft deutlich sichtbar, die ansonsten sehr vertraut und wirklichkeitsnah wirkt. Subtil spiegelt sich dies auch in der Farbgestaltung des Films. Viele Weißtöne bestimmen das Bild und verweisen damit nicht nur auf die ungewöhnliche Freundschaft zwischen dem oft weiß gekleideten Frank und dem Roboter, sondern auch auf die als „kalt“ empfundene Technik.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Trotz aller komödiantischen Szenen nimmt der Film das Schicksal von Frank sehr ernst und stellt immer wieder dessen Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben sowie seine Sorgen heraus, wenn er merkt, das mit ihm etwas nicht stimmt. Diskussionswürdig ist insbesondere die Rolle, die die Technik für Frank spielt. Denn zum einen ist sie ihm tatsächlich eine Hilfe – und vermittelt ihm sogar mehr Lebensmut als dies seine Kinder konnten. Zum anderen aber wird auch deutlich, dass vor allem sein Sohn damit die eigene Verantwortung für den Vater an die Maschine übertragen will. So regt der Film sowohl zum Nachdenken über Generationenbeziehungen als auch über die Chancen technischen Fortschritts an. Die vielleicht interessanteste Gegenüberstellung gelingt Robot & Frank jedoch im Hinblick auf die Bedeutung von Erinnerungen. Während Frank darüber durch seine Demenz zunehmend die Kontrolle verliert, sind sie für den Roboter nur eine Sammlung von Daten, die notfalls auch mit einem Reset überschrieben werden kann.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor: Stefan Stiletto, 07.09.2012, letzte Aktualisierung: 20.09.2016

Regie

Jack Schreier

Buch

Christopher D. Ford

Darsteller/innen

Frank Langella, James Marsden, Liv Tyler, Susan Sarandon, Jeremy Strong u.a.

Länge

89 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung

Format

35mm, digital

FSK

ohne Altersbeschränkung

Verleih

Senator Filmverleih

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