Filmplakat Roller Girl

Roller Girl

USA 2010

Um Erwartungen ihrer Mutter und der engen Kleinstadt zu entfliehen, beginnt die 17-jährige Bliss eine heimliche Doppelexistenz als wildes Rollergirl. Doch irgendwann gefährden ihre Lügen sowohl Familienfrieden und Freundschaften zu Hause, als auch den Zusammenhalt und Erfolg der Roller-Derby-Mannschaft. Bliss durchlebt in diesem Coming of Age-Film typische Konflikte des Erwachsenwerdens und muss das richtige Maß zwischen Selbstbestimmung und Anpassung finden.

Originaltitel

Roller Girl

Genre

Literaturverfilmung , Coming of Age

Klassenstufe

ab 9. Klasse

Altersempfehlung

ab 14 Jahre

Unterrichtsfächer

Ethik, Religion,Psychologie, Sozialkunde/Gemeinschaftskunde, Philosophie, Sport, Englisch

Themen

Coming of Age, Familie, Liebe, Freundschaft, Mädchen, Rollenbilder, Erwachsenwerden

Kinostart

01.09.2011

Inhalt


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In der texanischen Provinz haben es Schönheitsköniginnen leichter sich durchzusetzen, als unscheinbare Schülerinnen. Trotzdem würde die 17-jährige Bliss lieber sich selbst und ihrem punkigen Stil treu bleiben, anstatt ihrer Mutter zuliebe am nächsten Schönheitswettbewerb teilzunehmen. Eines Tages entdeckt Bliss bei einem Ausflug ins nahegelegene Austin fasziniert die Sportart Roller Derby, eine Art Rollschuhrennen in der Halle. Heimlich tritt sie in eine Mannschaft ein, feiert erste Erfolge und verliebt sich in den Indie-Musiker Oliver. Spätestens als die Königinnenwahl und das entscheidende Rennen der Saison auf denselben Tag fallen, funktioniert Bliss‘ Doppelleben nicht mehr. Sie muss Konsequenzen ziehen.

Umsetzung


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In ihrem Regiedebüt verbindet die Schauspielerin Drew Barrymore die Coming of Age-Geschichte einer jugendlichen Außenseiterin mit Elementen des klassischen Sportfilms. Basierend auf dem Roman "Derby Girl" von Shauna Cross verläuft Bliss‘ Emanzipationsprozess von Kleinstadtenge und Familienerwartungen parallel zu sportlichen Höhenflügen und Rückschlägen. Die anfängliche Unvereinbarkeit der Welten, in denen Bliss sich bewegt, spiegelt sich in kontrastreichen Schauplätzen und Kostümen: die Kleinstadt mit ordentlichen Vorgärten und den adretten Kleidern der angehenden Schönheitsköniginnen im Gegensatz zur heruntergekommenen Roller-Derby-Halle in Austin und den grellen, körperbetonten Outfits der Rollergirls. Auch die rasante Clipästhetik der Rollschuh-Wettkämpfe sowie deren Untermalung mit Punk- oder Hip-Hop-Musik setzen sich von den mit ruhiger Kamera aufgenommenen Szenen im Heimatort ab.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Zwar gestalten sich Handlung und Figurenentwicklung aufgrund des konventionellen Erzählschemas wenig überraschend – "Roller Girl" ist eine nahezu geradlinige persönliche und sportliche Erfolgsgeschichte. Dank des unverfälschten Charmes der Protagonistin und der souveränen filmischen Umsetzung präsentiert der Film relevante Probleme von Teenager-Mädchen dennoch spannend. Zentrale Konflikte und Fragen jugendlicher Persönlichkeitsbildung werden thematisiert und bieten ausreichend Stoff für Diskussionen: Wie findet man seinen Weg? Inwiefern behindern oder helfen Mitschüler/innen, Freunde und Familie dabei? Weiterhin empfiehlt sich eine kritische Analyse der Frauenbilder: Töchter, Mütter, Teilnehmerinnen des Schönheitswettbewerbs und Rollergirls. Es ist eine Stärke des Films, dass er die verschiedenen Typen nicht gegeneinander ausgespielt, sondern Gemeinsamkeiten und Unterschiede, Fragwürdiges und Vorbildhaftes fein abwägt.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autorin: Marguerite Seidel, 20.04.2011, letzte Aktualisierung: 05.10.2016

Regie

Drew Barrymore

Buch

Shauna Cross

Darsteller/innen

Ellen Page, Marcia Gay Harden, Kristen Wiig, Juliette Lewis, Jimmy Fallon, Drew Barrymore

Länge

110 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung

Format

35mm, Farbe

FSK

ab 12 Jahre

Verleih

Senator Film

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