Filmplakat Schule, Schule - Die Zeit nach Berg Fidel

Schule, Schule - Die Zeit nach Berg Fidel

Deutschland 2017

Wie erleben Kinder den Übergang von der Grundschule auf weiterführende Schulen? Nach "Berg Fidel - Eine Schule für alle" begleitet Hella Wenders ihre vier Protagonist/innen in einem weiteren Dokumentarfilm auf ihrem Weg durch das deutsche Schulsystem. Dabei entstehen mitreißende, wertschätzende Portraits von David, Samira, Jakob und Anita. In Diskussionen über Noten, Bildungsgerechtigkeit und Freundschaft werden unterschiedliche Schulformen porträtiert.

Genre

Dokumentarfilm

Klassenstufe

ab 7. Klasse

Altersempfehlung

ab 12 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Ethik, Sozialkunde, Geografie

Themen

Schule, Schulsystem, Inklusion, Familie, Benotung, Freundschaft, Erwachsenwerden

Kinostart

21.09.2017

Inhalt


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Sechs Jahre nach ihrem Film „Berg Fidel – Eine Schule für alle“ trifft Regisseurin und Drehbuchautorin Hella Wenders ihre Protagonist/innen wieder. Wie geht es den Kindern, von denen zwei mittlerweile schon fast erwachsen geworden sind? Wir erfahren, welche Unsicherheiten der Wechsel nach ihrer Grundschulzeit in inklusiven, altersgemischten Klassen auf unterschiedliche weiterführende Schulen mit sich bringt. Anita hat Schwierigkeiten ihren Hauptschulabschluss zu schaffen. Samira hat vor allem Sorgen damit, neue Freundinnen zu finden und in der Klasse akzeptiert zu werden. Für die Brüder Jakob und David scheint das Lernen sich in seiner Form am wenigsten verändert zu haben, sie besuchen eine private Montessori-Gesamtschule. Doch diese Schule geht nur bis zur zehnten Klasse. David muss sich jetzt auf Gymnasien in der Stadt bewerben, um sein Abitur zu machen.

Umsetzung


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In einer Collage aus Rückblicken in den ersten Film „Berg Fidel – Eine Schule für alle“ und neuen Szenen bekommen die Zuschauenden einen Einblick in das Aufwachsen von vier Schülerinnen und Schülern im deutschen Schulsystem. Hella Wenders beobachtet und begleitet die Kinder und Jugendlichen zu Hause, in der Schule, in ihrer Freizeit und im Praktikum. Insgesamt neun Jahre kennen sie sich nun durch das umfassende Filmprojekt. Meistens nimmt die Regisseurin eine beobachtende Position ein. Die Protagonist/innen erzählen aber auch in Interviews und Hella Wenders fragt mitunter aufmerksam nach. Dabei entstehen interessante Gespräche über den Sinn und Zweck von Noten, gemeinsamen Lernen, die Rolle der Eltern, verschiedene Schulformen und Chancengleichheit. Dabei wird den Protagonist/innen immer auf Augenhöhe begegnet.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Der Film regt selbstverständlich und unmittelbar zur Diskussion an. Die Fragen, mit denen sich die Protagonist/innen im Film beschäftigen, schreien danach, von den Schülerinnen und Schülern selbst beantwortet zu werden. Was wünscht ihr euch für eure verbleibende Schulzeit? Was ist gut an der Schule, auf die ihr geht? Was würdet ihr gerne verändern? Das sind Fragen, die sicherlich alle, die in einer Schule lernen und/oder lehren, beantworten wollen. Ferner bietet der Film einen interessanten Einblick in das Thema Inklusion. Jakob hat Trisomie 21 und lernt von Beginn seiner Schulzeit an mit anderen Kindern mit und ohne Behinderung zusammen. Die Methode der teilnehmenden Beobachtung durch die Regisseurin und Drehbuchautorin kann den Diskurs über Dokumentarfilme als Genre eröffnen. Wie wirkt Hella Wenders’ Erzählweise auf uns? Wo verlaufen die Grenzen zwischen dokumentieren und inszenieren?

Veranstaltungen


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Kinofinder: www.kinofenster.de

Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autorin: Laura C. Zimmermann, 20.08.2017, letzte Aktualisierung: 06.09.2017

Regie

Hella Wenders

Buch

Hella Wenders

Länge

98 Min

Sprachfassung

deutsche Originalfassung, teils untertitelt

Format

digital, Farbe

FSK

liegt noch nicht vor

Verleih

Real Fiction Filmverleih

Festivals

Wettbewerb Max Ophüls Preis 2017

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