Filmplakat Still Life

Still Life

China, Hongkong, 2006

Auf der Suche nach einem Stück Vergangenheit reisen zwei Menschen unabhängig voneinander in die chinesische Stadt Fengjie, die durch das Drei-Schluchten-Staudammprojekt dem Untergang geweiht ist. Der Bergmann San-ming Han möchte dort seine Ehefrau, die ihn 16 Jahre zuvor verlassen hatte, und seine ihm nahezu unbekannte Tochter wieder finden.

Originaltitel

Still Life

Genre

Drama

Klassenstufe

ab 9. Klasse

Altersempfehlung

ab 14 Jahre

Unterrichtsfächer

Erdkunde, Sozialkunde, Geschichte, Religion/Ethik, Kunst

Themen

Asien, Energie, Fremde Kulturen, Geschichte, Heimat, Landschaft, Migration, Ökologie, Politik, Technik, Tradition, Umwelt, Wirtschaft, Zukunft

Kinostart

04.10.2007

Inhalt


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Auf der Suche nach einem Stück Vergangenheit reisen zwei Menschen unabhängig voneinander in die chinesische Stadt Fengjie, die durch das Drei-Schluchten-Staudammprojekt dem Untergang geweiht ist. Der Bergmann San-ming Han möchte dort seine Ehefrau, die ihn 16 Jahre zuvor verlassen hatte, und seine ihm nahezu unbekannte Tochter wieder finden. Die Krankenschwester She-hong Guo will endlich Klarheit über ihren Ehemann erhalten, der vor zwei Jahren nach Fengjie gegangen war, um dort als Verkaufsleiter zu arbeiten, sich seitdem aber nicht mehr bei ihr gemeldet hatte. Mit Hilfe anderer Menschen finden sowohl Han wie auch Guo die Gesuchten, müssen am Ende aber erkennen, dass die Zukunft neue Herausforderungen für sie bereithält.

Umsetzung


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In seinem fünften Spielfilm nimmt der international erfolgreiche chinesische Filmemacher Jia Zhang-ke die Geschichte der beiden suchenden Protagonisten zum Anlass, um ein Porträt der "guten Menschen von den drei Schluchten" – so die wörtliche Übersetzung des chinesischen Originaltitels – und ihre schwierigen Lebensbedingungen in der südchinesischen Provinz in Zeiten gesellschaftlichen und technologischen Umbruchs anzufertigen. In einer kunstvollen Bildgestaltung werden authentische Bilder der bereits verlassenen Gebäude und Innenansichten, die wie ein Stillleben wirken, mit der dokumentarisch festgehaltenen Zerstörung ganzer Gebäudekomplexe in Handarbeit miteinander verbunden. Dazwischen sind mehrfach surreale Einstellungen von großer Symbolkraft eingestreut – beispielsweise wenn plötzlich ein Desinfektionsteam in Schutzanzügen inmitten der Ruinen wie auf einem anderen Planeten auftaucht, ein Seiltänzer zwischen zwei Häuserruinen balanciert oder ein futuristisch wirkendes Gebäude wie ein Raumschiff in den Nachthimmel entschwindet.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Der Erzählstil von "Still Life" ist mehr auf Beobachtungen und präzise Stimmungsbilder ausgelegten als auf eine Handlung fixiert. Das erfordert gerade von jüngeren Zuschauenden die Bereitschaft, sich erst einmal auf die ungewohnten Bilder und Tempi einzulassen. Dieser durchaus sinnliche, mitunter aber etwas irritierende Zugang bietet allerdings vor allem im Rahmen der Unterrichtsfächer Erdkunde und Sozialkunde eine besondere Chance der Auseinandersetzung mit den tief greifenden Auswirkungen des Staudamm-Projekts sowie den hierzulande nahezu unbekannten Lebensbedingungen der Menschen in der südchinesischen Provinz.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor: Holger Twele, 01.08.2007, letzte Aktualisierung: 05.10.2016

Regie

Jia Zhang-Ke

Buch

Jia Zhang-ke, Jian-min Sun, Na Guan

Darsteller/innen

Shen-hong Guo, San-ming Han, Dong-ming Wang, Zhu-bin Li, Hai-yu Xiang u. a.

Länge

108 Min

Sprachfassung

Deutsche Fassung

Format

35mm, Farbe

FSK

ohne Altersbeschränkung

Verleih

Delphi

Festivals

63. Internationale Filmfestspiele Venedig 2006: Goldener Löwe für den besten Film; Asian Film Award 2007: Hong Kong Oscar für "Beste Regie"

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