Filmplakat Submarine

Submarine

Großbritannien 2010

Ein 15-Jähriger sucht nach dem Sinn des Daseins und entdeckt sich selbst. Spröde und lakonisch, gelegentlich bissig und gleichzeitig voller Verständnis für Motive und Impulse seiner Hauptfiguren erzählt Richard Ayoade von Gefühlen und Gedanken, die zur ersten Liebe, zu Familienkrisen und den Unsicherheiten des Heranwachsens gehören. Diverse Anspielungen auf bekannte Vorgänger des Genres bieten viele Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit.

Originaltitel

Submarine

Genre

Literaturverfilmung, Coming-of-Age

Klassenstufe

ab 9. Klasse

Altersempfehlung

ab 14 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Englisch, Religion / Ethik

Themen

Identität, Erwachsenwerden, Coming of Age, Jugend, Familie, Liebe

Kinostart

17.11.2011

Inhalt


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Oliver Tate, 15 Jahre alt, schlägt sich Anfang der 70ger Jahre mit seinen Fantasien und Wirklichkeiten herum ohne zu wissen, wohin die Reise geht. Es scheint ebenso schwierig, zu sich selbst zu stehen, wenn man Mitschülerin Jordana beeindrucken möchte, wie es unmöglich scheint, in der Anpassung an andere dauerhaft glücklich zu werden. Als Jordana endlich seine Freundin wird, setzt Oliver zunächst alles daran, ihre Erwartungen zu erfüllen. Doch die Ehekrise seiner Eltern bringt ihn in eine schwierige Situation. Oliver hält es plötzlich für seine wichtigste Aufgabe, ihre Beziehung und damit seine Familie zu retten. Der emotionale Spagat, den Oliver daraufhin versucht, führt zu Problemen in seiner Beziehung zu Jordana, denn auch in Jordanas Familie gibt es Probleme, die den verliebt-verspielten Lichtblick im tristgrauen Alltag belasten.

Umsetzung


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Regisseur Richard Ayoades dramatische Coming-of-Age-Komödie folgt seiner Hauptfigur mit einer manchmal fast dokumentarischen Kamera. Oliver Tates Gefühle und Entwicklungsschritte sind in erzählende Kapitel unterteilt, die einer klassischen literarischen Struktur folgen. Die Suche nach dem eigenen Standpunkt hat dabei oberste Priorität und der Zuschauer begreift nur das, was Oliver begreift, denn er kann nur dessen Wahrnehmungsmöglichkeiten folgen. Olivers Versuche, für seine Gefühle und seine Fantasien Worte zu finden, sind zentraler Bestandteil seiner Begegnungen mit der Welt. Die Bilder, die den Protagonisten mal in der klaren Weite der Natur, mal in der Enge walisischer Familienzimmer zeigen, ordnen sich diesem Grundprinzip genauso unter wie die Musik, die die Stimmungen betont.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Submarine steckt voller Anspielungen auf Filme, Bücher, Songs und Bilder, die das Phänomen des Heranwachsens und die damit verbundenen Gefühle schon vor Submarine thematisiert haben. Deshalb kann der Film nicht nur in Verbindung mit dem zugrundeliegenden Roman im Englischunterricht zum Vergleich herangezogen werden, sondern auch mit Pop-Songs in Musik, mit Pop-Malerei in Kunst, mit anderen Roman oder anderen Filmen verglichen werden. Inhaltlich bieten sich vor allem Analysen der handelnden Figuren an, nicht nur charakterlich, sondern auch mit Blick auf die Motive. Im Rahmen der Filmbildung bietet sich vor allem eine Betrachtung der dramaturgischen Struktur der Erzählung sowie eine Analyse einzelner Stimmungsbilder mit der dazugehörigen Farb- und Raumgestaltung an.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autorin: Rotraut Greune, 31.10.2011, letzte Aktualisierung: 05.10.2016

Regie

Richard Ayoade

Buch

Richard Ayoade, Joe Dunthorne nach Joe Dunthornes gleichnamigem Roman

Darsteller/innen

Craig Roberts, Yasmin Paige, Sally Hawkins, Paddy Considine, Noah Taylor

Länge

97 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung

Format

35mm, Farbe

FSK

ab 12 Jahre

Verleih

Kool Filmdistribution

Festivals

60. Berlinale 2011 Forum

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