Filmplakat zu "Taking Woodstock"

Taking Woodstock

USA 2009

Elliot Tiber, ein mäßig erfolgreicher Kunstmaler und Innendesigner, Anfang 30, verbringt den Sommer 1969 in seinem Heimatdorf Bethel im Bundesstaat New York. Er versucht das Motel seiner Eltern wieder zum Laufen zu bringen, um einen drohenden Bankrott abzuwenden. Als er in den Nachrichten erfährt, dass dem Nachbarort die Lizenz für das groß angekündigte "Woodstock" Open Air Konzert entzogen wurde, kommt Elliot eine Idee und er bietet den Veranstaltern Motel und Grundstück als Veranstaltungsort an. Das ist die Initialzündung, die das verschlafene Nest ins Buch der (Musik-)Geschichte katapultieren wird. Den Garnisonen von Musikern, Organisatoren und Logistikern folgen über eine halbe Million Besucher, um ein legendäres Wochenende mit "Love, Peace and Understanding" zu feiern. Nicht nur das Dorf und das Leben seiner Bewohner werden damit von Grund auf verändert, sondern eine ganze Generation.

Originaltitel

Taking Woodstock

Genre

Literaturverfilmung, Komödie

Klassenstufe

ab 9. Klasse

Altersempfehlung

ab 14 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Englisch, Musik, Religion/Ethik, Sozialkunde

Themen

Individuum und Gesellschaft, Generationen, Vorurteile, Jugendkultur, Popkultur, Freundschaft, Biografie, Rebellion, Geschlechterrollen, Musik, Drogen, Liebe, Sexualität, Familie

Kinostart

03.09.2009

Inhalt


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Elliot Tiber, ein mäßig erfolgreicher Kunstmaler und Innendesigner, Anfang 30, verbringt den Sommer 1969 in seinem Heimatdorf Bethel im Bundesstaat New York. Er versucht das Motel seiner Eltern wieder zum Laufen zu bringen, um einen drohenden Bankrott abzuwenden. Als er in den Nachrichten erfährt, dass dem Nachbarort die Lizenz für das groß angekündigte "Woodstock" Open Air Konzert entzogen wurde, kommt Elliot eine Idee und er bietet den Veranstaltern Motel und Grundstück als Veranstaltungsort an. Das ist die Initialzündung, die das verschlafene Nest ins Buch der (Musik-)Geschichte katapultieren wird. Den Garnisonen von Musikern, Organisatoren und Logistikern folgen über eine halbe Million Besucher, um ein legendäres Wochenende mit "Love, Peace and Understanding" zu feiern. Nicht nur das Dorf und das Leben seiner Bewohner werden damit von Grund auf verändert, sondern eine ganze Generation.

Umsetzung


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Zuschauer, die einen dokumentarischen Konzertfilm über Woodstock erwarten, werden auf Ang Lees Hommage für das berühmte Festival, das als Metapher für das Lebensgefühl der 1968er Zeit steht, vielleicht ein wenig verwundert reagieren: Das Open-Air-Festival selbst sieht man eine psychedelisch gestaltete Minute nur von Ferne, berühmte Musiker werden gar keine gezeigt. Dennoch wird Woodstock lebendig. Dem Regisseur Lee ist ein lebenskluger und vor allem anrührender und höchst komischer Spielfilm gelungen, der die Leichtigkeit eines Sommers souverän in einer gelungenen Mischung aus Fiktion und realer Biographie darzustellen vermag. Er versetzt auch jüngere Zuschauer in die Lage den fatalistisch angehauchten Optimismus der Beteiligten an diesen gigantischen Love-Ins und ihre Abgrenzung von der damaligen Eltern-generation nachvollziehen zu können. Der häufige Einsatz von Splitscreens zitiert gekonnt die Filmkunst der 60er Jahre sowie den bekannten Woodstock-Film von Michael Wadleigh. Einige von Lees Filmfiguren, wie z.B. Elliots russisch-jüdische Eltern, sind ansatzweise als Karikaturen angelegt, bleiben aber dennoch immer stimmig und werden nie der Lächerlichkeit preisgegeben.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Die Summe vieler gezeigter Details und populärkultureller Querverweise regen Schüler/innen dazu an, Geschichte als eine Kombination von Individualgeschichten und medial unterstützten Massengeschehnissen zu begreifen. Das trägt auf eher ungewöhnliche Weise zur Reflexion über (gesellschafts-)politische Umbrüche und deren Entstehung bei. Dazu ergänzend sollten zur Ver-tiefung historischen Wissens, die im Film nur kurz erwähnten Ereignisse (wie die erste Mond-landung, der Korea- und Vietnamkrieg oder der Aufstand im Stonewall Inn) und deren Bedeutungen thematisiert werden. Unbedingt sollte auch auf den Gebrauch und die Auswirkungen von Drogenkonsum eingegangen werden, da der Film dieses zwar zeigt, aber wohl aus künstlerischen Gründen nicht didaktisch aufarbeitet. Auf sprachlicher Ebene bieten sich Charakterstudien der schillernden Filmpersönlichkeiten (auch im Vergleich zur literarischen Vorlage) an. In verschiedenen Unterrichtszusammenhängen werden sicherlich auch von Schüler-seite die Unterschiede zur Jugend- und Musikkultur heute angesprochen werden. Dieses kann zum einem Dialog zwischen Generationen, zum Beispiel durch das Führen von Interviews, erweitert werden.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor: Dr. Martin Ganguly, 16.08.2009, letzte Aktualisierung: 05.10.2016

Regie

Ang Lee

Buch

James Schamus, nach dem Buch "Taking Woodstock: A True Story Of A Riot, A Concert And A Life" von Elliot Tiber und Tom Monte

Darsteller/innen

Demetri Martin, Imelda Staunton, Henry Goodman, Emile Hirsch, Liev Schreiber, Eugene Levy, Dan Fogler, Jeffrey Dean Morgan, Jonathan Groff, Mamie Gummer u. a.

Länge

120 Min

Sprachfassung

deutsche Synchronfassung; Original mit Untertitel

Format

35mm

FSK

ab 6 Jahre

Verleih

Tobis Film

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