Filmplakat zu "The Big Short"

The Big Short

USA 2015

Ein paar Außenseiter sahen den Zusammenbruch des US-amerikanischen Bankenwesens voraus und wurden reich, während Millionen von Amerikanern ihre Ersparnisse und Häuser verloren. Mit Stars wie Christian Bale, Ryan Gosling und Brad Pitt und einer ausgefeilten Filmsprache gelingt es dem Film, die komplexen Hintergründe des Finanzskandals anschaulich zu erklären.

Originaltitel

The Big Short

Genre

Drama

Klassenstufe

ab 10. Klasse

Altersempfehlung

ab 15 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Englisch, Ethik, Politik, Wirtschaft, Mathematik

Themen

Wirtschaft, Ethik, Kapitalismus, Individuum (und Gesellschaft), Werte, USA

Kinostart

14.01.2016

Inhalt


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Das abrupte Ende des US-amerikanischen Immobilienbooms im Jahr 2008 hatte den Konkurs einiger traditionsreicher Großbanken wie Lehman Brothers zur Folge und löste innerhalb kurzer Zeit eine weltweite Finanzkrise aus. „The Big Short“, basierend auf dem gleichnamigen Sachbuch von Michael Lewis, handelt von einer Handvoll (fiktionalisierter) Hedgefonds-Manager und Investmentbanker, die frühzeitig erkennen, dass sich der US-amerikanische Immobilienmarkt großenteils auf faule Hypothekenkredite stützt. Die Schlüsse, die sie daraus ziehen, könnten jedoch kaum unterschiedlicher sein. Während etwa der Hedgefonds-Manager Mark Baum die Korruption des Bankensystems zu enthüllen versucht, indem er an der Börse auf den Zusammenbruch des Finanzmarktes spekuliert, interessiert den zynischen Banker Jared Vennett nur der Profit, den er aus der Situation schlagen kann. Der Film beschreibt die Handlungen der unterschiedlichen Akteure, die einerseits den Crash voraussehen, gleichzeitig aber Teil des Problems sind, als Mischung aus Tragödie und Farce.

Umsetzung


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„The Big Short“ ist nach „Der große Crash – Margin Call“ und „Wall Street: Geld schläft nicht“ die nächste Hollywood-Produktion, die sich der Finanzkrise von 2008 annimmt. Regisseur und Drehbuchautor Adam McKay findet durch das Komödienformat allerdings einen populären Zugang zu der komplexen Thematik, ohne die Umstände, die letztlich zur Finanzkrise führten, zu simplifizieren. Mit einer pseudo-dokumentarischen Handkamera und schnellen Schnitten simuliert er im Reportage-Stil die Geschäftigkeit und den überhitzten Größenwahn im US-Finanzsektor Mitte der Nuller-Jahre. Durch die unzuverlässige Erzählerfigur Jared Vennett, der gelegentlich direkt in die Kamera spricht, tritt der Film zudem in einen Dialog mit dem Publikum. So werden etwa komplizierte Begriffe aus der Finanzwelt mittels kurzer Inserts von dem Starkoch Anthony Bourdain oder der Sängerin Selena Gomez erklärt. Solche visuellen Stilmittel oder auch Popsongs brechen die skandalöse Geschichte immer wieder ironisch auf.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Mit seiner schnellen, am Musikvideo geschulten Ästhetik eignet sich der Film hervorragend dafür, Jugendlichen die Finanzkrise und die gesellschaftliche Funktion von Banken nahezubringen. Die plastischen Erläuterungen von komplizierten Finanzfachbegriffen durch Texteinschübe und Cameo-Auftritte erleichtern den Zugang zu dieser schwierigen Thematik und liefern eine gute Grundlage dafür, im Unterricht nicht nur die Zusammenhänge der Finanzkrise, sondern allgemeiner auch die Mechanismen des Finanzmarktes zu erörtern. Besonderes Augenmerk ist hier auf die Protagonisten zu legen, die sich aus unterschiedlichen Motiven am Spekulationsgeschäft am kriselnden Finanzmarkt beteiligen. Anhand dieser Figurenprofile lässt sich auch eine wirtschaftsethische Diskussion über die Verantwortung der Banken und die Folgen eines entfesselten Kapitalismus führen. Zuletzt bietet sich die formale Gestaltung für eine eingehende Analyse der sehr gegensätzlichen filmischen Mittel an.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor: Andreas Busche, 06.01.2016, letzte Aktualisierung: 09.01.2019

Regie

Adam McKay

Buch

Adam McKay, Charles Randolph nach dem gleichnamigen Sachbuch von Michael Lewis

Darsteller/innen

Ryan Gosling, Christian Bale, Steve Carell, Brad Pitt, Rafe Spall, Marisa Tomei u.a.

Länge

130 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung, englische Originalfassung mit Untertiteln

Format

Cinemascope, digital, Farbe

FSK

ab 6 Jahre

Verleih

Paramount Pictures Germany

Festivals

Auswahl: Hollywood Film Awards 2015: Regiepreis; Los Angeles Film Critics Association Awards 2015: Bester Schnitt; National Board of Review USA 2015: Bestes Ensemble; Oscar-Nominierungen in 5 Katgorien: Bester Film, Beste Regie, Bestes adaptiertes Drehbuch, Christian Bale als Bester Nebendarsteller, Bester Schnitt

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