Filmplakat The Ides of March - Tage des Verrats

The Ides of March - Tage des Verrats

USA 2011

Politthriller und Psychodrama zugleich: George Clooney klagt in seinem Film The Ides of March – Tage des Verrats die politische Klasse an, die im Wahlkampf ihre Ideale aus den Augen verlieren. Im Mittelpunkt steht dabei ein junger Wahlkampfmanager, der sich zwischen Karriere und Gewissen entscheiden muss.

Originaltitel

The Ides of March

Genre

Drama

Klassenstufe

ab 10. Klasse

Altersempfehlung

ab 15 Jahre

Unterrichtsfächer

Politik/Sozialkunde, Englisch, Deutsch, Ethik, Geschichte

Themen

Politik, Werte, Idealismus, Macht, Medien, Manipulation, Demokratie

Kinostart

22.12.2011

Inhalt


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Stephen Myers ist der Mann im Hintergrund: Er sorgt dafür, dass Gouverneur Mike Morris in einem guten Licht steht, geschliffene Reden hält und die Wähler für sich gewinnen kann. Schafft der linksliberale Morris die Vorwahlen im US-Bundesstaat Ohio, wird er Präsidentschaftskandidat der Demokraten und am Ende vielleicht ins Weiße Haus einziehen. Und genau dafür kämpft der junge Wahlkampfmanager Myers. Er sieht sich selbst als Idealist, ist aber auch ein ehrgeiziger Profi, der die Regeln und Tricks des Politgeschäfts beherrscht – bis er mitten in der heißen Phase des Wahlkampfs Opfer eine Intrige wird, in die auch vermeintliche Freunde verwickelt sind. Es beginnt ein Kampf um Macht und Einfluss, bei dem sich Myers fragen muss, ob er bereit ist, moralische und politische Überzeugungen zu opfern, um seine eigene Karriere zu sichern.

Umsetzung


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George Clooney hat das Bühnenstück „Farragut North“ als Politthriller und Psychodrama zugleich inszeniert, wobei die Rolle des Gouverneurs, die er selbst übernommen hat, ausgebaut wurde: Mike Morris tritt als politischer Hoffnungsträger und Projektionsfläche in Erscheinung. Seine wiederholt im Bild auftauchenden Wahlplakate erinnern an diejenigen Barack Obamas. Im Zentrum steht jedoch Stephen Myers, der sich im Laufe der Handlung vom Idealisten zum Zyniker wandelt. Freundschaft  und Loyalität, so seine bittere Erkenntnis, sind keine verlässlichen Werte. Stattdessen wird hinter verschlossen Türen Politik mit unlauteren Mitteln betrieben. Und schließlich erweist sich selbst das Bild des integren Gouverneurs, das Myers mit aufgebaut hat, als Trugbild. Dabei ergreift Clooney keine Partei, vielmehr kommen in The Ides of March sowohl die Demokraten wie auch die Republikaner schlecht weg.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Die Inszenierung der Politiker/innen in Medien und Wahlkampf spielt im Film eine zentrale Rolle. Deshalb bietet The Ides of March einen geeigneten Ausgangspunkt, um sich im Politik- und Sprachunterricht mit dem Thema „Politische Kommunikation“ zu beschäftigen und deren Umsetzung im Film mit realen Kampagnen, Wahlplakaten und Auftritten und Fernsehduellen zu vergleichen. In diesem Zusammenhang können auch Dokumentationen über Politiker/innen herangezogen werden, etwa Robert Drews Primary (USA 1960) oder Herr Wichmann von der CDU (Andreas Dresen, Deutschland 2002). Zudem kann hinterfragt werden, welche Rolle die Medien dabei spielen. Im Ethik-Unterricht sind vor allem die drei Hauptfiguren Morris, Myers und der Kampagnenmanager Paul Zara interessant. Sie können auf ihre Motivation und Ziele hin analysiert und bewertet werden. Was wollen sie erreichen? Was verstehen sie unter Loyalität? Was bedeutet ihnen Macht? Und heiligt der Zweck immer die Mittel?

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autorin: Kirsten Taylor, 05.12.2011, letzte Aktualisierung: 28.09.2016

Regie

George Clooney

Buch

George Clooney, Grant Heslov, Beau Willimon nach dem Theaterstück „Farragut North“ von Beau Willimon

Darsteller/innen

Ryan Gosling, George Clooney, Philip Seymour Hoffman, Paul Giamatti, Marisa Tomei u. a.

Länge

101 Min

Sprachfassung

deutsch

Format

35mm, Farbe

FSK

ab 12 Jahre

Verleih

Tobis

Festivals

Internationales Filmfest Venedig 2011: Eröffnungsfilm

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