Filmplakat the Namesake

The Namesake Zwei Welten, eine Reise

USA, Indien 2006

Die Handlung erstreckt sich über dreißig Jahre: Im Mittelpunkt der Handlung steht das junge bengalische Paar Ashoke und Ashima Ganguli, das unmittelbar nach der arrangierten Heirat Mitte der 1970er-Jahre vom subtropischen Kalkutta ins winterliche New York zieht, um dort ein gemeinsames Leben zu beginnen.

Originaltitel

The Namesake

Genre

Literaturverfilmung, Drama

Klassenstufe

ab 7. Klasse

Altersempfehlung

ab 12 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Geschichte, Ethik, Politik, Sozialkunde/Gemeinschaftskunde, fächerübergreifender Unterricht

Themen

Ausländer, Familie, Fremde Kulturen, Fremdheit, Generationen, Gesellschaft, Heimat, (kulturelle) Identität, Liebe, Literaturverfilmung, Migration, Religion, Rollenbilder, Werte

Kinostart

07.06.2007

Inhalt


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Die Handlung erstreckt sich über dreißig Jahre: Im Mittelpunkt der Handlung steht das junge bengalische Paar Ashoke und Ashima Ganguli, das unmittelbar nach der arrangierten Heirat Mitte der 1970er-Jahre vom subtropischen Kalkutta ins winterliche New York zieht, um dort ein gemeinsames Leben zu beginnen. In der neuen Heimat bekommen sie zwei Kinder. Der Junge wird von Ashoke nach seinem russischen Lieblingsautor Nikolai Gogol benannt – ein Name, der eine Verbindung zwischen einem schicksalhaften Ereignis in der Vergangenheit des Vaters und einer besseren Zukunft im "zweiten" Leben schaffen soll. Gogol hingegen empfindet seinen Namen, aber auch seinen Migrationshintergrund als Bürde. Freudvolle und schmerzhafte Momente begleiten den Yale-Studenten durch ein Leben, in dem er lernt, die beiden Kulturen, die er in sich trägt, zu akzeptieren.

Umsetzung


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Kontrastreich stellt der Film die alte und die neue Heimat von Ashima und Ashoke nebeneinander. Visuell ist Kalkutta als bunter, dichtbesiedelter Ort in Szene gesetzt, der für westlich geprägte Menschen auch ein wenig chaotisch anmutet. New York hingegen wirkt überschaubar, kühl in den Temperaturen und der Farbgestaltung. Musikalisch kontrastieren Rabindra Sangeet, der klassische bengalische Gesang aus dem Repertoire des Nationaldichters Rabindranath Tagore, und amerikanische Protestsongs der 1960er-Jahre. In der zweiten Filmhälfte, als die Geschichte Gogols die seiner Eltern schwerpunktmäßig übernimmt, dominiert eine zeitgemäße Verschmelzung von Hip-Hop und indischer Popmusik. Konzeption und Machart des Filmes bleiben dabei stets einer realistischen Sichtweise verbunden, die immer auch ein wenig Humor zulässt.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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"The Namesake" ist ein dramaturgisch unaufgeregter aber wichtiger Film, der mit genügend epischer Kraft ausgestattet ist, um zum Nachdenken über das Leben zwischen zwei Kulturen anzuregen. Der Film bietet daher zahlreiche Anknüpfungspunkte, um sich mit Migrationsbewegungen im 20. Jahrhundert, der Bedeutung von Familiennetzwerken in der hinduistischen Gesellschaft und allgemein mit dem Leben in der Fremde zu beschäftigen. In diesem Zusammenhang sollten auch die filmischen Mittel analysiert werden, mit Hilfe derer Unterschiede, aber auch Parallelen zwischen der US-amerikanischen und der indischen Kultur deutlich gemacht werden.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor: Dr. Martin Ganguly, 05.06.2007, letzte Aktualisierung: 04.10.2016

Regie

 Mira Nair

Buch

Sooni Taraporevala nach dem Roman von Jhumpa Lahiri

Darsteller/innen

Kal Penn, Tabu, Irfan Khan, Jacinda Barret, Zuleikha Robinson, Glenne Headley u. a.

Länge

122 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung

Format

35mm, Farbe

FSK

ab 6 Jahre

FBW

Prädikat „besonders wertvoll“

Verleih

Fox

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