Filmplakat zu "The Sapphires"

The Sapphires

Australien 2012

Gail, Kay, Cynthia und Julie sind Schwester bzw. Cousinen und wachsen in den 50er Jahren in einem Reservat für Aborigines auf. Bereits mit ihren 8 bis 11 Jahren haben sie begnadete Stimmen und stehen am liebsten gemeinsam auf der improvisierten Bühne. 1968, zehn Jahre später, träumen die Vier immer noch von einer Karriere als Country-Sängerinnen. Bei einem Talentwettbewerb im Nachbarort treffen die Cummeragunja Songbirds, wie sie sich nennen, auf den Entertainer Dave Lovelace, der prompt gefeuert wird, als er sich für die stimmgewaltige Mädchenband einsetzt. Dave, der seine beruflichen Frustrationen in Alkohol ertränkt, wird von Julie überredet, den Mädchen einen Termin zum Vorsingen zu verschaffen. Denn über eine Annonce werden Entertainerinnen für die Truppenbetreuung in Vietnam gesucht. Umbenannt in The Sapphires bekommen die vier Sängerinnen und ihr frischgebackener Manager ein Engagement zur Probe und reisen nach Saigon. Der erste Abend ist ein Erfolg, und kurz darauf ist die Band im Kriegsgebiet unterwegs, um Soldaten und Verwundeten ihre Musik zu bringen. Die Reise wird für die Sapphires auch eine Reise zu sich selbst...

Originaltitel

The Sapphires

Genre

Drama

Klassenstufe

ab 7. Klasse

Altersempfehlung

ab 13 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Englisch, Religion/Ethik, Musik, Geschichte

Themen

Musik, Rassismus, Rollenbilder, Gesellschaft, Vorurteile, Geschichte, Diskriminierung

Kinostart

20.06.2013

Inhalt


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Gail, Kay, Cynthia und Julie sind Schwester bzw. Cousinen und wachsen in den 50er Jahren in einem Reservat für Aborigines auf. Bereits mit ihren 8 bis 11 Jahren haben sie begnadete Stimmen und stehen am liebsten gemeinsam auf der improvisierten Bühne. 1968, zehn Jahre später, träumen die Vier immer noch von einer Karriere als Country-Sängerinnen. Bei einem Talentwettbewerb im Nachbarort treffen die Cummeragunja Songbirds, wie sie sich nennen, auf den Entertainer Dave Lovelace, der prompt gefeuert wird, als er sich für die stimmgewaltige Mädchenband einsetzt. Dave, der seine beruflichen Frustrationen in Alkohol ertränkt, wird von Julie überredet, den Mädchen einen Termin zum Vorsingen zu verschaffen. Denn über eine Annonce werden Entertainerinnen für die Truppenbetreuung in Vietnam gesucht. Umbenannt in The Sapphires bekommen die vier Sängerinnen und ihr frischgebackener Manager ein Engagement zur Probe und reisen nach Saigon. Der erste Abend ist ein Erfolg, und kurz darauf ist die Band im Kriegsgebiet unterwegs, um Soldaten und Verwundeten ihre Musik zu bringen. Die Reise wird für die Sapphires auch eine Reise zu sich selbst...

Umsetzung


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Das Bühnen-Musical The Sapphires feiert seit 2005 in Australien große Erfolge. Regisseur Wayne Blair war Schauspieler in diesem Stück, das Schauspieler und Autor Tony Briggs, Sohn einer der echten Sapphires, geschrieben hatte. Die Dramaturgie folgt zum einen der filmischen Gestaltungswelt von Band- und Musikfilmen, die ähnliche Geschichten von Außenseitern erzählen, die mit ihrem Talent einen Durchbruch schaffen, zum anderen aber finden sich in der Bildgestaltung Anleihen an epische australische Filme, die das Politikum der Ausgrenzung der Aborigines thematisieren. Die dritte Ebene, der Krieg in Vietnam, wird gestalterisch dagegen eher in kleinen Szenen angedeutet. In allererster Linie geht es um fünf Charaktere, die einen Traum verfolgen und realisieren, die dabei ihre Wurzeln und ihren Lebensweg entdecken und nicht die Zukunft auf der Bühne wählen. Mit pointierten Dialogen setzt der Film, der musikalisch zwischen Country, Soul und Swing für Stimmung sorgt, außerdem für frische und freche Akzente.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Der Film trifft mit seiner humorvollen Art den Nerv heranwachsender Jugendlicher auf der Suche nach der eigenen Identität und eignet sich dadurch sehr gut für den Einsatz in allen Schulformen. Hinzu kommt, dass das Thema Rassismus immer wieder gestreift wird, ohne die Geschichte zu beherrschen. Dadurch ergeben sich eine Vielzahl von Anknüpfungspunkten für Diskussionen über die konkrete historische Situation der Aborigines einerseits und offene und versteckte rassistische Bemerkungen im Alltag andererseits. Eine Bestandsaufnahme über Kenntnisse und Gedanken zu Aborigines und ihrer Unterdrückung vor dem Filmbesuch ist zudem ein guter Aufhänger für die Erörterung des Themas nach dem Kinobesuch. Recherchen zu den Darstellerinnen und ihren familiären Hintergründen können die Diskussion ebenfalls gut ergänzen. Ganz besonders eignet sich der Film für den Musikunterricht. Die Leidenschaft, mit der Dave Lovelace den Unterschied von schwarzer und weißer Musik, von Country und Soul beschreibt, ist hier ein ausgezeichneter Anknüpfungspunkt für die Betrachtung musikalischer Ausdrucksmöglichkeiten. Der Traum von der Bühne ist natürlich ein weiterer wichtiger Diskussionsaspekt, den viele Heranwachsende kennen. Im Bereich der Filmanalyse lassen sich an The Sapphires außerdem sehr gut genretypische Kameraführung, Dialogregie oder dramaturgischer Aufbau betrachten.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autorin: Rotraut Greune, 03.06.2013, letzte Aktualisierung: 04.10.2016

Regie

Keith Thompson, Tony Briggs

Buch

Keith Thompson, Tony Briggs

Darsteller/innen

Deborah Mailman, Jessica Mauboy, Shari Sebbens, Miranda Tabsell, Chris O’Dowd

Länge

99 Min

Sprachfassung

deutsche Originalfassung

Format

digital, 35 mm

FSK

ab 6 Jahre

Verleih

Senator Filmverleih

Festivals

Internationale Filmfestspiele Cannes 2012 (Wettbewerb), Toronto International Filmfestival 2012

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