Filmplakat The Square

The Square

Schweden, Deutschland, Frankreich, Dänemark 2017

Während er mitten in den Vorbereitungen für eine bahnbrechende neue Ausstellung steckt, werden dem Kunstkurator Christian Geldbörse und Handy gestohlen. Als er zu ungewöhnlichen Maßnahmen greift, um seine Habseligkeiten zurückzubekommen, hält Chaos Einzug in sein wohl geordnetes Leben. „The Square“ ist eine stellenweise bestechend zugespitzte Satire, die unter anderem Themen wie Mitmenschlichkeit und das Auseinanderdriften der sozialen Schichten umkreist.

Genre

Drama, Satire

Klassenstufe

ab 11. Klasse

Altersempfehlung

ab 16 Jahre

Unterrichtsfächer

Kunst, Ethik, Sozialkunde, Deutsch, Medienkunde, Philosophie, Psychologie

Themen

Individuum und Gesellschaft, Kunst, soziale Gerechtigkeit/Ungerechtigkeit, Arm und Reich, Toleranz, Werte, politische Korrektheit, Mitmenschlichkeit, Gleichheit, Vertrauen

Kinostart

19.10.2017

Inhalt


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Der smarte Chefkurator Christian bereitet für das Stockholmer X-Royal-Museum eine neue Ausstellung vor, die auf den Namen „The Square“ getauft wird. Konkret handelt es sich dabei um eine vier mal vier Meter große Fläche auf einem öffentlichen Platz, die das schwindende Vertrauen in der Gesellschaft hinterfragen soll und innerhalb der jeder die gleichen Rechte und Pflichten hat. Ins Schwitzen kommt der geschiedene Kunstexperte nicht nur, weil die Marketingkampagne zur Installation etwas holprig anläuft. Eines Morgens werden ihm auf dem Weg zur Arbeit dummerweise auch noch Geldbörse und Handy gestohlen. Christian kann sein Mobiltelefon allerdings orten und entwickelt mit Hilfe eines jungen Kollegen einen kuriosen Plan, um seine Habseligkeiten zurückzubekommen. Statt zur Polizei zu gehen, schreibt er einen Drohbrief, den er am vermuteten Aufenthaltsort des Handys, einem mehrstöckigen Hochhaus, in alle Briefkästen wirft.

Umsetzung


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War es in Ruben Östlunds Vorgängerwerk „Höhere Gewalt“ eine Lawine, die das Selbstverständnis einer gut situierten Familie ins Wanken brachte, schlittert die Hauptfigur von „The Square“ durch einen Diebstahl in eine existenzielle Krise. Einmal mehr erweist sich der schwedische Regisseur und Drehbuchautor als genauer Beobachter gesellschaftlicher Zustände und Fehlentwicklungen, wobei er seine Bestandsaufnahme nicht in ein bierernstes Drama verpackt. Vielmehr handelt es sich bei dem in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichneten Film um eine stellenweise erstaunlich amüsante Satire mit einigen herrlich absurden Szenen, die die Heuchelei des Protagonisten und die soziale Schieflage prägnant offenlegen.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Die im Film beschriebene Kluft zwischen Arm und Reich bietet sich als Ausgangspunkt für eine Diskussion über das wachsende Auseinanderdriften der unterschiedlichen Schichten an. Spannend ist mit Blick auf das Umfeld, in dem sich Christian bewegt, auch die Frage, inwiefern die moderne Kunst Missstände glaubhaft anprangern kann. Helfen Ausstellungen wie „The Square“, die Menschen aufzurütteln? Oder kommt hier eher eine Abgehobenheit der elitären Klasse zum Ausdruck? Grundsätzlich regt die Satire dazu an, über die Diskrepanz zwischen guten Absichten und praktischer Umsetzung zu debattieren. Immerhin gibt sich die Hauptfigur betont humanistisch und tolerant, schleppt aber ebenso Vorurteile mit sich herum. Erörtern ließe sich des Weiteren die heute oft aggressive mediale Aufmerksamkeitserregung, die „The Square“ anhand einer absurd-grenzüberschreitenden Werbekampagne durchdekliniert.

Veranstaltungen


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Kinofinder: www.kinofenster.de

Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor: Christopher Diekhaus, 20.09.2017, letzte Aktualisierung: 27.09.2017

Regie

Ruben Östlund

Buch

Ruben Östlund

Darsteller/innen

Claes Bang, Elisabeth Moss, Christopher Læssø, Dominic West, Terry Notary, Sofie Hamilton, Marina Schiptjenko, Eljandro Edouard, Daniel Hallberg, Martin Sööder u. a.

Länge

145 Min

Sprachfassung

Deutsche Fassung, Originalfassung mit Untertiteln

Format

digital, Farbe

FSK

ab 12 Jahre

Verleih

Alamode Film

Festivals

(Auswahl): Cannes Film Festival 2017: Goldene Palme; Sydney Film Festival 2017; Toronto International Film Festival 2017; New York Film Festival 2017; San Sebastián Film Festival 2017; Hamburg Filmfestival 2017; Zurich Film Festival 2017

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