Filmplakat The Wind that shakes the Barley

The Wind That Shakes The Barley

Großbritannien, Irland, BRD, Italien, Spanien 2006

Irland 1920. Nachdem der junge Arzt Damien Zeuge von Greueltaten der berüchtigten britischen Söldnereinheiten "Black and Tans" geworden ist, schließt er sich der "Irish Republican Army" an, der bereits sein Bruder Teddy angehört. Mit entwendeten Waffen kämpfen sie fortan in kleinen Gruppen guerillaähnlich gegen die militärische Übermacht der Besatzer.

Originaltitel

The Wind That Shakes The Barley

Genre

Drama

Klassenstufe

ab 9. Klasse

Altersempfehlung

ab 14 Jahre

Unterrichtsfächer

Englisch, Geschichte, Politische Bildung, Sozialkunde, Religion/Ethik

Themen

Irland-Konflikt, Geschichte, (Bürger-)Krieg, Gewalt, Widerstand, Rebellion, Religion, Recht und Gerechtigkeit, Frieden

Kinostart

28.12.2006

Inhalt


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Irland 1920. Nachdem der junge Arzt Damien Zeuge von Greueltaten der berüchtigten britischen Söldnereinheiten "Black and Tans" geworden ist, schließt er sich der "Irish Republican Army" an, der bereits sein Bruder Teddy angehört. Mit entwendeten Waffen kämpfen sie fortan in kleinen Gruppen guerillaähnlich gegen die militärische Übermacht der Besatzer. Zur Vergeltung werden sie gefangengenommen und gefoltert, bis sie kurz vor der Exekution befreit werden. Der bald ausgehandelte Frieden entzweit die Widerstandsbewegung – im beginnenden Bürgerkrieg stehen sich die beiden Brüder nun als Todfeinde gegenüber

Umsetzung


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Die filmisch genau gezeichnete Epoche des beginnenden irischen Bürgerkriegs dient als Rahmen für die Erzählung, die in ihrer Balance zwischen poetischer Verklärung und realistischer Härte erneut die Parteinahme von Regisseur Ken Loach ("Just a Kiss") für die nach Unabhängigkeit und Gerechtigkeit Strebenden erkennen lässt. Indem sein unverwechselbar politisches Kino die Geschichte zweier Brüder ins Zentrum rückt, erzählt es parabelartig von menschlichen Dramen und existenziellen Konflikten, die im Widerstand entstehen (können). Keineswegs verschwiegen werden dabei auch Ambivalenzen der Akteure und Widersprüche der historisch-politischen Formation, innerhalb derer sie handeln.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Zurückblickend in eine "Schlüsselepoche" der britisch-irischen Auseinandersetzungen Anfang der 1920er-Jahre, bietet der Spielfilm gute Ansatzpunkte zum Verständnis der Ursachen, warum und wie der weit reichende Konflikt entstanden ist. Die klar verteilten Sympathien des "Antikriegsfilms" mit seiner "David-gegen-Goliath"-Narration machen zugleich die Ausweglosigkeit des Befreiungskampfes nachvollziehbar. Indem der Blick auf die Spirale der Gewalt gelenkt wird, wodurch am Ende die "Freiheitskämpfer" ihre Unschuld verlieren, zeigen sich Mechanismen von militärischer Machtpolitik und gewaltsamem Widerstand emotional und exemplarisch: In Irland wie auch anderenorts haben diese statt zur Befreiung des Landes häufig nur zur Eskalation der Gewalt im Innern geführt.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor: Reinhard Middel, 05.12.2006, letzte Aktualisierung: 27.09.2016

Regie

Ken Loach

Buch

Paul Laverty

Darsteller/innen

Cillian Murphy, Pádraic Delaney, Liam Cunningham, Orla Fitzgerald, Mary Riordan, Mary Murphy, Laurence Barry u. a.

Länge

124 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung / engl. Originalfassung mit dt. Untertiteln

Format

35mm, Farbe

FSK

ab 12 Jahre

Verleih

Neue Visionen Filmverleih

Festivals

Goldene Palme Internationales Filmfestival Cannes 2006

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