Filmplakat zu "Utopia Ltd."

Utopia Ltd.

Deutschland 2010

Ein Coming-of-Age-Film über den Eintritt in das Erwachsenenalter sowie die Werte und Ideale, die dabei möglicherweise auf der Strecke bleiben. Dieses Thema einmal nicht in Form eines Spielfilms, sondern als spannender und handwerklich perfekt montierter Dokumentarfilm. Die Kamera begleitet die drei jugendlichen Bandmitglieder der Punkband "1000 Robota" über zwei Jahre hinweg und vermittelt ihre Erfahrungen mit einer rumdum kommerzialisierten Medienwelt.

Originaltitel

Utopia Ltd.

Genre

Dokumentarfilm, Musikfilm

Klassenstufe

ab 8. Klasse

Altersempfehlung

ab 13 Jahre

Unterrichtsfächer

Musik, Deutsch, Sozialkunde, Religion/Ethik

Themen

Musik, Jugend(-kultur), Popkultur, Erwachsenwerden, Medien, Kommunikation, Werte, Wirtschaft/Ökonomie , Vorurteile, Widerstand

Kinostart

12.05.2011

Inhalt


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Der Name der Hamburger Punkband "1000 Robota" ist ihnen Programm: Der 18-jährige Anton Spielmann und seine kurz vor dem Abitur stehenden und etwas jüngeren Freunde Basti Muxfeldt und Jonas Hinnerkort wollen nicht wie so viele andere ein relativ unreflektiertes und fremdbestimmtes Leben führen, sondern mit ihrer eigenen Musik etwas verursachen und so etwas wie Wertigkeit herstellen. Und das ausgerechnet in dem rundum kommerzialisierten Musikgeschäft, in dem es um Verkaufszahlen und nicht um persönliche Vorlieben geht, der Erwartungsdruck enorm hoch ist. Zwei Jahre lang hat Sandra Trostel in ihrer ersten Regiearbeit die drei Jugendlichen mit der Kamera begleitet, die mit einem Plattenvertrag in der Tasche zwischen Schule und Konzerten pendelten und sich auf ihrer ersten größeren Tour gerade mal eine Jugendherberge leisten konnten. Mit den Erfahrungen in der Musikbranche wächst die Kluft zwischen ihren Idealen und der medialen Selbstinszenierung, der sie sich stellen müssen, aber nicht anpassen wollen.

Umsetzung


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Sandra Trostel hat zuvor als Cutterin gearbeitet. Das merkt man dem Film deutlich an, der wie ein überlanger Videoclip geschnitten ist, im Tonschnitt nahezu perfekt, im Bildschnitt mitunter etwas zu schnell, dennoch immer konzentriert auf das Wesentliche, seien es Impressionen und Stimmungsbilder, Arbeitssitzungen oder Statements. Die Handkamera, mit dem Zoomobjektiv noch dichter an den Personen dran, verstärkt den Eindruck des Authentischen. Sie wird zum unauffälligen und doch sehr genauen Beobachter der Ereignisse hinter den Kulissen, zeigt die drei jungen Musiker sowohl in ihrer anfänglichen Naivität als auch in ihrem Ringen um den eigenen Weg und um künstlerische Unabhängigkeit.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Es ist der Traum vieler Jugendlicher, einmal auf der Bühne zu stehen und mit der eigenen Band Erfolg zu haben. Nur wenige schaffen es und nur ganz wenigen gelingt es, dabei von der Musikindustrie nicht vereinnahmt zu werden. Die sehr jugendaffine Frage auf dem Weg ins Erwachsenenleben, wie weit man sich für eine berufliche Karriere "verkaufen" muss, beziehungsweise ob sich die eigenen Werte und Ideale im Berufsalltag bewahren lassen, bietet einen guten Diskussionseinstieg, der fast zwangsläufig zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der heutigen Medien- und Kulturindustrie führt. Ein anderer Anknüpfungspunkt liegt in der Bedeutung der Musik und insbesondere des Punk für die Herausbildung und den Wandel von Jugendkulturen. Darüber hinaus lassen sich filmpädagogisch an diesem gelungenen Beispiel die Bedeutung des Dokumentarfilms für eine Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Strukturen und Fragestellungen und wesentliche Unterschiede zum Spielfilm aufzeigen.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor: Holger Twele, 13.04.2011, letzte Aktualisierung: 04.10.2016

Regie

Sandra Trostel

Buch

Sandra Trostel

Darsteller/innen

Anton Spielmann, Jonas Hinnerkort, Sebastian Muxfeldt ("1000 Robota")

Länge

90 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung

Format

35mm, Farbe

FSK

ab 6 Jahre

FBW

Prädikat „wertvoll“

Verleih

Rapid Eyes Movies

Festivals

Eröffnungsfilm der Perspektive Deutsches Kino, Berlinale 2011

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