Filmplakat zu "Vilja und die Räuber"

Vilja und die Räuber

Finnland 2015

Als Vilja von Familie Räuberberg versehentlich „mitgestohlen“ wird, findet sie dies eigentlich spannender als Ferien bei der Oma. Bald hilft sie auf ihre Art den Räuberbergs bei Überfällen und fiebert mit ihnen dem wichtigen Wettbewerb des großen Räubersommerfestes entgegen. Die langsam wachsende Freundschaft zweier sehr ungleicher Mädchen und die Frage nach Familienwerten stehen im Zentrum der witzigen und spannenden Verfilmung von Siri Kolus Kinderbuch.

Originaltitel

Me Rosvolat

Genre

Literaturverfilmung, Kinder- und Familienfilm, Abenteuerfilm

Klassenstufe

3. bis 6. Klasse

Altersempfehlung

8 bis 11 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Sachkunde, Lebenskunde/Ethik, Kunst, Religion

Themen

Familie, Freundschaft, Abenteuer, Werte, Gemeinschaft/Gemeinschaftssinn, Rivalität, Rollenbilder

Kinostart

03.09.2015

Inhalt


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Für Vilja, zehn Jahre alt, ist es ein großes Glück, dass sie von Familie Räuberberg „mitgeklaut“ wird, als die mit ihrem Räuberbus die langweilige Ferienfahrt im Familienauto zur Oma rüde unterbrechen. Denn der Wilde Karlo, Räuber-Hilda, Gold-Piet, die 12-jährige Hele und der 9-jährige Kalle haben zwar keine Manieren, dafür aber das Herz auf dem rechten Fleck. Zunächst will Vilja möglichst bald ausreißen, doch dann macht es ihr Spaß, an Seen zu schlafen, mit den Fingern zu essen und den Geschichten der Räuberbergs zu lauschen. Bald ist Vilja eine echte Räuberin und möchte genau wie die anderen dabei helfen, dass der Wilde Karlo in diesem Jahr auf dem Räubersommerfest Chef wird. Vor allem, weil sie Hele gern davon überzeugen würde, dass es ganz toll wäre, Viljas Freundin zu sein.

Umsetzung


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Die Buchverfilmung ist geprägt von sommerlicher Ferienatmosphäre in der finnischen Natur, gelegentlichem Klamauk, Situationskomik und sehr viel kindlicher Räuberfantasie. In wenigen Bildern bringt der Film gleich zu Beginn der Geschichte auf den Punkt, dass in Viljas Familie die Beziehungen nicht stimmen. Deshalb ist es auch kein Wunder, dass Vilja weder Eltern noch Schwester vermisst, als die Räuber sie mitnehmen. Vilja findet bei den Räuberbergs, wonach sie sich am meisten sehnt: eine Gemeinschaft, die sich füreinander interessiert. Und da der Film aus Viljas Sicht erzählt wird, bleibt ihre eigene Familie ab sofort so gut wie außen vor. Die Entwicklung der Freundschaft zu Hele spielt dagegen eine immer wichtigere Rolle. Viljas Mut und Selbstsicherheit wachsen. Doch die Rückkehr zur eigenen Familie rückt näher. Ob sich auch dort etwas verändert hat?

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Die Räuberbergs überfallen skrupellos gutsituierte Familien, trotzdem sind sie Sympathieträger, denn ihr Gemeinschaftssinn ist beeindruckend. Ein guter Anlass, über moralische Werte und den Reiz des Verbotenen zu sprechen. Außerdem geht es in „Vilja und die Räuber“ um familiäre Sehnsüchte, Freundschaft und Vertrauen, Zusammenhalt und Gegnerschaft, Bindung und Freiheit. Diese Themen lassen sich im Unterricht sowohl sprachlich als auch spielerisch in Form von Dialogen, Tagebucheinträgen oder szenischen Bildern umsetzen. Zu den Charakteren der Kinder bieten sich Figurenportraits oder das Schreiben fiktiver oder erinnerter Dialoge an. Weitere Möglichkeiten sind die Gestaltung eines Räubersommerfestes, das Verfassen von Fotostorys und (Video-)Reportagen über solch ein Fest, Recherchen zu Finnland und zum finnischen Sommer sowie der Vergleich von der Buchvorlage mit dem Film.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autorin: Rotraut Greune, 24.07.2015, letzte Aktualisierung: 04.06.2019

Regie

Marjut Komulainen

Buch

Marjut Komulainen & Melli Maikkula

Darsteller/innen

Kari Väänänen, Lotta Lehtikari, Sirkku Ullgren, Jussi Vatanen, Ilona Huhta, Mio Määtaa u.a.

Länge

84 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung

Format

digital, Farbe

FSK

ohne Altersbeschränkung

FBW

Prädikat „besonders wertvoll“

Verleih

farbfilm

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