Filmplakat Die Vorstadtkrokodile

Vorstadtkrokodile

Deutschland, 2009

Der zehnjährige Hannes wächst bei seiner allein erziehenden Mutter auf. Sein großer Traum ist es, von der Kinderclique der "Vorstadtkrokodile" aufgenommen zu werden.

Originaltitel

Vorstadtkrokodile

Genre

Literaturverfilmung , Kriminalfilm, Kinderfilm, Abenteuerfilm

Klassenstufe

4. bis 7. Klasse

Altersempfehlung

9 bis 12 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Ethik/Religion, Sachkunde, Sozialkunde

Themen

Abenteuer, Freundschaft, Behinderte/Behinderung, Außenseiter, Vorurteile, Familie, Kindheit, Zivilcourage, Kriminalität

Kinostart

26.03.2009

Inhalt


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Der zehnjährige Hannes wächst bei seiner allein erziehenden Mutter auf. Sein großer Traum ist es, von der Kinderclique der "Vorstadtkrokodile" aufgenommen zu werden. Bei der dafür notwendigen Mutprobe gerät Hannes in Lebensgefahr. Erst in letzter Minute wird er von Kai gerettet, der auch unbedingt zur Bande gehören möchte. Kai sitzt im Rollstuhl und wird von den "Vorstadtkrokodilen" viel gehänselt. Für sie ist er nur der "Spasti", der noch nicht mal wegrennen kann, wenn’s brenzlig wird. Als Kai einen nächtlichen Einbruch beobachtet, wird er plötzlich interessant für die Clique. Doch er will nur reden, wenn er mitkommen darf. Mit seiner Hilfe und mit viel Ideenreichtum und Mut machen sich die "Vorstadtkrokodile" daran, den Fall zu lösen und es mit der jugendlichen Einbrecherbande aufzunehmen.

Umsetzung


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Der klassische Kinderstoff wurde in zeitgemäß überaus gelungener Form adaptiert. Dabei entstand nicht nur eine modernisierte Literaturverfilmung, sondern es wurde mit einem durchgängig ausgezeichneten Schauspielerensemble "ein neues Original, in die Jetztzeit adaptiert" (Produzent Christian Becker). Die Namen wurden teilweise abgeändert, neue Figuren eingefügt und der in den letzten dreißig Jahren veränderten deutschen Gesellschaft vielfältig Rechnung getragen. So gibt es Kinder mit Migrationshintergrund, allein erziehende Eltern und ein deutlich emanzipierteres Frauen- und Mädchenbild. Auch filmisch werden im Vergleich zur Erstverfilmung von 1977 (Regie: Wolfgang Becker) andere Mittel eingesetzt. Dazu gehören häufig verwendete Zooms, Kamerafahrten und -schwenks, die stärker ans Actionkino als an die Tradition des Sozialdramas angelehnt sind. Durch ein hervorragendes Drehbuch, das Themen wie die Behinderung Kais prägnant und tabulos in den Vordergrund rückt, wirkt der Film dennoch nicht vordergründig unterhaltend. Lediglich die Verwendung von Filmmusik wird überstrapaziert und schadet manchmal dem stimmig in Szene gesetzten Ruhrpottlokalkolorit und der Figurenbetrachtung.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Diese Buchverfilmung erweist sich als Glücksfall in Bezug auf den Vergleich von Literaturvorlage und filmischer Umsetzung, da beide Medien in ihrer jeweiligen medialen Form den Inhalt altersadäquat und gut analysierbar in spannender und motivierender Form darstellen. Neben der Gegenüberstellung der medialen Vermittlungsformen bietet es sich an, eine ausführliche Figurenanalyse erstellen zu lassen, die in der Zusammenschau der Charaktere in Film und Buch die Unterschiedlichkeit einer Kindheit in den 1970ern im Vergleich zum Kindsein heute evoziert und auch eine soziohistorische Durchdringung der Veränderung des Lebens in Deutschland während der letzten dreißig Jahre nahe legt. Weitere Themenschwerpunkte sind der Umgang mit Außenseitern und die Bedeutung einer Clique für Kinder und Jugendliche sowie ein Betrachtung dessen, wie Gesellschaft und Individuum mit behinderten Menschen umgehen. In diesen Zusammenhängen bietet sich der methodische Einsatz von Rollengesprächen und Rollenspielen an.

Veranstaltungen


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Kinofinder: www.kinofenster.de

Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor: Dr. Martin Ganguly, letzte Aktualisierung: 12.09.2017

Regie

Christian Ditter

Buch

Christian Ditter basierend auf einem Drehbuch von Martin Ritzenhoff nach dem Roman von Max von der Grün

Darsteller/innen

Nick Romeo Reimann, Fabian Halbig, Leonie Tepe, Manuel Steitz, Jacob Matschenz, Axel Stein, Oktay Özdemir, Maria Schrader, Smudo, Nora Tschirner, Martin Semmelrogge, u.a.

Länge

98 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung

Format

35mm

FSK

ab 6 Jahre

FBW

Prädikat „besonders wertvoll“

Verleih

Constantin Film

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