Filmplakat zu "Zaytoun"

Zaytoun

Frankreich, Israel, Großbritannien 2012

Libanon 1982. Wohl wissend, dass die Chancen aussichtslos sind, träumen der 12-jährige Fahed, sein Vater und sein Großvater im Flüchtlingslager Schatila im Libanon von dem Tag, an dem sie nach Palästina zurückkehren. Als Faheds Vater bei einem israelischen Vergeltungsschlag getötet wird, wächst sein Hass gegen alle Israelis. Er schließt sich der PLO an und schießt kurz darauf einem gefangenen israelischen Piloten in das Bein. Doch dann wird sein Freund Ahmed von libanesischen Milizen tödlich angeschossen und Fahed hat nur noch ein Ziel: das frühere Dorf seines Großvaters zu erreichen und dort den Olivenbaum seines Vaters zu pflanzen, den dieser mit so viel Liebe gepflegt hat. Er lässt sich überreden den israelischen Piloten zu befreien, um mit ihm gemeinsam nach Israel zu fliehen. Auf ihrem Weg durch das vom Krieg gezeichnete Land kommen sich die beiden Feinde näher.

Originaltitel

Zaytoun

Genre

Drama, (Anti-)Kriegsfilm, Roadmovie

Klassenstufe

ab 9. Klasse

Altersempfehlung

ab 14 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Geschichte, Geographie, Politik, Religion/Ethik

Themen

Freundschaft, Nahost-Konflikt, Flüchtlinge, Krieg, Palästina, Vorurteile, Werte, Zivilcourage

Kinostart

14.11.2013

Inhalt


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Libanon 1982. Wohl wissend, dass die Chancen aussichtslos sind, träumen der 12-jährige Fahed, sein Vater und sein Großvater im Flüchtlingslager Schatila im Libanon von dem Tag, an dem sie nach Palästina zurückkehren. Als Faheds Vater bei einem israelischen Vergeltungsschlag getötet wird, wächst sein Hass gegen alle Israelis. Er schließt sich der PLO an und schießt kurz darauf einem gefangenen israelischen Piloten in das Bein. Doch dann wird sein Freund Ahmed von libanesischen Milizen tödlich angeschossen und Fahed hat nur noch ein Ziel: das frühere Dorf seines Großvaters zu erreichen und dort den Olivenbaum seines Vaters zu pflanzen, den dieser mit so viel Liebe gepflegt hat. Er lässt sich überreden den israelischen Piloten zu befreien, um mit ihm gemeinsam nach Israel zu fliehen. Auf ihrem Weg durch das vom Krieg gezeichnete Land kommen sich die beiden Feinde näher.

Umsetzung


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Kinderspiel und die Grausamkeit des Krieges gehen nahtlos ineinander über, übermütig rollt Fahed einen Reifen über die Straße, auf den die libanesischen Milizen schießen, wenige Tage später erfolgt kein Schuss auf den Reifen, dafür schießen sie auf seinen Freund Ahmed. Der Film erzählt einerseits realistisch, hochspannend und emotional, verlässt die Szenen jedoch schnell, wenn sie zu sehr berühren könnten. Dem Regisseur gelingt es auf diese Weise, die Situationen mit dem Blick eines Kindes zu sehen, das wütend und albern, traurig und entschlossen ein kindliches Ziel bis zum Ende verfolgt. Großartige Aufnahmen der zerklüfteten Landschaft und eine große Nähe zu den beiden Hauptfiguren machen aus dem Kriegsfilm ein Roadmovie, das fast vergessen lässt, wie gefährlich der Weg ist, den die beiden gehen.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Der Film nähert sich dem Konflikt im Nahen Osten einerseits historisch, andererseits sehr persönlich. Je nach Jahrgangsstufe können auf der Wissensebene die Lage der Region und ihrer politischen Situation im Geschichts-, Politik- und Geografie-Unterricht recherchiert und erörtert werden. Mit Blick auf die soziale Kompetenz bieten Konflikte und die zunehmende Annäherung zwischen den Hauptfiguren starke Identifikationsmomente und damit viele Anknüpfungspunkte für die Auseinandersetzung mit Gefühlen und Verhalten in Konflikten. Gleichzeitig regt der Film hier zum Vergleich mit eigenen Empfindungen und eigenem Verhalten an und führt damit zu einer tiefergehenden Analyse von Vorurteilen und Feindbildern. Auch die Form der Umsetzung eines so komplexen Themas bietet spannenden Gesprächsstoff.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autorin: Rotraut Greune, 29.10.2013, letzte Aktualisierung: 05.10.2016

Regie

Eran Riklis

Buch

Nader Rizq

Darsteller/innen

Stephen Dorff, Abdallah El Akal, Alice Taglioni, Loai Nofi, Tarik Kopty, Ali Suliman

Länge

110 Min

Sprachfassung

deutsche Synchronfassung, OmU englisch oder deutsch (arabisch, hebräisch, englisch)

Format

digital, Farbe

FSK

ab 12 Jahre

Verleih

Senator Film

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