Filmplakat Nowhere Special

Nowhere Special

Großbritannien, Italien, Rumänien 2020

Der alleinerziehende Vater John weiß, dass er bald sterben wirdund sucht daher eine Adoptivfamilie für seinen vierjährigen Sohn Michael. Das Drama von Uberto Pasolini inszeniert auf einfühlsame Weise den Abschied zwischen dem jungen Vater und seinem Sohn. Während der Vater sich viel zu früh um seinen Abschied aus dem Leben kümmern muss, bekommt der feinfühlige Vierjährige immer mehr mit, dass in seiner Welt etwas nicht stimmt.

Genre

Drama

Klassenstufe

ab 9. Klasse

Altersempfehlung

ab 14 Jahre

Unterrichtsfächer

Ethik, Praktische Philosophie, Philosophie, Religion

Themen

Tod, Trauer, Familie, Erziehung, Adoption, Armut, (Pflege-/Adoptiv-)Familie

Kinostart

07.10.2021

Inhalt


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In einer kleinen nordirischen Stadt kümmert sich der alleinerziehende Vater John liebevoll um seinen vierjährigen Sohn Michael. Doch eine tödliche Krankheit überschattet das Miteinander der beiden: John steht nicht nur vor der Aufgabe eine neue Familie für Michael zu finden, sondern auch vor der Frage, wie man seinem Kind den eigenen Tod erklären kann. Der junge Vater muss dabei einerseits feststellen, wie er immer mehr an Kraft verliert, und das als Mitglied der Arbeiterschaft, andererseits auch wie sein Sohn immer mehr entdeckt, dass mit Papa etwas nicht stimmt. So muss er dem Vierjährigen dann auch die Frage beantworten: „Was ist Tod?“. Johns Suche nach der passenden Adoptivfamilie stellt eine weitere Schwierigkeit dar – für wen soll er sich entscheiden? Für die Eltern, die bereits das Kinderzimmer gestrichen und einen Platz an einer Privatschule gebucht haben oder für die Familie, die aus sechs weiteren Pflegekindern besteht und Platz für jeden hat?

Umsetzung


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Obwohl bei einem nordirischen Sozialdrama über einen sterbenden, alleinerziehenden Vater wohl alle Klischee-Alarmglocken schrillen, schafft der Film es stets auf Augenhöhe zu sein: Im bildlichen Sinne zum Beispiel dadurch, dass der Hauptprotagonist als Fensterputzer arbeitet und so als Arbeiter immer wieder mit seiner Leiter auf Augenhöhe mit der „besseren Gesellschaft“ ist – indem er durch ihre Fenster ihr Leben anschaut. Oder im wortwörtlichen Sinne, wenn nur eine der potentiellen Adoptivmütter auf Augenhöhe mit Michael geht, sich zu ihm setzt und sich mit ihm individuell beschäftigt. Und auch der Film bleibt auf Augenhöhe mit seinen Figuren – verurteilt nicht die Mutter, die es nicht geschafft hat zu bleiben oder John, der die Wohnung von ihm und Michael eher spärlich, aber mit Liebe für den Vierjährigen eingerichtet hat.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Was ist Tod?“ Diese kurze Frage Michaels an seinen Vater ist alles andere als eine simple Frage – auch für den Unterricht nicht. Während sie vor allem in den Lehrplänen der neunten und zehnten Klassen auftaucht, findet John eine Erklärung, die sowohl kindgerecht als auch vom Glauben unabhängig ist. Schüler*innen können diese Antwort nutzen, um sie mit anderen (beispielsweise religiösen) Erklärungsansätzen zu vergleichen. Hier kann der Blick der Schüler*innen auch auf die Versuche der anderen Figuren gelenkt werden (Sozialpädagoginnen, Kundin), die John Ratschläge geben, wie er seinem Sohn den Tod beibringen könnte. Außerdem lohnt sich ein Blick auf das Motiv des Fensters, das immer wieder im Film auftaucht: Durch das Fenster hinein in das Leben Anderer schauen, aber auch durch das Fenster heraus einen Blick auf die Welt haben. Hier würde sich ein Vergleich der Expositionen von DAS FENSTER ZUM HOF und NOWHERE SPECIAL anbieten, der den bekannten Filmbeginn von Alfred Hitchcock umdreht, so aber ebenfalls die Hauptfigur zu charakterisieren weiß.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autorin: Kerstin Groth, 27.09.2021, letzte Aktualisierung: 30.09.2021

Regie

Uberto Pasolini

Buch

Uberto Pasolini

Darsteller/innen

James Norton, Daniel Lamont, Eileen O' Higgins u. a.

Länge

96 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung, englische Originalfassung

Format

digital, Farbe

FSK

ab 6 Jahre

Verleih

Piffl Medien

Festivals

2020 Venedig International Film Festival Orrizonti: Premio Bisata d'Oro; 2021 Pula International Film Festival: Bester Film & Publikumspreis; 2021 Valladolid International Film Festival: Publikumspreis; 2021 Warsaw International Film Festival: Publikumspreis

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