Filmplakat Paulas Geheimnis

Paulas Geheimnis

Deutschland, 2006

Obwohl Paula elf Jahre und vier Monate alt ist – also fast zwölf Jahre – wird sie von ihrem Vater immer noch Püppchen genannt. Einen Ausweg aus dieser peinlichen Lage verspricht immerhin der schöne Märchenprinz, dem Paula ihr geheimes Tagebuch widmet. Eines Tages wird eben dieses von Gleichaltrigen in der U-Bahn gestohlen.

Originaltitel

Paulas Geheimnis

Genre

Drama, Jugendfilm, Kinder- und Jugendfilm

Klassenstufe

3. bis 8. Klasse

Altersempfehlung

8 bis 13 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Religion, Ethik

Themen

Außenseiter, Erwachsenwerden, Liebe, Familie, Geflüchtete, Gender/Geschlechterrollen, Kriminalität, Schule

Kinostart

13.09.2007

Inhalt


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Obwohl Paula elf Jahre und vier Monate alt ist – also fast zwölf Jahre – wird sie von ihrem Vater immer noch Püppchen genannt. Einen Ausweg aus dieser peinlichen Lage verspricht immerhin der schöne Märchenprinz, dem Paula ihr geheimes Tagebuch widmet. Eines Tages wird eben dieses von Gleichaltrigen in der U-Bahn gestohlen. Paulas wohlhabende Eltern verstehen nicht, weshalb ihre Tochter dermaßen niedergeschlagen ist und buchen für sie zum Ausgleich erst einmal Ferien in einem Ferienclub auf Sylt. Tobi aber, ein dicklicher Junge aus Paulas Klasse, der noch dazu in sie verliebt ist, hat alles beobachtet und bietet Paula ein Geschäft an: Paula muss Tobi Englisch-Nachhilfe geben, dafür hilft er ihr bei der Verfolgung der Tagebuch-Diebe. Widerwillig geht Paula darauf ein, statt Paula wird Tobis Schwester nach Sylt geschickt und tatsächlich scheint der Plan zu funktionieren. Paula und Tobi kommen einer Gangsterbande auf die Schliche, die rumänische Kinder zum Stehlen zwingt.

Umsetzung


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Realität und Traum gehen in Paulas Wahrnehmung fließend ineinander über. Gerade wenn der Alltag wieder einmal allzu trist wird, flieht das Mädchen in ihrer Fantasie in goldgelbe Felder, um dort ihren Traummann zu treffen. In hartem Gegensatz dazu spielt sich das Leben der rumänischen Kinder ab, die von den vernarbten Kriminellen in schäbigen, düsteren Wohnungen nahe der Reeperbahn gefangen gehalten und ausgebeutet werden. Dramaturgisch treibt dieser Strang der Handlung die Geschichte voran und verwickelt Paula und Tobi in immer größere Gefahren. Die märchenhafte Geschichte von Paula und ihrem Prinzen wandelt sich zum Krimi, der seinen Showdown im Hamburger Hafen findet.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Ernsthaft und zugleich humorvoll erzählt Gernot Krää die Geschichte eines Mädchens, das sich allmählich von ihrem perfekten Märchenprinzen verabschiedet und zunehmend die Eigenheiten ihrer realen Mitmenschen zu schätzen lernt. Damit bietet der Film eine spielerische Grundlage zur Auseinandersetzung mit Wunschbildern und scheinbar idealen Mädchen/Frauen und Jungen/Männern, gerade wenn es um die erste Liebe geht. Zudem greift der Film das Bedürfnis von Kindern auf – spätestens im Alter von Paula – endlich von den Erwachsenen ernst genommen zu werden, Verantwortung zu übernehmen und die eigenen Ziele zu verfolgen: Paula will nicht länger das "Püppchen" sein, und Tobi teilt die Zukunftspläne seines Vaters für ihn nicht. Anhand der Entwicklung von Paula und Tobi lassen sich diese Veränderungen gut nachvollziehen und mit den eigenen Wünschen in Verbindung setzen.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor: Stefan Stiletto, 01.08.2007, letzte Aktualisierung: 15.05.2020

Regie

Gernot Krää

Buch

Gernot Krää

Darsteller/innen

Thelma Heintzelmann, Paul Vincent de Wall, Constanze Spranger, Alberto Berisa, Jülide Girisken, Jürgen Vogel, Karina Krawczyk, Marek Harloff, Claudia Michelsen, Christian Leonard, Leslie Malton u.a.

Länge

96 Min

Sprachfassung

Deutsche Fassung

Format

35mm, Farbe

FSK

ab 6 Jahre

FBW

Prädikat „besonders wertvoll“

Verleih

farbfilm verleih

Festivals

LUCAS-Preis, Internationales Kinderfilmfestival LUCAS, Frankfurt 2006; Empfehlung des Arbeitskreises Filmbildung (AKF)

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