Joyland
ab 10. Klasse / ab 15 Jahre
Khawaja Sira – heißt „transgender“ auf Urdu. Biba ist Khawaja Sira und Tänzerin in einem der ehemals prestigeträchtigen Mujra Theater. Dort lernt sie Haider kennen. Einen ihrer Backgroundtänzer, der eigentlich gar nicht tanzen kann. Eigentlich ist Haider verheiratet und eigentlich weiß er gar nicht, was da überhaupt gerade passiert ist. „Du solltest mal nach Karatschi fahren“, rät ihm Biba, „du wirst sehen, wie groß der Ozean ist, und wie klein der Mensch.“
Vermeer - Reise ins Licht
ab 9. Klasse / ab 14 Jahre
Welche Schwierigkeiten zu meistern sind, um eine Ausstellung mit globaler Beteiligung zu organisieren, zeigt der Dokumentarfilm von Suzanne Raes anhand der im Frühjahr 2023 im Rijksmuseum zu besichtigenden einmaligen Werkschau des niederländischen Genremalers Jan Vermeer van Delft. Neben den Gemälden und deren fast detektivischer Untersuchung auf Echtheit stehen auch Beteiligte wie Restaurator*innen und Kurator*innen im Fokus und geben Einblicke in den globalen Kunst-und Museumsbetrieb.
Fremont
ab 9. Klasse / ab 14 Jahre
Worin liegt das Glück? Die Afghanin Donya verfasst kurze Sinnsprüche für eine chinesische Glückskeksfabrik in Kalifornien. Doch sie selbst weiß nicht recht, wie sie nach der Flucht aus ihrem Heimatland wieder glücklich werden kann und ob sie sich das überhaupt zugestehen darf. Der lakonische Schwarz-Weiß-Film besticht durch skurrile Situationen, subtilen Humor und eine leise Poesie.
La Singla
ab 9. Klasse / ab 14 Jahre
LA SINGLA nimmt uns mit auf eine spannende Reise durch Spanien auf den Spuren der Flamenco-Tänzerin La Singla. Einst weltbekannt und für ihren virtuosen Tanz verehrt, gilt die gehörlose Tänzerin aus Barcelona seit 50 Jahren als verschollen. In einer Mischung aus Dokumentar- und Spielfilm versucht die Filmemacherin Paloma Zapata Licht ins Dunkel zu bringen und La Singla ausfindig zu machen. Eine mitreißende Biografie über eine faszinierende Künstlerin.
Titina - Ein tierisches ...
ab 3. Klasse / ab 8 Jahre
Im Animationsfilm-Abenteuer treten der Norweger Roald Amundsen und der Italiener Umberto Nobile anno 1926 eine Luftschiff-Expedition an, um als erste Menschen den Nordpol zu erreichen. Die Filmemacherin Kajsa Næss kombiniert die Schilderung der wahren Ereignisse mit erfundenen Einschüben und einem eigenen Blick, der den Fokus auf die Innenwelt der Hauptfiguren legt. Als Mittlerin fungiert die titelgebende Hündin, aus deren Sicht der Film erzählt.
Tori & Lokita
ab 11. Klasse / ab 16 Jahre
Lokita ist eine junge Erwachsene aus Benin, die in Belgien für ihre Aufenthaltsgenehmigung kämpfen muss. Gleichzeitig schuldet sie den Schleusern noch Geld und muss ihre Mutter in Benin finanziell unterstützen. In ihrer Not arbeitet sie illegal für einen Drogenhändler. Der kleine Tori ist der Einzige, der Lokita in dieser äußerst schwierigen Situation unterstützt.
Die Theorie von Allem
ab 11. Klasse / ab 16 Jahre
Regisseur Timm Kröger spielt in seinem in schwarzweiß gedrehten Film gekonnt mit verschiedenen Genres. Angesiedelt 1962 während eines aus dem Ruder gelaufenen Wissenschaftlerkongresses in den Schweizer Alpen, erschafft er einen bedrohlichen, in sich geschlossenen Mikrokosmos, wo Realitäten, Projektionen und vielleicht auch Wahnvorstellungen des jungen Protagonisten, einem vielversprechenden Physikdoktoranden, zusehends miteinander verschwimmen und mehr Fragen aufwerfen, als beantwortet werden.
Yuku und die Blume des Himalaya
Vorschule - 3. Klasse / 5 - 8 Jahre
In dem stilistisch schön umgesetzten Animationsfilm bricht die kleine Maus Yuku zum Himalaya auf, um dort eine besondere Blume für ihre sterbende Großmutter zu finden. Auf dem Weg stimmt Yuku viele Lieder mit allerhand Tieren an, wobei sie viel über das Leben lernt. So verbindet der Musik-Kinderfilm aus Frankreich, Belgien und der Schweiz verschiedene Lebensweisheiten zum pittoresken Porträt einer Maus am Ende ihrer Kindheit.
Auf der Kippe
ab 8. Klasse / ab 13 Jahre
Wie kann sich die Lausitz nach dem absehbaren Ende des Braunkohletagebaus neu erfinden? Mit dieser Frage befasst sich in ruhigen Bildfolgen Britt Beyers Dokumentarfilm, der mehrere Lausitzer*innen vom Oberbürgermeister bis zur Umweltaktivistin porträtiert. Auf unterschiedliche Weise setzen sie sich für einen nachhaltigen sozialen Strukturwandel ein, der die Fehler der folgenreichen Deindustrialisierung nach dem Zusammenbruch der DDR nicht wiederholt.
Spielen oder nicht spielen
ab 9. Klasse / ab 14 Jahre
„Spielen oder nicht spielen“ – die Bezugnahme auf das bekannte Zitat „Sein oder Nichtsein…“ ist ein deutlicher Hinweis, dass es für die Protagonistinnen Yulia und Lucy um alles geht: Sie wollen professionell Theater spielen, und zwar nicht trotz oder wegen, sondern mit ihrer körperlichen Behinderung. Während Lucy schon beeindruckende Erfahrungen gesammelt hat, bewirbt sich Yulia um einen Ausbildungsplatz im „Inklusiven Schauspielstudio“ am Schauspiel Wuppertal.
Das fliegende Klassenzimmer
3. - 6. Klasse / 8 - 11 Jahre
Die dreizehnjährige Martina aus Berlin bekommt die Chance auf ein Stipendium in einem Internat in Südtirol. Als sie in dem ländlichen Kirchberg ankommt, findet sie sich gleich in den Rivalitäten zwischen den Internen und den Externen des Gymnasiums wieder. Gemeinsam mit ihren neuen Freund*innen Jo, Matze und Uli stellt sie sich den Herausforderungen des Schulalltags und erlebt dort einige Abenteuer. Erst ein dramatisches Ereignis verändert die Situation.
Anselm - Das Rauschen der Zeit
ab 11. Klasse / ab 16 Jahre
Deutschland, ein Trümmerbild – für Wim Wenders ist Anselm Kiefer nicht nur der wichtigste deutsche Künstler, sondern auch Zeitgenosse. Der Filmemacher dokumentiert Kiefers lebenslange Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, ein schmerzhafter Prozess zwischen Provokation und Trauer, Philosophie und Mythos. Während wir den Bildhauer bei der Arbeit sehen, macht eine komplexe Montage von Archiv- und Spielszenen das riesenhafte Werk auch für Laien verständlich.
Checker Tobi und die Reise zu ...
ab 2. Klasse / ab 7 Jahre
Auf zu einer neuen Abenteuerreise rund um die Welt! In seinem zweiten Kinofilm besucht „Checker Tobi“ eine Höhle in Vietnam, Nomaden in der Mongolei und einen indigenen Aktivisten im Regenwald des Amazonas. Verpackt in die fiktive Geschichte einer spannenden Schatzsuche zeigt der Film dabei globale Zusammenhänge auf, ohne den pädagogischen Zeigefinger zu erheben. Eine Einladung für Groß und Klein zum Schauen und Staunen und ein Plädoyer für eine Annäherung an das dokumentarische Format.
The Lost King
ab 8. Klasse / ab 13 Jahre
Philippa Langley, eine vom Job enttäuschte und vom Familienleben gestresste Frau aus dem schottischen Edinburgh, entwickelt plötzlich eine Obsession für den berühmt-berüchtigten Monarchen Richard III. Zusammen mit Gleichgesinnten beginnt sie nach seinen lang verschollenen sterblichen Überresten zu forschen. Nach realen Ereignissen inszeniert Altmeister Stephen Frears eine vergnügliche und gleichzeitig tiefsinnige Geschichtslektion.
Blue Jean
ab 11. Klasse / ab 16 Jahre
Als die junge, lesbische Sportlehrerin Jean 1988 in einer englischen Lesbenbar auf eine ihrer Schülerinnen trifft, muss sie eine Entscheidung fällen. Denn durch Thatchers homophobes Gesetz – der „Section 28“ – würde ein Outing von Jean zu ihrer sofortigen Kündigung als Lehrerin führen. Und dann ist da noch die Jugendliche Lois, die Schülerin von Jean, die sich gerade mitten in ihrem Coming-Out befindet und die durch ihr mutiges Verhalten auffällt.
Total Trust
ab 10. Klasse / ab 15 Jahre
Menschenrechtsaktivist*innen in einem Überwachungsstaat: TOTAL TRUST dokumentiert die Situation von zwei regimekritischen Familien und einer Journalistin in der Volksrepublik China, wo angeblich 98 Prozent der Bevölkerung seiner Regierung vertraut. Der Film legt dar, wie anhand digitaler Technologien nicht nur jeder und jede überwacht, sondern ein Klima der Angst geschaffen wird, das jegliches unerwünschtes Verhalten im Keim ersticken soll.
Eren
ab 10. Klasse / ab 15 Jahre
„Sexualisierte Gewalt ist eine der schlimmsten Formen der Folter.“ betonte die Menschenrechtlerin und Rechtsanwältin Eren Keskin schon vor 20 Jahren in einer Reportage. Das filmische Porträt begleitet Eren Keskin bei ihrem immer noch andauernden Kampf gegen Menschenrechtsverletzungen wie Femizide, Folter und Unterdückung von Minderheiten. Keskins Gespräche mit Betroffenen, mit Familie und Freunden verschaffen einen Überblick über die politische Geschichte und sozio-kulturelle Facetten der Türkei.
Das Kombinat
ab 8. Klasse / ab 13 Jahre
Neun Jahre lang hat der Filmemacher Moritz Springer das Kartoffelkombinat aus München mit der Kamera begleitet, eine genossenschaftliche Gärtnerei, die das Konzept der solidarischen Landwirtschaft praktiziert. Die geerdete Langzeitbeobachtung informiert am konkreten Beispiel über die Idee hinter dem ökologischen Anbau. Dabei werden auch Hürden auf dem Weg zu einer anderen Landwirtschaft dokumentiert.
Oskar Fischinger - Musik für die ...
ab 7. Klasse / ab 12 Jahre
Mit seinen abstrakten Filmen zu rhythmischen Musikstücken hat Oskar Fischinger schon in den 1930er Jahren das heutige Musikvideo vorweggenommen. Der kenntnisreiche Dokumentarfilm von Harald Pulch beleuchtet Leben und Werk des Animationsfilmkünstlers, der 1936 in die USA emigrierte. Das zentrale Gerüst bilden dabei Auszüge aus einem langen Interview mit der Witwe Elfriede Fischinger aus dem Jahr 1993 und viele Ausschnitte aus Fischingers musikalischen Filmwerken.
Vergiss Meyn Nicht
ab 9. Klasse / ab 14 Jahre
2018 verunglückte der Filmstudent Steffen Meyn während der Räumung des Hambacher Forsts tödlich. Der Dokumentarfilm basiert auf dem 360°-Videomaterial, das Meyn als innerer Beobachter des Protests erstellt hat. Das Ergebnis kombiniert unmittelbare Einblicke in den Protest vor Ort mit nachträglich geführten Interviews. Trotz einseitiger Perspektive auf den aktivistischen Widerstand lässt der Film auch Zweifel an dessen Formen zu.
Orlando - Meine politische ...
ab 10. Klasse / ab 15 Jahre
Der queere, experimentelle Dokumentarfilm von Paul B. Preciado wurde auf der Berlinale 2023 vielfach gefeiert. Der Film ist ein Brief an Virginia Woolf und eine Auseinandersetzung mit ihrem Roman "Orlando". Preciado lässt 25 queere Menschen im Alter von 8 bis 70 Jahren als Orlando sprechen und thematisiert auch seine eigene Transition. Der Film ist poetisch, philosophisch, intim, mehrfach biografisch und queeres Empowerment.
Theatre of Violence
ab 11. Klasse / ab 16 Jahre
Jahrelang wurden von der paramilitärischen „Lord’s Resistance Army (LRA)“ in Uganda Gräueltaten verübt. Einer ihrer Kommandeure war der ehemalige Kindersoldat Dominic Ongwen. Als bisher einziger der Verantwortlichen wurde er 2021 für seine Verbrechen vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag angeklagt. War er nur Täter oder auch Opfer? Der Film begleitet den Prozess bei der komplexen Suche nach Wahrheit und Gerechtigkeit.
Neue Geschichten vom Franz
2. - 5. Klasse / 7 - 10 Jahre
Franz hatte sich so auf die Sommerferien zu dritt gefreut, aber Gabi und Eberhard streiten ständig. Da hilft nur eine gemeinsame Aktion, um sie wieder zusammen zu schweißen: Als Detektivbande versuchen sie das Geheimnis der mysteriösen Nachbarin Frau Berger zu lüften. Ist sie wirklich eine Verbrecherin? Der zweite Film nach der beliebten Kinderbuchreihe von Christine Nöstlinger feiert auf mitreißende Art die Freundschaft und stellt dabei kluge Fragen.
Feminism WTF
ab 9. Klasse / ab 14 Jahre
Der Dokumentarfilm reflektiert den Themenkomplex, der heute unter dem Begriff Feminismus verstanden wird. In mehreren Interviews mit Expert*innen, in Tanzszenen, Experimenten und anderem geht Regisseurin Katharina Mückstein essenziellen Fragestellungen des Feminismus nach. Dies schafft einen Dialog zwischen fachlich profunden Stimmen und der Regisseurin als verbindendes Element verschiedener Herangehensweisen. So gelingt eine vielgliedrige Darstellung des Feminismus.