40 Tage in der Wüste
ab 8. Klasse / ab 13 Jahre
Scheinbar ziellos wandert Jeshua (Jesus) auf der Suche nach Gott durch die Wüste. Gelegentlich erscheint ihm der Teufel als sein diabolischer Doppelgänger und versucht den Fastenden zu verunsichern. Als Jeshua einer Familie, die in der kargen Wildnis ein Haus baut, begegnet, entschließt er sich zu bleiben und der Familie zu helfen. Während sich der heranwachsende Sohn in die lebendige Stadt sehnt, verlangt sein Vater, dass er sein Haus in der Ödnis der Wüste baut. Jeshua vermittelt im Konflikt zwischen Vater und Sohn.
Es war einmal in Deutschland
ab 9. Klasse / ab 14 Jahre
David Bermann hat das KZ überlebt und versucht nun, sich mit einigen jüdischen Freunden das Geld für die Auswanderung nach Amerika zu verdienen. Mit Witz, Charme und kleinen Gaunereien verkaufen sie erfolgreich teure Bettwäsche an Hausfrauen. Aber David hat ein Geheimnis. Eine US-Offizierin verhört ihn, um zu erfahren, warum er zwei Pässe besitzt und ob er tatsächlich den Führer treffen sollte. Ein gelungene, lebensbejahende Tragikomödie zu einem ernsten Thema.
A United Kingdom
ab 7. Klasse / ab 12 Jahre
Der König von Botswana verliebt sich 1947 in eine Londoner Büroangestellte. Nicht nur beide Familien lehnen eine Heirat ab, sondern auch die Regierungen von Großbritannien und Südafrika. Das Paar wird zum Spielball unterschiedlicher politischer und wirtschaftlicher Interessen. Doch Seretse und Ruth stehen für ihre Werte und Überzeugungen ein. Der Film ist ein wahrer Mutmacher. Zueinander stehen, nicht aufgeben, Widerstände überwinden - für eine bessere Welt.
Die andere Seite der Hoffnung
ab 10. Klasse / ab 15 Jahre
In der skurrilen Tragikomödie von Aki Kaurismäki solidarisieren sich ein syrischer Flüchtling und ein finnischer Restaurantbesitzer samt Mitarbeitern. Die humanistische Botschaft vermittelt Kaurismäki mit seiner prägnanten filmischen Darstellungsweise, so dass „Die andere Seite der Hoffnung“ charmante Arthouse-Unterhaltung mit gesellschaftlicher Relevanz vereint. Auf der 67. Berlinale erhielt der Finne völlig nachvollziehbar den Silbernen Bären für die Beste Regie.
I Am Not Your Negro
ab 11. Klasse / ab 16 Jahre
Mit einem brillanten Filmessay ehrt Regisseur Raoul Peck den afroamerikanischen Schriftsteller James Baldwin (1924 - 1987) und belegt dessen noch immer aktuelle Thesen mit spektakulärem Bildmaterial. Warum mussten die Bürgerrechtsikonen Malcom X und Martin Luther King sterben? Welche desaströsen Mechanismen bedingen den amerikanischen Rassismus? Als Textquelle der Kompilation dienen ausschließlich Originalzitate, in der englischen Originalversion eingesprochen von Hollywoodstar Samuel L. Jackson.
Storm und der verbotene Brief
ab 7. Klasse / ab 12 Jahre
Antwerpen im Jahre 1521: Der 12-jährige Storm flieht vor der Inquisition, nachdem er die Druckplatte eines verbotenen Briefes von Martin Luther aus der Druckerei seines Vaters gerettet hat. Dieser wurde verhaftet und soll nun auf dem Scheiterhaufen hingerichtet werden. Wem kann Storm trauen und wie soll er seinen Vater aus dem Kerker befreien? Pünktlich zum Reformationsjahr bietet „Storm und der verbotene Brief“ einen spannenden Einstieg in die Materie.
Alles gut
ab 7. Klasse / ab 12 Jahre
Nach ihrer Ankunft in Hamburg begleitet der Dokumentarfilm zwei Flüchtlingskinder, die elfjährige Ghofran aus Syrien und den achtjährigen Djaner aus Mazedonien, ein Jahr lang auf ihrem Weg in Schule und Gesellschaft. So unterschiedlich ihre kulturelle und ethnische Herkunft ist, so sehr unterscheidet sich auch ihr mühevoller Prozess der Integration. Zögerlich lernt Ghofran ihr neues Leben wertzuschätzen, über Djaner und seiner Familie schwebt das Damoklesschwert drohender Abschiebung.
Der Himmel wird warten
ab 9. Klasse / ab 14 Jahre
Das französische Filmdrama zeigt, wie zwei junge Mädchen mit raffinierten Mitteln von Agenten des "Islamischen Staates" indoktriniert und für den Dschihad in Syrien angeworben werden. Am Beispiel einer Sozialarbeiterin macht er anschaulich, dass es mit sachkundiger Aufklärung und familiärem Rückhalt gelingen kann, radikalisierte Jugendliche zu "entgiften" und in ein selbstbestimmtes Leben zurückzuholen.
Bauer unser
ab 9. Klasse / ab 14 Jahre
Der Film zeigt Ausschnitte aus dem Alltag mehrerer grundverschieden arbeitender Bauernhöfe und damit zugleich verschiedene Überlebensstrategien ihrer Betreiber in einer von ökonomischen Zwängen dominierten Landwirtschaft. Die Bauern, aber auch Politiker sowie Mitarbeiter verschiedener Verbände und Stiftungen erläutern ihre jeweilige Sicht- und Vorgehensweisen. Insgesamt entsteht das Bild einer landwirtschaftlichen Sackgasse mit dem Namen „Gewinnmaximierung“ und es wird versucht, Auswege aufzuzeigen.
Mit siebzehn
ab 11. Klasse / ab 16 Jahre
Als die siebzehnjährigen Thomas und Damien, die sich in der Schule ständig prügeln, plötzlich in einem Haus zusammenwohnen, kommen sich die beiden aufgewühlten Jungen irgendwann näher. Ohne plumpe melodramatische Mechanismen zu bemühen, erzählt André Téchiné in seinem kraftvoll gespielten und unaufdringlich inszenierten Teenager-Drama von den Irrungen und Wirrungen der Pubertät, die seine Protagonisten durch ein Wechselbad der Gefühle schicken.
Die Häschenschule - Jagd nach ...
1. - 4. Klasse / 6 - 10 Jahre
Zu seinem Erstaunen landet der junge Großstadthase Max in der echten Häschenschule im Wald, wo die Hasenkinder sich gerade auf die Osterhasenprüfung vorbereiten und stolz über das riesige goldene Osterei wachen, das ihnen magische Kräfte verleiht. Aber die Fuchsfamilie will das Ei stehlen, um den Hasen ihre Rolle als Eierbringer zu Ostern zu entreißen. Gemeinsam mit seinen Freunden in der Häschenschule, gelingt es Max jedoch die Füchse zu überlisten.
Moonlight
ab 9. Klasse / ab 14 Jahre
Ein Leben in Momentaufnahmen: Der mit dem Oscar für den Besten Film ausgezeichnete Spielfilm „Moonlight“ beleuchtet drei entscheidende Phasen aus der Kindheit und Jugend des Afroamerikaners Chiron. Mit Mobbing und der Drogenabhängigkeit seiner Mutter konfrontiert, versucht er seinen Weg zu finden. Obwohl Chiron zu dem wird, was sein Umfeld ihm gewissermaßen in die Wiege legt, läuft der Film durch seine poetische und vielschichtige Inszenierung Klischees zuwider. Vielmehr stellt er Vorstellungen von Männlichkeit infrage und zeigt sensibel den schwierigen Prozess einer Identitätsbildung unter widrigen Umständen.
Little Men
ab 7. Klasse / ab 12 Jahre
„Little Men“ erzählt von der Freundschaft Jake und Tonys und der Geschichte eines Mietstreits zwischen ihren Eltern. Dieser berührt die Jungen zunächst wenig, zu sehr sind sie mit ihren eigenen Zukunftsplänen beschäftigt. Doch der Konflikt wird immer präsenter und sie suchen ihren eigenen, gemeinsamen Weg, damit umzugehen. In eindrucksvollen Bildern und ungezierten Dialogen erzählt Ira Sachs vom Erwachsenwerden in einer modernen Großstadt im Wandel.
Der junge Karl Marx
ab 9. Klasse / ab 14 Jahre
Preußen anno 1843: Der junge Redakteur Karl Marx will die Welt nicht mehr interpretieren, sondern verändern. Proletarier aller Länder, vereinigt euch! Der Fabrikantensohn Friedrich Engels wird zu seinem unverzichtbaren Kompagnon. Von der monarchistischen Geheimpolizei ins Londoner Exil vertrieben, verfassen sie das Kommunistische Manifest. Spannend und anschaulich vermittelt Regisseur Raoul Peck die Geburt einer Idee, die tatsächlich die Welt veränderte – umstritten und aktuell bis heute.
Offline - Das Leben ist kein ...
ab 7. Klasse / ab 12 Jahre
Der 17-jährige Jan ist im ‚realen Leben‘ zurückhaltend und schüchtern, in der ‚virtuellen Welt‘ der Online-Computerspiele aber ein anerkannter und heldenhafter Krieger. Während der Vorbereitung für ein großes Online-Turnier wird Jans Account gehackt – eine Katastrophe für ihn. Gemeinsam mit einem weiteren Hacker-Opfer, der ungestümen Karo, versucht Jan seinen virtuellen Status zurückzuerobern. Nun muss er sich auch in der Offline-Welt beweisen.
Neruda
ab 11. Klasse / ab 16 Jahre
Als die chilenische Regierung unter Präsident Videla die politische Immunität des kommunistischen Senators und Schriftstellers Pablo Neruda aufhebt, muss dieser abtauchen und liefert sich fortan ein Katz-und-Maus-Spiel mit einem ehrgeizigen Ermittler. Pablo Larraín entwirft ein zwischen Fakten und Fiktionen pendelndes biografisches Drama, das dem Zuschauer den Titelhelden und das gesellschaftliche Klima in Chile Ende der 1940er Jahre nahebringt.
Mein Leben als Zucchini
ab 4. Klasse / ab 9 Jahre
Nach dem seltsamen Tod seiner Mutter kommt der neunjährige Icare, genannt Zucchini, ins Kinderheim. Anfangs fällt das Einleben schwer, doch schon bald findet Zucchini neue Freunde und erfährt zum ersten Mal, was Freundschaft, Liebe und Solidarität bedeuten. Dem Puppentrickfilm von Claude Barras gelingt es mit einer leichten, optimistischen Erzählweise und expressiver Bildsprache schwierige Themen wie Tod, Verlust und Gewalt kindgerecht zu vermitteln.
Empörung
ab 10. Klasse / ab 15 Jahre
Autor und Produzent James Schamus adaptiert den 2008 veröffentlichten Roman „Empörung“ von Philip Roth – und übernimmt die Regie zum ersten Mal selbst. Heraus gekommen ist ein absolut klar strukturiertes Gesellschaftsdrama um einen Internatsschüler in den 1950er-Jahren, das die Konzentration auf die präzisen Dialoge und das erlesen besetzte Ensemble lenkt.
Enklave
ab 8. Klasse / ab 13 Jahre
KFOR steht auf dem monströsen Gefährt, das den serbischen Jungen Nenad jeden Tag zur Schule bringt – es ist ein Panzer, und Nenad der letzte verbliebene Schüler. Fünf Jahre nach Ende des Kosovokriegs von 1999 ist die Situation der Minderheit auf albanischem Gebiet noch immer desolat. Können die Kinder den Hass überwinden? In poetischen Bildern zeigt die deutsch-serbische Koproduktion die Kriegsfolgen aus Kinderaugen und appelliert an universelle Werte.
Fences
ab 10. Klasse / ab 15 Jahre
In seinem Regiedebüt „Fences“ adaptiert der zweifache Oscar-Preisträger Denzel Washington das 1983 publizierte Theaterstück des US-Dramatikers August Wilson und konzentriert sich ganz im Sinn der Vorlage auf die Dialoge und Figuren. So entsteht ein vielschichtiges Porträt einer afroamerikanischen Familie in den 1950er-Jahren, das von starken schauspielerischen Leistungen lebt und für vier Oscars nominiert wurde.
Timm Thaler oder das verkaufte ...
3. - 7. Klasse / 8 - 12 Jahre
Ein zwölf Jahre alter Junge verkauft sein Lachen und lässt sich damit auf einen Handel mit dem Teufel ein. Die ebenso eigenwillige wie liebenswürdige Geschichte über Timm Thaler stammt ursprünglich von James Krüss. Jetzt ist sie erstmals für das Kino bearbeitet worden – eine Herzensangelegenheit für Regisseur Andreas Dresen, der einen klugen und unterhaltsamen Film geschaffen hat.
Hidden Figures - Unerkannte ...
ab 9. Klasse / ab 14 Jahre
Basierend auf wahren Begebenheiten erzählt der Film aus dem Leben dreier Naturwissenschaftlerinnen, die in den USA der 1960er-Jahren außerordentliche Erfolge als Angestellte bei der NASA erzielen. Allerdings ist ihr Arbeitsleben geprägt von Alltagsrassismus und Diskriminierungserfahrungen, denn sie sind Afroamerikanerinnen. Ihre Geschichte wird im Film zu einer Parabel über den Kampf um die Anerkennung schwarzer Frauen als einflussreicher Teil der US-amerikanischen Gesellschaft.
Nicht ohne uns!
ab 5. Klasse / ab 10 Jahre
Träume und Ziele haben alle Kinder, egal wie und wo sie aufwachsen. In 16 einnehmenden Porträts begleitet die Filmemacherin Sigrid Klausmann Kinder aus aller Welt auf dem Weg zur Schule und lässt sie unterwegs von sich und ihren Gedanken erzählen. Unterschiede und Gemeinsamkeiten werden deutlich, die spannende Impulse für interkulturelle Vergleiche, Recherchen und Selbstbefragungen rund um die Themen Kindheit, Bildung, Ökologie und Zukunft bieten.
Der die Zeichen liest
ab 10. Klasse / ab 15 Jahre
Mit Mitteln grotesk-satirischer Überzeichnung erzählt das Außenseiter-Drama von einem Kaliningrader Schüler, der sich wegen leicht bekleideter Mitschülerinnen beim Schwimmunterricht in seinen religiösen Gefühlen verletzt sieht und sich weigert teilzunehmen. Immerzu Bibelstellen zitierend begibt sich der selbsternannte Prophet des Jüngsten Gerichts auf einen Kreuzzug gegen seine angeblich gottvergessene Umgebung, in der ihm einzig die aufgeklärte Biologielehrerin Paroli zu bieten vermag.