Filmplakat zu "Simons Geheimnis"

Simons Geheimnis

Kanada, 2008

Der Jugendliche Simon verbreitet unter seinen Mitschülern in Toronto und im Internet eine unglaubliche Story: Er sei der Sohn eines Palästinensers, der seiner arglosen schwangeren Verlobten vor einem Flug nach Israel einst eine Bombe ins Gepäck geschmuggelt habe, die beim Sicherheitscheck entdeckt worden sei. Der Schüler bekommt darauf eine Vielzahl unterschiedlichster, schwer zusammen zu bringender Reaktionen, die dem medialen Spiel zwischen Kommunikation, Schein und Realität zunehmend eine Eigendynamik verleihen. Nur seine Französischlehrerin, Ex-Frau von Simons Vater, scheint zu wissen, dass sich der Junge über die virtuelle Identifikation seine fiktionale Welt schafft. Simon, dessen Eltern tatsächlich bei einem Autounfall gestorben sind, setzt sich mit dem Geheimnis seiner Familie auseinander und begibt sich auf die Suche nach der eigenen Identität.

Originaltitel

Simons Geheimnis

Genre

Drama

Klassenstufe

ab 9. Klasse

Altersempfehlung

ab 14 Jahre

Unterrichtsfächer

Religion, Ethik, Philosophie, Sozialkunde, Deutsch, Englisch, Kunst

Themen

Erwachsenwerden, Jugend, Familie, Identität, Schule, Medien, Kommunikation, Religion, (In-)Toleranz, Vorurteile, Terrorismus

Kinostart

21.05.2009

Inhalt


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Der Jugendliche Simon verbreitet unter seinen Mitschülern in Toronto und im Internet eine unglaubliche Story: Er sei der Sohn eines Palästinensers, der seiner arglosen schwangeren Verlobten vor einem Flug nach Israel einst eine Bombe ins Gepäck geschmuggelt habe, die beim Sicherheitscheck entdeckt worden sei. Der Schüler bekommt darauf eine Vielzahl unterschiedlichster, schwer zusammen zu bringender Reaktionen, die dem medialen Spiel zwischen Kommunikation, Schein und Realität zunehmend eine Eigendynamik verleihen. Nur seine Französischlehrerin, Ex-Frau von Simons Vater, scheint zu wissen, dass sich der Junge über die virtuelle Identifikation seine fiktionale Welt schafft. Simon, dessen Eltern tatsächlich bei einem Autounfall gestorben sind, setzt sich mit dem Geheimnis seiner Familie auseinander und begibt sich auf die Suche nach der eigenen Identität.

Umsetzung


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Nichtlinear erzählt, mit Anleihen bei der Filmsprache des Melodram versucht die symbolisch aufgeladene, langsam entwickelte Geschichte unterschiedliche Zeit-, Raum- und Affektdimensionen eines ausgreifenden Familiendramas und die Suche des jugendlichen Protagonisten nach seiner "Wahrheit" in Zeiten des Internet puzzleartig zu einem Ganzen zu verknüpfen. Die Rätsel bleiben erzählerisch zunächst in der Schwebe, bevor sie sich sukzessive, jedoch letztlich nie vollständig (auf) zu lösen vermögen. Die Parabel speist sich aus mehreren kunstvoll ineinander verschachtelten Handlungs- und Erzählsträngen einschließlich realer wie fantasierter Rückblenden mit immer wieder gebrochenen Perspektiven.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Selbst Schüler/innen der oberen Jahrgangsstufen dürften mit der Egoyan-typischen, ebenso unkonventionellen wie anspruchsvollen Erzählweise nicht besonders vertraut sein. Bei entsprechender Hinführung vermag die puzzleartige Dramaturgie einer komplexen Geschichte mit komplexen Charakteren für sie jedoch einen eigentümlichen Reiz zu entwickeln, immer mehr in das Patchwork hineinzufinden. Neben einer Erarbeitung der kunstvoll verwendeten filmischen Mittel bieten sich für die Auseinandersetzung im Fächer übergreifenden Unterricht eine Reihe thematischer, sehr jugendaffiner Anknüpfungsmöglichkeiten im Spannungsfeld von Medien, Realität und Identität: Indem der Film zeigt, wie sich der Protagonist über Leerstellen in seiner Herkunftsgeschichte mit Fragen seines gegenwärtigen wie zukünftigen Lebens auseinandersetzen muss, wird exemplarisch begreifbar, wie unhinterfragte Selbsteinschätzungen, Stereotypen, Klischees und Vorurteile, auch gegenüber existentiellen Fragen von Religion und Weltanschauung, reflektiert werden können.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor: Reinhard Middel, letzte Aktualisierung: 05.10.2016

Regie

Atom Egoyan

Buch

Atom Egoyan

Darsteller/innen

Arsinée Khanjian, Devon Bostick, Scott Speedman, Rachel Blanchard, Noam Jenkins u. a.

Länge

101 Min

Sprachfassung

deutsche Synchronfassung / Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Format

35mm

FSK

ab 12 Jahre

Verleih

X-Verleih

Festivals

Cannes 2009: Preis der Ökumenischen Jury

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