Filmplakat The Whale and the Raven

The Whale and the Raven

Deutschland, Kanada 2019

Die Fjordlandschaft im kanadischen British Columbia ist ein stiller, ruhiger Ort. Manchmal ertönt Walgesang durch die Lautsprecher der dort arbeitenden Forscher*innen. Die friedliche Stimmung wird jedoch jäh unterbrochen durch Frachtschiffe und den mit ihnen verbunden Lärm. Tierschutzorganisationen, indigene Bevölkerung und Forscher*innen kämpfen gemeinsam gegen eine geplante Gastankerroute und werben für einen respektvollen Umgang mit der Natur und ihren tierischen Bewohnern.

Genre

Dokumentarfilm

Klassenstufe

ab 8. Klasse

Altersempfehlung

ab 13 Jahre

Unterrichtsfächer

Biologie, Erdkunde, Englisch, Politik, Wirtschaft, Ethik, Philosophie, Religion

Themen

Wale, Tradition, Kultur, Respekt, Ernährung, Forschung, Wirtschaft, Gesellschaft, Natur Umwelt/Umweltschutz, Tierschutz, Kanada, First Nations, Indigene

Kinostart

05.09.2019

Inhalt


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Regisseurin Mirjam Leuze begleitet die beiden Walforschenden Janie Wray und Hermann Meuter bei ihrer Arbeit in British Columbia. Die stille Fjordlandschaft dort ist gerade für Buckel- und Schwertwale ein idealer Lebensraum. Ihr ruhiges Dasein wird allerdings seit einigen Jahren von der Öl- und (inzwischen auch) Flüssiggasindustrie bedroht. Zwar wurde eine geplante Öltankerroute nach Asien bereits gestoppt, aktuelle Pläne für die Gastanker stoßen hingegen in Regierung und Bevölkerung kaum auf Kritik. Wie sich das Leben der Wale dadurch entwickeln wird, ist nicht abzusehen. Fakt ist jedoch, dass der Lärm und die Gefahren, die alleine von derartigen Schiffen selbst ausgehen, einen ernsten Eingriff in den Lebensraum darstellen. Tierschutzorganisationen, First Nations (Ureinwohner*innen) und Forscher*innen werben gemeinsam für einen respektvollen Umgang mit Natur und Tieren. Dabei wirft der Film auch die Frage auf, ob wir Menschen das Recht haben, die Welt ausschließlich nach unseren Bedürfnissen zu formen.

Umsetzung


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Die ersten fünf Minuten des Films fungieren als Exposition, in der die Hauptakteure auf der Bildebene und der zentrale Konflikt auf der Tonebene eingeführt werden. Bild und Ton arbeiten Hand in Hand, etwa wenn ruhige Szenen, plötzlich aufgewühlt durch den Schiffsverkehr, von wilden, aufgeregten Sequenzen abgelöst werden. Gerade der Filmton spielt eine essentielle Rolle: Durch Aufnahmen von Unterwassermikrofonen können Zuschauer*innen an den Geräuschen unter der Meeresoberfläche teilhaben. Dies schafft Raum für Identifikation. Inhaltlich kommen neben Wissenschaftler*innen auch regionale Aktive und Befürworter*innen des wirtschaftlichen Ausbaus zu Wort. Die Wichtigkeit der respektvollen Verbundenheit von Kultur, Natur und menschlicher (industrieller) Nutzung von Lebensräumen wird anhand animierter Sequenzen deutlich, die traditionelle Überlieferungen der First Nations illustrieren.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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In Biologie bietet der Wal als Lebewesen Anknüpfungspunkte, in Erdkunde und Politik stehen industrielle Einflüsse auf die Umwelt im Mittelpunkt. Gerade angesichts der „Fridays for Future“-Bewegung lohnt eine Beschäftigung mit der umstrittenen Gas-Fördermethode Fracking. Insgesamt können Alternativen diskutiert werden, die das Zusammenleben von Mensch, Tier und Natur künftig weniger beanspruchen. Im Englischunterricht können die First Nations, ihre Traditionen und gesellschaftliche Stellung thematisiert werden. Spannend ist hier die Betrachtung der außenstehenden Regisseurin, die einen „weißen“ Blick auf die Situation vor Ort wirft. Probleme und Vorurteile durch Kolonialisierung rücken so in den Vordergrund. Filmanalytisch kann betrachtet werden, wie Bildaufbau (Schnitt, Einstellungsgrößen, Kameraperspektiven), Geräusche und Musik zur ruhigen und hypnotischen Wirkung des Films beitragen.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autorin: Caroline Fuchs, 30.08.2019, letzte Aktualisierung: 03.09.2019

Regie

Mirjam Leuze

Buch

Mirjam Leuze

Darsteller/innen

Mitwirkende: Janie Wray, Hermann Meuter, Helen Clifton, Patricia Lange, Roy Henry Vickers, Spencer Greening, Nicole Robinson, Archie Dundas, Marven Robinson, Philip Germuth, Katie Welsh, Julie Bits-Thorsen u. a.

Länge

106 Min

Sprachfassung

englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Format

digital, Farbe

FSK

ohne Alterschränkung

Verleih

mindjazz pictures

Festivals

(Auswahl 2019) DOK.fest München, NaturVision Filmfestival Ludwigsburg, Festival des deutschen Films Ludwigshafen, SWR Doku Festival Stuttgart

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