Filmplakat Vermeer - Reise ins Licht

Vermeer - Reise ins Licht

Niederlande 2023

Welche Schwierigkeiten zu meistern sind, um eine Ausstellung mit globaler Beteiligung zu organisieren, zeigt der Dokumentarfilm von Suzanne Raes anhand der im Frühjahr 2023 im Rijksmuseum zu besichtigenden einmaligen Werkschau des niederländischen Genremalers Jan Vermeer van Delft. Neben den Gemälden und deren fast detektivischer Untersuchung auf Echtheit stehen auch Beteiligte wie Restaurator*innen und Kurator*innen im Fokus und geben Einblicke in den globalen Kunst-und Museumsbetrieb.

Originaltitel

Dicht bij Vermeer

Genre

Dokumentarfilm

Klassenstufe

ab 9. Klasse

Altersempfehlung

ab 14 Jahre

Unterrichtsfächer

Kunst, Berufsorientierung, Wirtschaft/WAT

Themen

Kunst, Kulturbetrieb, Ausstellungen, Malerei, Künstler*innen

Kinostart

09.11.2023

Inhalt


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Der niederländische Maler Jan Vermeer van Delft (1632-1675) fasziniert seit langem viele Kunstliebhaber. Wenig Biografisches ist über den Künstler bekannt, der sein gesamtes Leben in Delft verbrachte. Sicher verbürgt sind von ihm 37 Gemälde erhalten. Das berühmteste dürfte wegen des Romans und der Verfilmung von Peter Webber “Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ sein. Eine Gesamtschau seiner überall auf der Welt verstreuten Bilder zusammenzustellen, ist eine langwierige und komplizierte Aufgabe, wie Suzanne Raes Dokumentarfilm erzählt und nachvollziehbar macht. Dabei verfolgt sie nicht nur den vorausgehenden Kurations- und Leihprozess. Neben den nah erfahrbaren Gemälden stellt sie auch die Menschen hinter den Kulissen in den Fokus, die mit Leidenschaft und teilweise detektivischem Geschick diese bisher einzigartige Ausstellung möglich machten, die im Frühjahr 2023 im Amsterdamer Rijksmuseum zu bestaunen war.

Umsetzung


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Besucher einer populären, Massen mobilisierenden Ausstellung machen sich eher selten Gedanken, wie diese Schau zustande kam und wer hinter der Auswahl steckt. Suzanne Raes macht diesen Prozess von Beginn an nachvollziehbar und erlaubt dadurch einen detaillierten Einblick in die Komplexität des internationalen Museumsbetriebs, wo Kunstwerke nicht nur ver- oder gekauft, sondern auch temporär getauscht werden. Zu Wort kommen Kurator*innen, Restaurator*innen, Vermeer-Expert*innen aus verschiedenen Ländern, die eines eint: die Liebe und Bewunderung für den Maler Vermeer, der mit seinem einzigartigen, intimen Malstil bis heute nachwirkt. Daneben verfolgt sie auch den Versuch, Vermeers technischen Hilfsmitteln zur Bildkomposition – möglicherweise eine Camera Obscura – oder seiner Verwendung von Farben auf die Spur zu kommen. Ein Indiz bei der hochtechnisierten Echtheitsprüfung, die letzte Fragen klärt, als berechtigte Zweifel aufkommen, ob einige Gemälde überhaupt vom Meister selbst stammen.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Dass die Beschäftigung mit alter, barocker bildender Kunst nicht nur bloße routinierte, analytische Bild betrachtung sein muss, kann mithilfe dieses Films Interessierten nahegebracht werden. Auch die Begeisterung, mit der alle Beteiligten vom Werk des Künstlers sprechen, ist ansteckend und kann Anlass zur Diskussion geben, vor allem, wenn Gregor Weber, quasi die treibende Kraft hinter dem Ausstellungsprojekt, von seiner ersten Begegnung mit Werken von Vermeer spricht. Hier ergäbe sich eine gute Gelegenheit, über möglicherweise ähnliche erste Eindrücke in Bezug auf jegliche Art von Kunst zu reflektieren. Darüber hinaus ermöglicht der Film durch extreme Nah- und Detailaufnahmen der Gemälde und deren Kontextualisierung tatsächlich deren elaboriertes Studium, was zur Nachahmung unter Nutzung seiner Werkzeuge (Camera Obscura) anregen kann. Ebenfalls kann die spannende Klärung der Echtheit eines Bildes und die große kunsthistorische Bedeutung dessen, auch im Hinblick auf den Kunstmarkt, kritisch hinterfragt werden.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor*in: Ingrid Beerbaum, 31.10.2023, letzte Aktualisierung: 01.11.2023

Regie

Suzanne Raes

Buch

Suzanne Raes

Darsteller*innen

Gregor Weber, Pieter Roelofs, Abbia Vandivere u. a.

Länge

79 Min

Sprachfassung

Originalfassung in Deutsch, Niederländisch, Englisch, teils untertitelt

Format

digital, Farbe

FSK

ohne Altersbeschränkung

Verleih

Neue Visionen Filmverleih

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