Filmplakat Vier Minuten

Vier Minuten

Deutschland 2006

Einst ein Klavier spielendes Wunderkind, verbringt die wegen Mordes verurteilte 21-jährige Jenny jetzt ihre Haftstrafe im Frauengefängnis. Selbst der im langjährigen Umgang mit schwierigen Häftlingen erfahrenen 80-jährigen Klavierlehrerin Traude Krüger gelingt es nicht, Zugang zu der hochgradig aggressiven, aufsässigen jungen Frau zu gewinnen.

Originaltitel

Vier Minuten

Genre

Drama

Klassenstufe

ab 9. Klasse

Altersempfehlung

ab 14 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Musik, Kunst, Sozialkunde, Religion/Ethik

Themen

Gefängnis, Strafe, Musik, Kunst, Erziehung, Werte, (Auto-)Aggression, Rebellion, Befreiung, Liebe, Identität und Anerkennung

Kinostart

01.02.2007

Inhalt


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Einst ein Klavier spielendes Wunderkind, verbringt die wegen Mordes verurteilte 21-jährige Jenny jetzt ihre Haftstrafe im Frauengefängnis. Selbst der im langjährigen Umgang mit schwierigen Häftlingen erfahrenen 80-jährigen Klavierlehrerin Traude Krüger gelingt es nicht, Zugang zu der hochgradig aggressiven, aufsässigen jungen Frau zu gewinnen. Nach zähen Auseinandersetzungen mit der strengen Lehrerin, die neben Jennys Traumatisierung auch die Verletzungen einer langen Liebes- und Leidensgeschichte der alten Frau zu Tage fördern, lässt die Rebellin sich schließlich darauf ein, an einem Klavierwettbewerb teilzunehmen.

Umsetzung


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Die Geschichte einer Beziehung zweier ungleicher Frauen ist von intensiver schauspielerischer Präsenz getragen und kommt ihren Figuren sehr nahe. Dabei erweitert die Schilderung von auftrumpfender Abwehr und verzweifelter Zuneigung das Genre des Gefängnisdramas mit melodramatischer Geste und eindringlicher Musik. Die kammerspielartig inszenierte Rahmenhandlung im Gefängnis lebt von der Dramaturgie des Kontrasts. Während sich die Aggression der vor Wut explodierenden jungen Frau weit gehend aus dem Kontinuum der Erzählung erschließt, wird durch wiederholte Rückblenden auf emotionale Schlüsselerlebnisse verdeutlicht, was sich hinter dem unerbittlichen künstlerischen Absolutheitsanspruch der verschlossenen Lehrerin verbirgt.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Die existentielle Extremsituation zweier unterschiedlich "eingeschlossener" Protagonistinnen, die der Film erzählerisch glaubwürdig entwickelt, dürfte die Gefühls- und Empfindungswelt Jugendlicher zwischen Begrenzung und Grenzüberschreitung, Auflehnung und Hingabe, Schmerz und Sehnsucht nach authentischem Ausdruck ansprechen. Die ästhetische Verfremdung, die sich nicht zuletzt auch aus den Unterschieden zwischen lebensweltlicher Erfahrung sowie "großer" melodramatischer Kinogeste speist, bietet für Schüler/innen zahlreiche Anknüpfungspunkte zur Reflexion und Erarbeitung, insbesondere in Hinblick auf den zentralen Zusammenhang von musikalischem Ausdruck, Erziehung und Befreiung, auf das übergeordnete Themenspektrum Rebellion, Identität und Anerkennung.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

letzte Aktualisierung: 27.09.2016

Regie

Chris Kraus

Buch

Chris Kraus

Darsteller/innen

Monica Bleibtreu, Hannah Herzsprung, Sven Pippig, Richy Müller, Jasmin Tabatabai, Stefan Kurt, Vadim Glowna u. a.

Länge

112 Min

Sprachfassung

deutsch

Format

35mm, Farbe

FSK

ab 12 Jahre

Verleih

Piffl Medien

Festivals

Filmfestival Shanghai 2006: Bester Film

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