Filmplakat Vitus

Vitus

Schweiz 2005

Der sechsjährige Vitus ist hochbegabt, er spielt fabelhaft Klavier und löst mühelos komplizierte Rechenaufgaben. Die Eltern, insbesondere die ehrgeizige Mutter, tun alles, um die Karriere ihres Kindes zum Pianisten zu fördern.

Originaltitel

Vitus

Genre

Drama

Klassenstufe

ab 7. Klasse

Altersempfehlung

ab 12 Jahre

Unterrichtsfächer

Musik, Kunst, Mathematik, Religion/Ethik, Deutsch, Sozialkunde

Themen

Musik, Kunst, Kindheit/Kinder, Jugend/Jugendliche, Familie, Erziehung, Schule, Erwachsenwerden, Freundschaft, Generationen, Identität, Anerkennung, Gender/Geschlechterrollen

Kinostart

21.12.2006

Inhalt


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Der sechsjährige Vitus ist hochbegabt, er spielt fabelhaft Klavier und löst mühelos komplizierte Rechenaufgaben. Die Eltern, insbesondere die ehrgeizige Mutter, tun alles, um die Karriere ihres Kindes zum Pianisten zu fördern. Immer wieder zieht es den einsamen Jungen in die alte Schreinerei zu seinem eigenwilligen Großvater; seiner fürsorglichen Liebe vertraut er sich an, gemeinsam träumen sie vom Fliegen. Erst als Vitus nach Genesung von einem schweren "Flugunfall" vorgibt, sein außergewöhnliches Talent verloren zu haben, bietet sich ihm die Chance, normal zu leben.

Umsetzung


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Die Geschichte vom Schweizer Wunderkind, das gemeinsam mit seinem "antiquierten" Großvater den Zwängen und Erwartungen seiner "modernen" Eltern entkommen möchte, weitet sich zu einer heiter-versöhnlichen "éducation sentimentale". Mit ihren märchenhaft-fantastischen Zügen, ihren Mythen und Metaphern, etwa dem Ikarusflug, nimmt die sich geradlinig aus der Sicht des Kindes entwickelnde Parabel einige komische, auch kapriziöse Wendungen. Die Grundstimmung wird vom zurückhaltend eingesetzten Klavierspiel rhythmisiert, authentisch interpretiert vom jugendlichen Hauptdarsteller, einem 13-jährigen Pianisten einer Londoner Schule für musikalisch hochbegabte Kinder; nicht zuletzt getragen wird Murers Film von einer großartigen Schauspielerensemble-Leistung.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Bei "normalbegabten" Schülern/innen dürften Bewunderung für das unvorstellbar große Talent ebenso mitspielen wie Bedauern über eine verlorene Kindheit, die durch die überzogenen Erwartungen der Eltern und die Ausgrenzung durch Gleichaltrige forciert wird. Jenseits unmittelbarer Identifikation bieten Anlage und "Lösung" des dramatischen Konflikts, in dem der junge Titelheld lebt, gute Anknüpfungspunkte. Die darum gruppierten, unten genannten "Entwicklungs"-Themen erschließen sich Schüler/innen ab den mittleren Jahrgangsstufen, wenn man die für den Film charakteristische Mischung aus realistischer und poetisch-fabelhafter, teilweise auch ironisch gebrochener Inszenierung analysiert.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Downloads

Filmtipp Vitus.pdf

Autor: Reinhard Middel, 14.11.2006, letzte Aktualisierung: 05.05.2020

Regie

Fredi M. Murer

Buch

Peter Luisi, Fredi M. Murer, Lukas B. Suter

Darsteller/innen

Fabrizio Borsani (Vitus mit 6), Teo Gheorghiu (Vitus mit 12), Julika Jenkins (Mutter), Urs Jucker (Vater) u. a.

Länge

120 Min

Sprachfassung

synchronisierte Fassung / original Schweizerdeutsch mit deutschen Untertiteln

Format

35mm, Farbe

FSK

ohne Altersbeschränkung

Verleih

Schwarz-Weiss Filmverleih

Festivals

Internationale Filmfestspiele Berlin 2006 - "Bronzen Bär", Nominierung zum Europäischen Filmpreis 2006

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