Inhalt
Als sie von den finanziellen Schwierigkeiten Rosenborgs erfährt, dem Reiterhof ihrer Familie, muss Wendy zeigen, ob sie das Zeug zur Pferdeflüsterin hat. Die Teilnahme am Turnier des benachbarten Hofs St. Georg wäre dringend benötigte Werbung für Rosenborg, und zu ihrem Glück bekommt Wendy vom Schlachter ein Pferd überlassen, das das Zeug zum 1-a-Springpferd hat. Doch „Penny“, wie Wendy ihr neues Pferd nennt, wurde „sauer geritten“, also zu hart oder falsch trainiert, und das Pferd weigert sich nun, den Parcours zu durchlaufen. Wendy weiß, wie es ist, Angst zu haben: So wie die Begegnung mit dem Zirkuspferd Dixie ihr nach einem Unfall half, die Angst vor dem Reiten abzulegen, will Wendy Penny nun dabei helfen, Menschen wieder zu vertrauen. Aber als wäre das nicht schon schwierig genug, macht Dixie ihr plötzlich Ärger, weil sich das eigensinnige Pferd vernachlässigt fühlt – und Ulrike Immhof, die Besitzerin von St. Georg, manipuliert alle um sich herum, um sich die Rosenborg-Konkurrenz vom Hals zu schaffen.
Umsetzung
Mag sich der zweite Kinofilm um die Titelheldin der bekannten Zeitschrift auch etwas in den vielen Problemen vergaloppieren, die er seiner Hauptfigur als Hürden in den Weg stellt, im Ergebnis ist er trotzdem ein toller Ritt. Jungen Pferdefreunden bietet er eine Mischung aus den erwarteten Genre-Elementen und überraschenden Nuancen: So wird etwa die Darstellung von Wendys emotionaler Verbundenheit zu Pferden und ihrer Ausgelassenheit beim Ausreiten durch den Handlungsstrang über das traumatisierte Pferd um einen kritischen Blick auf den Umgang mit Tieren im Leistungssport ergänzt. Auch die Hauptfigur selbst (wunderbar gespielt von Jule Hermann) ist dabei von einer kritischen Betrachtung nicht ausgeschlossen, schließlich beginnt auch sie, schnell zu viel von ihrem neuen Pferd Penny zu verlangen, während sie Dixie vernachlässigt und sogar durch Einsperren bestraft. Bei ihr wie auch bei anderen Figuren wird hier das gängige Schema einer starren „Gut-Böse“-Zuordnung durchbrochen – nur Frau Immhof als zentrale Gegenspielerin ist so zugespitzt charakterisiert, wie es in vielen Filmen für eine junge Zielgruppe üblich ist.
Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit
Im Unterricht kann die kritische Auseinandersetzung mit dem Reitsport vertieft oder auf den allgemeineren Blick der eigenen Verantwortung im Umgang mit Tieren ausgeweitet werden. Wendys problematisches Verhalten erfolgt nicht aus Bosheit, sondern weil sie das Gefühl hat, die Verantwortung für die Zukunft des Reiterhofes alleine zu schultern und mit dieser Last überfordert ist. Ähnlich geht es ihrem Konkurrenten Daniel, der für St. Georg reitet und unter großem Erfolgsdruck steht – und den großen Schaden, den er schließlich anrichtet, so nicht beabsichtigt hatte. In einer Figurenanalyse können die Motive der verschiedenen Figuren für ihr jeweiliges Verhalten herausgearbeitet und gemeinsam alternative Handlungsmöglichkeiten erdacht werden. Spannend ist es auch, über die Beziehungen innerhalb Wendys Familie zu sprechen: Finden die Schüler/innen es richtig, dass die Eltern die Probleme des Hofs zuerst zu verheimlichen versuchen? Und können sie sich in den Bruder hineinversetzen, der das Gefühl hat, dass Wendy immer alles besser kann? Was ist das Schwierige daran, Geschwister zu haben – und was ist toll?
Veranstaltungen
Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit
einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind
wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.
Autor*in: Natália Wiedmann
,
07.02.2018
,
letzte Aktualisierung:
17.05.2018
Regie
Hanno Olderdissen
Buch
Caroline Hecht
Darsteller*innen
Jule Hermann, Nadeshda Brennicke, Henriette Morawe, Noah Kraus, Lorenzo Germeno, Jasmin Gerat, Benjamin Sadler, Maren Kroymann u.a.
Länge
96 Min
Sprachfassung
deutsche Originalfassung
Format
digital, Farbe
FSK
ohne Altersbeschränkung
Verleih
Sony Pictures Entertainment Deutschland