Inhalt
Auf ihrer Reise nach Italien, wo sich zwei Brüder ein besseres Leben erhoffen, wird der zwölfjährige Georg krank. Während der ältere Alfons weiterzieht und als Soldat gegen Napoleon kämpft, bleibt Georg im Jahr 1800 im Hospiz auf dem Großen Sankt-Bernhard-Pass, um gesund werden. Weil er als Küchenjunge fleißig ist und sich auch in Notlagen beweist, einem Bernhardiner-Welpen das Leben rettet und sich zusammen mit der gleichaltrigen Resi das Lesen beibringt, darf er den Hund behalten und schließlich sogar die Klosterschule besuchen. Bernhardiner Barry wird sein bester Freund, was einem der Novizen, Célestin, ebenso wenig gefällt wie die Freundlichkeit, mit der alle den „Bauerndeppen“ behandeln. Célestin nutzt seinen Einfluss als Sohn des reichen Gönners des Klosters, um dem Jungen seinen Hund wegnehmen, woraufhin Georg mit Barry in der Nacht abhaut. Als die beiden auf den im Schneesturm verlorengegangenen Célestin stoßen, siegt die Menschlichkeit, und Georg bringt Célestin ins Kloster zurück.
Umsetzung
Inspiriert von wahren Begebenheiten erzählt der Film die Geschichte des legendären Lawinenhundes Barry, der von 1800 bis 1814 lebte, über 40 Menschenleben gerettet haben soll und zum Symbol für die Lawinenrettung wurde. Im Mittelpunkt steht die fiktive Freundschaft zwischen Barry und dem Bauernkind Georg, der als Reisender im Hospiz strandet, den jungen Hund aufzieht und sich zusammen mit ihm in den Schnee wagt und die gefährliche Welt der Alpen kennenlernt. Am Beispiel von Georg und Alfons auf der einen Seite und den Novizen und Kirchenleuten auf der anderen Seite thematisiert der Film die zunächst klare Rollenzuweisung der Ständegesellschaft zur Zeit der Napoleonischen Kriege, die sich jedoch aufzulösen beginnen. Darüber hinaus werden die witterungsabhängigen Lebensumstände in den Bergen geschildert, wobei eindrucksvolle Leinwandbilder aber auch die Schönheit der Alpen feiern.
Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit
Im Schulunterricht eignet sich der Film als Einstieg, um die Epoche der Napoleonischen Kriege zu behandeln. In Rechercheaufträgen suchen die Schüler*innen Informationen über das gesellschaftliche Leben zu Beginn des 19. Jahrhundert, die Napoleonischen Koalitionskriege und die Gesellschaftssysteme zu dieser Zeit; sie können aber auch Fakten über den historischen Lawinenhund Barry recherchieren. Anhand der Figuren beschreiben sie die verschiedenen Stände und ihre traditionellen Rollen beispielhaft. Dabei bietet es sich an, auch über Themen wie Chancengerechtigkeit, Bildung, Armut und soziale Ungleichheit zu sprechen. Der Film eignet sich darüber hinaus, um die Verwendung von Einstellungsgrößen im Film deutlich zu machen: Bei der Sichtung achten unterschiedliche Gruppen jeweils auf Detail- und Großaufnahmen, totale Ansichten und Panorama-Einstellungen und erarbeiten die Funktionen der jeweiligen Einstellungen wie die Vermittlung von Emotionalität, Spannung, Erholung sowie der Macht und Naturgewalt der Landschaft, die die Alpen als Lebensraum haben.
Veranstaltungen
Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit
einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind
wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.
Autor*in: Dr. Verena Schmöller
,
25.02.2026
,
letzte Aktualisierung:
04.03.2026
Regie
Markus Welter
Buch
Jan Poldervaart
Darsteller*innen
Paco von Wyss, Mael Gallati, Alma Büchenbacher, Yousef Sweid, Lino Good, Max Hubacher, Ulrich Tukur u. a.
Länge
97 Min
Sprachfassung
deutsche Originalfassung
Format
digital, Farbe
FSK
ohne Altersbeschränkung
Verleih
Wild Bunch Germany
Festivals
Filmtage Solothurn 2025