Inhalt
Vor einer Woche haben Judy Hopps und Nick Wilde eine Verschwörung in der Tier-Metropole Zoomania aufgedeckt. Als erste Häsin und erster Fuchs der Stadtpolizei werden die Neulinge von ihren Kolleg*innen aber weiterhin kritisch beäugt. Auch die Teamarbeit der beiden läuft noch nicht ganz reibungslos. Weil die ungleichen Partner*innen bei einer Autoverfolgungsjagd einiges Chaos anrichten, werden sie in den Streifendienst versetzt. Judys detektivisches Gespür führt sie jedoch auf die Fährte der Schlange Gary De’Snake, die in Zoomania auftaucht, obwohl Reptilien dort nicht leben dürfen. Hopps und Wilde ermitteln auf eigene Faust und geraten bald selbst als Verdächtige ins Fadenkreuz der Ordnungshüter*innen. Auf der Flucht decken sie das Geheimnis um De’Snake und damit eine weitere Polit-Intrige auf.
Umsetzung
Die Fortsetzung ZOOMANIA 2 orientiert sich sehr eng an Form und Inhalt des zum Auftakt kurz rekapitulierten Vorgängerfilm aus dem Jahr 2016. Abermals geht es um die fehlende Akzeptanz im Polizeirevier, um Unterschiede, die eine Zusammenarbeit erschweren, und um eine politische Verschwörung. Unterhaltend ist das rasante Sequel dennoch. Einerseits funktioniert das „Buddy Movie“ als Kinder-Krimi, der bekannte Abläufe des Genres aufgreift und mit der spitzen Anklage der Ungleichbehandlung von Reptilien eine tiefere Botschaft bietet. Und wie zuvor gefällt die Animationsarbeit mit detaillierten Wimmelbildern und einigem Bildwitz, wenn die Hatz in einen Wasserbezirk, in ein Schiffswrack oder ins außerstädtische Gebirge führt. Gelungen ist auch das klare Farbkonzept, das die jeweiligen Schauplätze atmosphärisch ausgestaltet.
Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit
Mit seiner Nähe zum Vorgänger bietet sich ZOOMANIA 2 für eine Diskussion zum Thema Fortsetzungen an. Was erwarten die Schüler*innen von zweiten Teilen, wie gelingt der Spagat zwischen Wiederholung und Neuerung? Dabei kann die Besonderheit thematisiert werden, dass der animierte Film neun Jahre nach dem Erscheinen des ersten Teils nahtlos an die Geschichte anknüpft, was in einem Realfilm kaum möglich wäre. Daran anschließend kann eine Analyse der stilistischen Gestaltung der baulich wie klimatisch unterschiedlichen Stadtteile den Blick für visuelles Erzählen schärfen. Inhaltlich lohnt die Auseinandersetzung mit der Rassismus-Parabel des Films. Die Diskriminierung von Reptilien erscheint ebenso ungerecht wie die Herabwürdigung des Ermittler-Duos. Im Kleinen machen Nick und Judy vor, wie aus der gegenseitigen Akzeptanz von Unterschieden Stärke erwachsen kann.
Veranstaltungen
Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit
einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind
wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.
Autor*in: Christian Horn
,
27.11.2025
,
letzte Aktualisierung:
11.12.2025
Regie
Jared Bush, Byron Howard
Buch
Jared Bush
Länge
108 Min
Sprachfassung
deutsche Fassung barrierefreie Fassungen über Greta & Starks verfügbar
Format
digital, Farbe
FSK
ab 6 Jahre
Verleih
The Walt Disney Company Germany