Filmhefte

Die Filmhefte beschäftigen sich intensiv mit einzelnen, aktuellen Kinoproduktionen und dienen Lehrkräften zur Vor- und Nachbereitung des Filmerlebnisses im Unterricht. In Hintergrundtexten und Arbeitsblättern für Schülerinnen und Schüler werden sowohl thematische Aspekte als auch Besonderheiten der filmischen Inszenierung aufgegriffen und vertieft.

Seit Spätsommer 2015 sind die ankommenden Geflüchteten eines der bestimmenden Themen der politischen Agenda in Deutschland. WILLKOMMEN BEI DEN HARTMANNS reagiert darauf als Komödie, die teils als bitterböser Kommentar funktioniert und Vorurteile entlarvt, aber auch Herausforderungen anspricht und mit Humor einen differenzierten Blick auf ein komplexes ernstes Thema eröffnen kann. Ohne erhobenen Zeigefinger regt sie dazu an, über kulturelle Werte, „Willkommenskultur“ und die Möglichkeiten des Engagement für Geflüchtete nachzudenken – wobei auch Bedenken, Probleme und vor allem die derzeit spürbare Unsicherheit, eine Haltung zu finden, nicht ausgeklammert werden. WILLKOMMEN BEI DEN HARTMANNS eignet sich für Schüler/innen ab 14 Jahren beziehungsweise ab der 9. Klasse.

Titelbild des Filmheftes Timm Thaler

Andreas Dresens TIMM THALER ist die erste Adaption des Kinderbuches von James Krüss für das Kino. Der Spagat zwischen einem charmanten Kinderfilm und einem klugen, zeitkritischen  Blick auf die Gegenwart gelingt ihm mühelos. Wie auch die literarische Vorlage wechselt die Filmerzählung geschmeidig zwischen den ganz realen Sorgen und Wünschen eines 12-Jährigen und der Fantastik einer teuflischen Traumwelt. Die Arbeitsblätter des Filmheftes, die für die 3. bis 7. Klasse konzipiert sind, klären Handlungszusammenhänge und Figurenbeziehungen und greifen zudem einzelne Handlungsmotive wie den Teufelspakt, die Wetten oder verschiedene Facetten der Figur Lefuets heraus. Exemplarisch können die Schülerinnen und Schüler eine Filmszene untersuchen und dabei schrittweise nachvollziehen, wie eine knappe, beschreibende Textpassage aus dem Buch für den Film dramatisiert wurde.

Ein Märchen für heute: DAS KALTE HERZ erzählt vom steilen Aufstieg des Köhlerjungen Peter Munk zu einem erfolgreichen und buchstäblich herzlosen Geschäftsmann. Der atmosphärisch dichte und prominent besetzte Film von Johannes Naber (ZEIT DER KANNIBALEN) nimmt die Zuschauer/innen mit in die finsteren Winkel des Schwarzwaldes, wo sich Ökonomisierung und Naturmagie zu einer erstaunlich aktuellen Geschichte verdichten. Die von VISION KINO gemeinsam mit dem Weltkino Filmverleih erstellten Unterrichtsmaterialien konzentrieren sich nicht allein auf den Vergleich mit der Textvorlage, sondern greifen eine Reihe inhaltlicher Motive auf, beschäftigen sich mit Fragen der filmischen Dramaturgie und der Anbindung an die soziale Wirklichkeit im Schwarzwald um 1800.

Abbildung des Covers des Filmheftes Tschick

Zwei Außenseiter, der Unternehmerssohn Maik und der Russlanddeutsche Tschick, finden trotz ihrer Verschiedenheit zusammen und verbringen den "besten Sommer von allen", als sie mit einem gestohlenen Lada eine Tour durch die ostdeutsche Provinz machen. Der Film bietet eine ausgezeichnete Gelegenheit für eine integrierende Unterrichtseinheit, in der Film und Buch aufeinander bezogen werden. An diesem Ziel orientieren sich die Arbeitsmaterialien, die VISION KINO in Zusammenarbeit mit STUDIOCANAL erstellt hat. Neben Arbeitsblättern, die unmittelbar auf den Film eingehen, gibt es Bausteine, die Anknüpfungspunkte an einen Lektürekurs enthalten: Wenn es um die Adaption einer einzelnen Szene geht, aber auch bei der Erarbeitung von Figurenbeziehungen, Mitteln der Komik, beim Erzählmuster der Heldenreise und der Frage nach dem Genre.

Impressum
Sitemap