Filmheft Wir können auch anders

Deutschland kurz nach der Wende: Zwei Analphabeten in einem alten Hanomag-LKW auf dem Weg nach Mecklenburg-Vorpommern. Doch wie soll das gehen, wenn man keine Ortsschilder lesen kann? Unterwegs schließt sich ihnen ein russischer Deserteur an, der nur seine Muttersprache beherrscht...

Ein Western im Osten, ein schräges Roadmovie, eine Komödie – im Hinblick auf den Film WIR KÖNNEN AUCH ANDERS sind sich die Filmkritiker zwar darin einig, dass ihn ein origineller Humor auszeichnet, nicht aber über das Genre, dem sie ihn zuordnen sollen. Diese Mehrdeutigkeit des Films lässt sich nicht nur produktiv im Unterricht nutzen, sie ist auch ein deutlicher Fingerzeig darauf, dass sich Detlev Buck als Regisseur und Drehbuchautor relativ wenig um filmische Konventionen schert.

Das Werk ist nicht in erster Linie eine Satire über die frühen 1990er Jahre in Ostdeutschland, aber Buck und sein Co-Autor Ernst Kahl greifen die historische Situation in vielen Episoden auf. Aus diesem Grund ist es unbedingt zu empfehlen, mit Jugendlichen von heute, die diese Zeit naturgemäß selbst nicht erlebt haben, vor der Filmbetrachtung über den historischen Hintergrund der Handlung zu sprechen.

Für die Vorbereitung auf das Thema und den Film hat VISION KINO umfangreiches Unterrichtsmaterial ab der 9. Klasse erstellt.

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