Ein alter Mann mit langen weißen Haaren und einem Cowboyhut schaut in die Kamera.

Draussen

Dokumentarfilm
Deutschland 2018, 80 Min
Regie: Tama Tobias-Macht, Johanna Sunder-Plassmann
Zum FilmTipp

Sie leben unter Brücken, in Parkanlagen, schlafen in Hauseingängen oder auf Bänken – die Zahl der wohnungslosen Menschen, vor allem in Großstädten, wächst. Sie werden abfällig als Penner, Bettler oder romantisierend als Clochards bezeichnet. Und die meisten Menschen machen um sie einen Bogen, ekeln sich vor der unvermeidlichen mangelhaften Hygiene vieler Wohnungsloser, verurteilen die häufig mit der Wohnungslosigkeit einhergehende Alkohol- oder Drogensucht. „Wir sind Trash“, sagt einer von ihnen, der einmal Karnevalsprinz und Punk war. Elvis ist verheiratet und hat drei Kinder. Ebenso wie Peter, Sergio und Matze lebt er seit vielen Jahren auf der Straße und steht im Mittelpunkt des Dokumentarfilms. Die vier Männer erzählen ihre Lebensgeschichten, berichten von Krisen, die sie auf die Straße trieb, von ihrem Alltag und dem Überleben am Rand der Gesellschaft, von ihrer Scham, aber auch von Solidarität.
In Deutschland werden obdachlose Menschen statistisch nicht erfasst. Der BAG Wohnungslosenhilfe e.V. prognostizierte 2017, dass 2018 insgesamt etwa 1,2 Millionen Menschen auf der Straße leben werden. Der Film ist ein guter Ausgangspunkt, um sich mit dieser zunehmenden Problematik und mit der Situation der Betroffenen zu beschäftigen.

Themen: Obdachlosigkeit, Außenseiter, Biografie, Armut, Besitz, Gesellschaft, Sozialstaat, Menschenrechte/-würde, Drogen, Filmsprache

Schulunterricht: Ab Klasse 9

Unterrichtsfächer: Sozialkunde, Ethik, Religion, Deutsch, Kunst

Materialien folgen in Kürze

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