Die Unbeugsamen

Dokumentarfilm
Deutschland 2020, 99 Min
Regie: Torsten Körner
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In den Anfangsjahren der Bonner Republik waren es zunächst Einzelkämpferinnen, die darauf bestanden, nicht nur als Wählerinnen, sondern auch als Politikerinnen ernst genommen zu werden, seit den 1960er Jahren wurden nach und nach immer mehr Frauen politisch aktiv. Mutige Frauen, die in der Bundesrepublik Deutschland darum kämpften, ihren Stimmen in der Politik Gehör zu verschaffen, waren konfrontiert mit massiven männlichen Abwehrreaktionen, die von platten Vorurteilen bis zu offener sexueller Diskriminierung reichten. Wie ungeniert viele Männer Politikerinnen verhöhnten, beleidigten und bedrohten, wie frauenfeindlich das politische Establishment damals war, zeigen sorgsam ausgewählte und teilweise schockierende Archivaufnahmen. Sie zeigen aber auch, wie mutig, überlegt, kenntnisreich und humorvoll Frauen aller Parteien darauf reagierten.

Der Journalist Torsten Körner hat mit vielen dieser Frauen gesprochen, die sich an die Zeit zurückerinnern, in der es keineswegs selbstverständlich war, dass eine Frau Abgeordnete, Ministerin oder gar Bundeskanzlerin ist. Sein Film schließt mit einer Zusammenschau von Fakten zum Stand der Gleichberechtigung, die deutlich macht, dass Emanzipation täglich neu erarbeitet, erstritten und verhandelt werden muss:  „Frauen, wenn wir heute nichts tun, dann leben wir morgen wie vorgestern.“

Themen: Politik, Gleichberechtigung, Emanzipation, Feminismus, Demokratie, Diversität, Geschichte der BRD, politische Prozesse, Parteipolitik

Schulunterricht: ab Klasse 8

Unterrichtsfächer: Sozialkunde, Politik, Geschichte, Ethik, Deutsch, fächerübergreifend: Demokratieerziehung

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