Filmplakat zu "Die Stimme des Adlers"

Die Stimme des Adlers

Deutschland, Schweden 2008

Bazerbai und seine Familie ziehen mit ihren Schafen in ihr Winterquartier. In der Weite der kasachischen Landschaft, auf der Grenze zur Mongolei, ist moderne Technik schwer zu bekommen. Bazerbai liebt technische Geräte und träumt davon, mit seinem älteren Bruder Khan in die Stadt zu gehen. Khan soll dort arbeiten und Bazerbai will zur Schule gehen. Doch der Vater hat andere Pläne mit ihm: er soll die Tradition der Adlerjagd fortsetzen. Bazerbai sieht darin keinen Sinn, denn der Adler des Vaters hört nicht auf ihn und die Jagd gelingt ihm auch nicht. Als Khan allein in die Stadt geht, um dort Geld für die Familie zu verdienen, ist Barzabei so verärgert, dass ihn nichts mehr aufheitern kann - auch nicht das große Festival, bei dem sich Adlerjäger aus verschiedenen Ländern treffen und ihre Fertigkeiten messen. Statt bei den anderen zu bleiben gibt er vor einem Fotografen mit dem Adler seines Vaters an. Er hofft, mit dem Amerikaner in die Stadt fahren zu können, doch stattdessen irritiert das Blitzlicht den Adler so, dass er in die Berge fliegt. Bazerbai beschließt, dass er auf eigene Faust in die Stadt gehen wird. Dass ihn der Adler des Vaters begleitet, kümmert ihn zunächst nicht. Doch bald merkt er, dass er die Menschen außerhalb der Steppe erst kennenlernen muss. Denn nicht jeder, den er trifft, meint es gut mit ihm. Auf der Suche nach seinem Bruder findet sich Barzabei zunehmend selbst und erkennt, was er wirklich will.

Originaltitel

Die Stimme des Adlers

Genre

Drama , Roadmovie , Abenteuerfilm

Klassenstufe

4. bis 10. Klasse

Altersempfehlung

9 bis 15 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Religion, Ethik, Lebenskunde, Erdkunde, Sozialkunde, Politik

Themen

Familie, Tiere, Tradition, Fremde Kulturen, Werte, Landschaft, Arbeit/Arbeitslosigkeit, Erwachsenwerden, Identität, Familie, fremde Kulturen, Tradition, Werte, Gesellschaft, Globalisierung

Kinostart

18.06.2009

Bazerbai und seine Familie ziehen mit ihren Schafen in ihr Winterquartier. In der Weite der kasachischen Landschaft, auf der Grenze zur Mongolei, ist moderne Technik schwer zu bekommen. Bazerbai liebt technische Geräte und träumt davon, mit seinem älteren Bruder Khan in die Stadt zu gehen. Khan soll dort arbeiten und Bazerbai will zur Schule gehen. Doch der Vater hat andere Pläne mit ihm: er soll die Tradition der Adlerjagd fortsetzen. Bazerbai sieht darin keinen Sinn, denn der Adler des Vaters hört nicht auf ihn und die Jagd gelingt ihm auch nicht. Als Khan allein in die Stadt geht, um dort Geld für die Familie zu verdienen, ist Barzabei so verärgert, dass ihn nichts mehr aufheitern kann - auch nicht das große Festival, bei dem sich Adlerjäger aus verschiedenen Ländern treffen und ihre Fertigkeiten messen. Statt bei den anderen zu bleiben gibt er vor einem Fotografen mit dem Adler seines Vaters an. Er hofft, mit dem Amerikaner in die Stadt fahren zu können, doch stattdessen irritiert das Blitzlicht den Adler so, dass er in die Berge fliegt. Bazerbai beschließt, dass er auf eigene Faust in die Stadt gehen wird. Dass ihn der Adler des Vaters begleitet, kümmert ihn zunächst nicht. Doch bald merkt er, dass er die Menschen außerhalb der Steppe erst kennenlernen muss. Denn nicht jeder, den er trifft, meint es gut mit ihm. Auf der Suche nach seinem Bruder findet sich Barzabei zunehmend selbst und erkennt, was er wirklich will.
Die Handlung des Films ist eingebettet in die natürliche Umgebung und die landschaftliche Atmosphäre, die jedes Bild prägt und trägt. Der Film ist ein Roadmovie ohne "Road" - es sind unwirtliche Wege, die Bazerbai geht und der Kamera gelingt es spielerisch leicht, den Zuschauer vergessen zu lassen, dass sie dabei ist. Die Identifikation und die Faszination liegen nicht zuletzt an dem hohen Niveau der Darstellung von Bazerbai Matei. Europäischen Zuschauern erscheint der Transport der Satellitenschüssel auf dem Kamel zunächst kurios - dank solcher Bilder gelingt dem Film jedoch der Transfer zu uns sehr leicht. Die Tierdressur fasziniert durch Großaufnahmen, die Totalen der Landschaft vertiefen die Stimmung.
"Die Stimme des Adlers" erzählt von einer uns fremden, noch sehr ursprünglichen Welt, in die das moderne Leben über die Medien mehr und mehr einzieht. Die kasachische Familie pflegt einerseits noch Tradition und Familienriten, ist andererseits jedoch im Aufbruch, denn die Veränderungen in der Gesellschaft bringen die Notwendigkeit einer neuen Form der Existenzsicherung mit sich. Für die pädagogische Arbeit ergeben sich unterschiedliche Anknüpfungspunkte für die verschiedenen Altersstufen. Während bei jüngeren Kindern die faszinierende Fremde und der abenteuerliche Weg von Bazerbai im Mittelpunkt stehen wird, können sich Kinder im pubertären Alter mit dem Konflikt zwischen Bazerbai und seinem Vater identifizieren und den Weg als Weg aus dem Elternhaus begreifen. Noch ältere Jugendliche können darüberhinaus gesellschaftliche Veränderungen erkennen und sich mit dem Wandel der Familie in unserer Zeit der Globalisierung auseinandersetzen.
Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor*in: Rotraut Greune , 02.06.2020 , letzte Aktualisierung: 02.06.2020

Regie

René Bo Hansen

Buch

Stefan Karlsson

Darsteller*innen

Bazerbai Matei, Serikbai Khulan, Mardan Matei, Asilbek Badelkhan, Bejei Kulimkhan, Almaguli Matei, Nazguli Matei

Länge

87 Min

Sprachfassung

deutsche Synchronfassung

Format

35mm

FSK

ohne Altersbeschränkung

FBW

Prädikat „besonders wertvoll“

Verleih

Movienet Film GmbH

Festivals

Internationale Filmfestspiele Berlin 2009, Sektion Generation Kplus

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