Filmplakat AninA

AninA

Uruguay, Kolumbien 2012

Anina Yatay Salas ist zehn Jahre alt und steckt in Schwierigkeiten: Auf dem Pausenhof hat sie sich mit Yisel geprügelt, weil sich die Mitschülerin über ihren Namen lustig gemacht hat. Zur Bestrafung erhalten die beiden Mädchen von der Direktorin einen schwarzen Umschlag mit rotem Siegel. Anina ist besorgt. Doch dann beginnt sie, sich jeden Tag ein wenig mehr mit sich selbst und ihrem Umfeld auseinanderzusetzen. Und Schweres wird plötzlich leicht.

Originaltitel

AninA

Genre

Literaturverfilmung, Animationsfilm

Klassenstufe

1. bis 6. Klasse

Altersempfehlung

6 bis 12 Jahre

Unterrichtsfächer

Spanisch, vorfachlicher Unterricht, Deutsch, Sachkunde, Religion/Lebenskunde

Themen

Außenseiter, Erziehung, Familie, Freundschaft, Identität, Selbstbewusstsein, Schule, Vorurteile

Kinostart

04.12.2014

Inhalt


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Anina Yatay Salas hat einen ganz besonderen Namen: Er besteht nämlich aus Palindromen. Das sind Wörter, die von vorne wie von hinten gelesen dasselbe ergeben. Eigentlich könnte Anina stolz auf ihren Namen sein. Aber sie mag ihn nicht, weil ihre Mitschüler/innen sie dafür verspotten. Als sie auf dem Schulhof von Yisel geärgert wird, beschimpft Anina das dicke Mädchen als „Elefanten“ und die beiden beginnen einen heftigen Streit. Im Zimmer der Direktorin erhalten sie daraufhin eine ungewöhnliche Strafe: Einen versiegelten Briefumschlag, den sie eine Woche lang nicht öffnen und von dem sie niemandem erzählen dürfen. Anina macht sich Gedanken. Nachts wird sie von Alpträumen geplagt und die Zeit bis zum nächsten Treffen mit der Direktorin scheint nicht vergehen zu wollen. Doch dann lernt sie Yisel näher kennen und beginnt, vieles mit neuen Augen zu sehen. Elefanten werden zu Schatten, Wichtiges und Unwichtiges ordnet sich neu und Palindrome sind eigentlich gar nicht mehr so schlimm.

Umsetzung


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Alfredo Soderguits Animationsfilm „AninA“ erzählt mit warmen Aquarellzeichnungen eine einfache Geschichte mit tiefgründigen Fragen. Die weichen, dezent verlaufenden Farben und die Ruhe, mit der die Bilder vor den Augen der Zuschauer/innen entstehen, lassen die Betrachtenden dabei ganz nah an die Figuren heran und mit Aninas reflektierender Distanz in die Geschichte eintauchen. Eine feine Mischung aus Nachdenklichkeit und dezent platziertem Witz, aus philosophischen Fragen und alltäglichen Situationen erzeugt eine ganz besondere Filmwelt, die  wie nebenbei das Nachdenken über Leben und Identität den Film ausfüllen lässt. Begleitend dazu hat Soderguit überzeugende Musik ausgewählt, die Anina und die jungen Zuschauer/innen ernst nimmt, ihnen etwas zutraut und ihnen ebenbürtig begegnet. Und so gelingt es dem Film und seiner Hauptfigur, alles wichtig, aber nichts zu ernst zu nehmen.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Der mehrfach ausgezeichnete Animationsfilm schafft mit seiner leicht erzählten, aber nachdenklichen Geschichte sowohl Bezüge zu Situationen aus dem Schulalltag als auch zu allgemeinen Herausforderungen zwischenmenschlicher Beziehungen. Neben der Ausgangssituation, die an Konflikterfahrungen auf dem Schulhof anschließt und Aspekte wie Vorurteile oder Mobbing anspricht, werden parallel zur Entwicklung der Hauptfigur große Fragen für kleine Zuschauer/innen auf der Leinwand diskutiert: Themen wie Recht und Gerechtigkeit oder das Erkennen des Eigenen durch das Fremde ebenso wie Selbstbewusstsein und Selbstironie. Wer Anina auf ihrem Schulweg und in ihren Träumen begleitet, kann spüren, was Freundschaft bedeutet; der kann mit ihr über die Bedeutung von Erziehung und Familie nachdenken und Briefumschläge mit Wünschen und Gedanken füllen. Die handgezeichneten Animationen bieten dabei Raum für eine fantasievolle Auseinandersetzung und die Möglichkeit, klassische Animationstechniken kennenzulernen.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Downloads

FilmTipp AninA.pdf

Autorin: Lisa Haußmann, 29.10.2014, letzte Aktualisierung: 28.04.2016

Regie

Alfredo Soderguit

Buch

Federico Ivanier, Alfredo Soderguit, Germán Tejeira, Julián Goyoaga, Alejo Schettininach dem

Länge

80 Min

Sprachfassung

spanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Format

digital, Farbe

FSK

ohne Altersbeschränkung

Verleih

Cine Global

Festivals

Auswahl: Berlinale Generation K+ 2013; Internationales Filmfestival San Sebastian 2013; Cartagena International Filmfestival 2013: Bester Film, Beste Regie; Oscar-Nominierung Uruguays in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film 2014

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