Filmplakat zu "Die Welle"

Die Welle

Deutschland 2007/2008

Von Anfang an machen die Oberstufenschüler in der Projektwoche zum Thema Autokratie deutlich, dass sie keine Lust darauf haben, schon wieder über den Nationalsozialismus zu sprechen. Eine Diktatur wäre heute in Deutschland ohnehin nicht mehr möglich.

Originaltitel

Die Welle

Genre

Drama, Jugendfilm

Klassenstufe

ab 9. Klasse

Altersempfehlung

ab 14 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Geschichte, Sozialkunde, Religion/Ethik

Themen

Demokratie, Erziehung/Bildung, Extremismus, (Deutsche) Geschichte, Gesellschaft,Individuum (und Gesellschaft), Macht, Manipulation, Schule, Totalitarismus, Werte

Kinostart

13.03.2008

Inhalt


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Von Anfang an machen die Oberstufenschüler in der Projektwoche zum Thema Autokratie deutlich, dass sie keine Lust darauf haben, schon wieder über den Nationalsozialismus zu sprechen. Eine Diktatur wäre heute in Deutschland ohnehin nicht mehr möglich. Rainer Wenger, ihr ebenso beliebter wie unangepasster Lehrer, ist sprachlos und stellt sein geplantes Kursprogramm um. Anstatt wie sonst auf Augenhöhe zu unterrichten, führt er strenge Verhaltensregeln ein. Doch zu seiner Überraschung stößt dies nicht auf Ablehnung und die meisten Schüler machen bereitwillig mit. Auf die Regeln folgen an den nächsten Tagen eine Uniform, der Gruppenname "Die Welle" und ein Erkennungszeichen. Doch zugleich nutzen die Schüler ihr neues Zusammengehörigkeitsgefühl auch, um andere unter Druck zu setzten. Und auch Wenger droht seine Rolle als charismatisches Idol zu entgleiten.

Umsetzung


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Das Drehbuch des Films basiert sowohl auf den Aufzeichnungen des ehemaligen US-Lehrers Ron Jones, der ein ähnliches Projekt durchführte, sowie auf einer Verfilmung des Stoffs für das US-Fernsehen aus dem Jahr 1981. Durch die Verlagerung des Schauplatzes in eine namenlose deutsche Stadt greifen zum einen Vorurteile über bestimmte Regionen nicht, zum anderen wirkt die Geschichte dennoch relevant und nah. Texteinblendungen der Wochentage geben den Rhythmus des Films vor und signalisieren zugleich die Zuspitzung der Situation. Mit jedem verstrichenen Tag werden die Ansichten radikaler und entwickeln eine Eigendynamik, die kaum mehr gebremst werden kann. Die düster gehaltenen Bilder unterstreichen die bedrohliche Atmosphäre, während der treibende Musikmix aus Rock und elektronischer Musik das Lebensgefühl der Jugendlichen beschreibt: ein Jugendfilm im Gewand eines Thrillers .

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Das Perfide der Geschichte liegt vor allem darin, wie positiv besetzte Werte wie zum Beispiel Zusammengehörigkeit oder Gemeinschaft allmählich ins Negative verkehrt werden. Indem der Film in kleinen Schritten die Radikalisierung einer Gruppe beobachtet, macht er diese Entwicklung jedoch erkennbar. Das offene Ende, das die Schüler im Film orientierungslos zurücklässt – vielleicht noch orientierungsloser, als sie zu Beginn des Films waren – regt zum Nachdenken an und bietet einen guten Ansatzpunkt für eine Diskussion über Demokratie und Macht, Gruppenzugehörigkeiten und Ausgrenzungen, über Orientierung, den Umgang mit der deutschen Vergangenheit und die Verantwortung charismatischer Vorbildfiguren .

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor: Stefan Stiletto, 29.01.2008, letzte Aktualisierung: 26.09.2017

Regie

Dennis Gansel

Buch

Dennis Gansel, Peter Thorwarth, basierend auf der Kurzgeschichte von William Ron Jones und dem Drehbuch "The Wave" von Johnny Dawkins und Ron Birnbach

Darsteller/innen

Jürgen Vogel, Frederick Lau, Max Riemelt, Jennifer Ulrich, Christiane Paul, Jacob Matschenz u.a.

Länge

107 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung

Format

35mm

FSK

ab 12 Jahre

Verleih

Constantin Film

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