Ein Tick anders, farbfilm

Ein Tick anders

Deutschland 2011

Die 17-jährige Eva hat das Tourette-Syndrom, eine neuropsychiatrische Erkrankung. Als Evas Vater erst arbeitslos wird und dann einen neuen Job in Berlin findet, ist ihre private Idylle bedroht. Damit sie nicht in die Großstadt ziehen muss, will Eva selbst Geld verdienen, muss dafür aber ihre Angst vor der Außenwelt überwinden.

Originaltitel

Ein Tick anders

Genre

Komödie, Jugendfilm

Klassenstufe

ab 8. Klasse

Altersempfehlung

ab 13 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Biologie, Psychologie, Ethik, Religion

Themen

Außenseiter, Krankheit, Erwachsenwerden, Familie, Vorurteile, Verantwortung

Kinostart

07.07.2011

Inhalt


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Die 17-jährige Eva hat das Tourette-Syndrom, eine neuropsychiatrische Erkrankung. Wenn sie einen „Schluckauf im Gehirn" hat, zuckt ihr Gesicht oder sie bombardiert ihr Gegenüber mit obszönen Beschimpfungen. Dann empfindet sich das hübsche Mädchen als „Freak", als jemand, der andere Menschen mit seinen Verhalten verstört oder gar abstößt. Soziale Kontakte meidet Eva deshalb, die Schule hat sie geschmissen. Unglücklich ist Eva aber nicht. Ihre - etwas schrullige - Familie steht zu ihr und bei Streifzügen durch den Wald ist sie ganz bei sich. Als Evas Vater erst arbeitslos wird und dann einen neuen Job in Berlin findet, ist ihre private Idylle bedroht. Damit sie nicht in die Großstadt ziehen muss, will Eva selbst Geld verdienen, muss dafür aber ihre Angst vor der Außenwelt überwinden.

Umsetzung


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Im Mittelpunkt von Ein Tick anders steht das Erleben von Eva, die das Geschehen als Außenseiterin aus dem Off kommentiert. Nachvollziehbar wird, wie schwierig der Alltag für sie ist und dass Mitmenschen ihr eher mit Ablehnung als mit Verständnis begegnen. Angelegt als Komödie gibt es - vor allem bei Evas verbalen Attacken - viel zu lachen, allerdings nie auf Kosten der Hauptfigur. Deutlich wird zudem, dass auch die vermeintlich normalen Menschen Macken haben, etwa die Mutter mit ihrem Kaufrausch. Unnötigerweise wird Evas Entwicklungsgeschichte jedoch mit einer Krimihandlung verbunden, denn bei ihren Versuchen, reich zu werden, kommt Eva dunklen Geschäften des Bankdirektors auf die Schliche. Wie es dem Mädchen schließlich gelingt, selbstbestimmt zu leben, rückt den Film ein wenig ins Märchenhafte.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Ein Tick anders wirbt für Toleranz gegenüber Menschen mit Tourette-Syndrom und bietet mit Eva eine sympathische Identifikationsfigur an. Ausgehend von ihrer Geschichte und ihren Erfahrungen gesellschaftlicher Ausgrenzung lässt sich im Unterricht weiterführend analysieren, auf welche Weise soziale Normen und Regeln entstehen. Wer entscheidet darüber, wer normal ist und wer nicht? Daran anschließend lässt sich diskutieren, wie und warum die Gesellschaft oder soziale Gruppen Menschen zu Außenseitern/innen abstempeln und welche Rolle Vorurteile dabei spielen. Der Film regt ferner dazu an, sich eingehender mit dieser unheilbaren Krankheit und den Betroffenen zu beschäftigen. So lernt Eva trotz ihrer Tics, ihren eigenen Weg zu gehen, ganz nach dem Motto des Films: Eva hat Tourette - aber Tourette hat nicht Eva!

Veranstaltungen


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Kinofinder: www.kinofenster.de

Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autorin: Kirsten Taylor, 27.05.2011, letzte Aktualisierung: 04.10.2016

Regie

Andi Rogenhagen

Buch

Andi Rogenhagen

Darsteller/innen

Jasna Fritzi Bauer, Waldemar Kobus, Victoria Trauttmansdorff, Stefan Kurt, Renate Delfs, Falk Rockstroh u.a.

Länge

85 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung

Format

35mm, Farbe

FSK

ab 6 Jahre

Verleih

farbfilm

Festivals

21. Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern 2011, Shanghai International Filmfestival 2011 (Wettbewerb)

Impressum
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