Filmplakat More than Honey

More Than Honey

Schweiz, Deutschland, Österreich 2012

Der Filmemacher Markus Imhoof versucht dem Rätsel auf den Grund zu gehen, warum die Honigbienen seit einiger Zeit weltweit in Massen sterben. Mit faszinierenden Makroaufnahmen, etwa aus dem Inneren von Bienenstöcken, aber auch im Stil einer klassischen Reportage, nähert sich der Film der hochkomplexen Welt der Bienen sowie der Verschränkungen, die ihre Welt mit dem menschlichen Leben hat und macht deutlich, wie wichtig der Schutz dieser Tiere ist.

Originaltitel

More Than Honey

Genre

Dokumentarfilm

Klassenstufe

ab 8. Klasse

Altersempfehlung

ab 13 Jahre

Unterrichtsfächer

Biologie, Religion/Ethik, fächerübergreifender Unterricht, Deutsch, Wirtschaft, Erdkunde

Themen

Tiere, Ökologie, Wirtschaft, Ernährung, Natur, Globalisierung

Kinostart

08.11.2012

Inhalt


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Weltweit sterben die Honigbienen in Massen, ganze Völker verschwinden. Der Filmemacher Markus Imhoof versucht dem Mysterium auf den Grund zu gehen. Sein Großvater war Imker und hatte ihm einst beigebracht: Mehr als ein Drittel unserer Nahrung hängt von der Bestäubung durch Bienen ab. So ist die Nachricht vom Bienensterben auch für die Menschen höchst beunruhigend; es geht also nicht nur um Honig. Imhoof reist um die Welt, um dem Problem auf den Grund zu gehen und nach Lösungen zu suchen. Sein Weg führt ihn in die Schweizer Berge zu einem traditionellen Imker, zu Königinnenzüchterinnen, die ihre Brut in 58 Länder verschicken, zu Obstplantagen in den USA, zwischen denen importierte Bienen meilenweit hin- und hertransportiert werden, an die mexikanische Grenze, wo sich Killerbienen scheinbar selbst befreit haben, nach China, wo Menschen die Blüten bestäuben müssen, weil die Chemie alle Bienen ausgerottet hat und nach Australien, wo das Immunsystem der Tiere erforscht wird.

Umsetzung


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Der persönliche Bezug des Regisseurs zieht sich als roter Faden durch den Film: Sein Großvater hat ihn schon früh für die Welt der Bienen begeistert, heute sorgen sich seine Kinder und Enkelkinder als Forscher um das Überleben der Tiere. Die subjektive Perspektive drückt sich auch in der Erzählerstimme aus, Imhoof selbst kommentiert die Szenen. Zudem erklärt er komplexe biologische Zusammenhänge. Die Bildebene korrespondiert, denn durch spezielle Filmtechniken ist es gelungen, Makroaufnahmen zu machen und zu zeigen, was dem menschlichen Auge eigentlich verborgen bleibt. Detailbilder, häufig in Slowmotion, zeigen die Vorgänge im Innersten der Bienenstöcke. Daneben fungiert der Film als klassische Reportage und nimmt auch immer wieder Panoramasichten ein, die die Lebenswelt der Menschen abbilden. 

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Der Film gibt viele Einblicke in die hochkomplexe Welt der Bienen. Er zeigt und erklärt den Schwänzeltanz, den Wabenbau, die Begattung in der Luft, die Geburt von Königinnen, das Einlagern von Pollen, die Nektarabgabe und vieles mehr. Zudem nähert er sich den Tieren als soziale und intelligente Wesen, die zwischen Individualität, Rollenverständnis und Schwarmintelligenz changieren. Dies weist der renommierte Berliner Bienenforscher Professor Menzel vor der Kamera durch seine Experimente nach. Gleichzeitig wird die Verschränkung mit dem menschlichen Leben beleuchtet: Der Film zeigt die Auswirkungen, die die Industrialisierung auf die Bienen hat, ihre Domestizierung, die sie bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr ohne die Zugabe von Medikamenten überleben lässt, aber auch, wie notwendig die natürlichen Abläufe für die Menschen sind, die diese wiederum durch künstliche Vorgänge und durch Geschäftsmodelle lebendig zu halten versuchen. 

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autorin: Lisa Gadatsch, 16.07.2012, letzte Aktualisierung: 09.01.2019

Regie

Markus Imhoof

Buch

Markus Imhoof

Länge

94 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung

Format

35mm, digital

FSK

ohne Altersbeschränkung

FBW

Prädikat „besonders wertvoll“

Verleih

Senator Filmverleih

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