Filmplakat zu "Plastic Planet"

Plastic Planet

Österreich, Deutschland, 2009

Eine Welt ohne Kunststoffe? Undenkbar! Der österreichische Filmemacher Werner Boote ist rund um den Globus den Spuren von Plastik und Co gefolgt und zeigt in seinem unterhaltsamen Dokumentarfilm, welche Folgen Herstellung und Gebrauch von Kunststoffen für Mensch und Natur haben.

Originaltitel

Plastic Planet

Genre

Dokumentarfilm

Klassenstufe

ab 9. Klasse

Altersempfehlung

ab 14 Jahre

Unterrichtsfächer

Chemie, Biologie, Geografie, Ethik, Wirtschaft, Politik

Themen

Umwelt, Ökologie, Konsum, Wirtschaft, Globalisierung

Kinostart

25.02.2010

Inhalt


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Kunststoffe sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Ein Blick in die Küche oder ins Kinderzimmer zeigt: Plastik ist überall. Jedes Jahr werden weltweit mehr als 200 Millionen Tonnen Plastik hergestellt. Dahinter steht eine riesige Industrie, die allein in Europa etwa 2 Millionen Menschen beschäftigt. Der Markt für Verpackungsmaterialien macht dabei einen Großteil aus. Im Jahr 2007 wurden in Deutschland 2,6 Millionen Tonnen Kunststoffverpackungen verbraucht, von denen etwas mehr als die Hälfte in die Wiederverwertung gelangten. Die andere Hälfte landete im Restmüll, wo sie nun gar nicht oder nur extrem langsam verrottet. Zu 80 Prozent gelangt dieser Müll über Flüsse ins Meer, tötet Tiere oder wird von Fischen gefressen. Spuren von Plastik sind längst in die Nahrungsketten eingedrungen und lassen sich sogar im menschlichen Blutbild nachweisen, wie der österreichische Filmemacher Werner Boote in einem Selbsttest zeigt. Er untersucht, wie und warum es zum Siegeszug von Kunststoffen kam, aber vor allem will er zeigen, welche Gefahren durch ihre Herstellung und Nutzung für Mensch, Tier und Umwelt entstehen. Besonderes Augenmerk richtet er dabei auf das Bisphenol A, das in verschiedenen Kunststoffen enthalten ist und eine hormonelle Wirkung hat.

Umsetzung


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Ausgehend von seinem persönlichen Hintergrund – sein Großvater war Kunststoff-Industrieller – gelingt es Werner Boote, ein komplexes Thema zu veranschaulichen, Zusammenhänge aufzuzeigen und für das Thema Plastik im Alltag zu sensibilisieren. Vom Stil her als Reportage angelegt, in die er private Super-8-Filme, Werbeclips und Animationen, etwa zum Produktionshergang von Plastik, hineinmontiert hat, entsteht ein rasanter und unterhaltsamer Aufklärungsfilm, für den er weltweit Wissenschaftler/innen, Naturschützer/innen und Geschädigte, aber auch Industrie-Vertreter/innen interviewt hat. Dabei erinnert er in seinem Vorgehen an den US-Dokumentarfilmer Michael Moore (Kapitalismus – eine Liebesgeschichte, USA 2009), etwa wenn er selbst wiederholt als Protagonist oder naiv Fragender in Erscheinung tritt und auch vor Polemik keine Scheu hat. Allerdings wirkt sein Film weniger manipulierend als Moores Filme und wissenschaftlich fundierter. Die Fülle an Themen führt dazu, dass sie zum Teil nur oberflächlich behandelt werden, andererseits verdeutlichen seine Fallbeispiele aber auch, welche umfassenden Folgen das Kunststoff-Zeitalter für verschiedenste Lebensbereiche hat.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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"Plastic Planet" eignet sich hervorragend, um sich aus einer kritischen Perspektive mit dem Thema Kunststoffen zu beschäftigen, wobei die Website zum Film weitere Informationen anbietet. Vor allem aber lässt sich anhand des Films diskutieren, welche Folgen unsere moderne Lebensweise für Natur und Umwelt, Mensch und Tier hat. Insofern bietet der Film auch einen Ansatzpunkt für das Thema Nachhaltigkeit. Eine Welt ohne Plastik ist nicht mehr denkbar, aber inwiefern kann man den Ge- und Verbrauch von Plastik reduzieren? Der Film regt dazu an, im Unterricht oder auch im Rahmen von Projektwochen das eigene Verhalten zu hinterfragen und nach konkreten Alternativen zu suchen. Welche Rolle spielt die Industrie? Welchen Einfluss haben wir in unserer Rolle als Konsument/innen? Zudem bietet der Film auch wegen seines umfassenden und recht anschaulichen Ansatzes die Möglichkeit, verschiedene Themen – wie die Verschmutzung der Ozeane oder die Produktion von Plastik – im Unterricht aufzugreifen und zu vertiefen.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autorin: Kirsten Taylor, 03.01.2010, letzte Aktualisierung: 09.01.2019

Regie

Werner Boote

Buch

Werner Boote

Darsteller/innen

Mitwirkende: Werner Boote, John Taylor, Felice Casson, Beatrice Bortolozzo, Manfred Zahora, u. a.

Länge

95 Min

Sprachfassung

Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Format

35mm

FSK

ohne Altersbeschränkung

FBW

Prädikat „besonders wertvoll“

Verleih

farbfilm verleih

Festivals

Internationale Hofer Filmtage 2009 (Teilnahme)

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