Filmplakat Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt

Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt

Deutschland, Belgien 2016

Der elfjährige Tobbi ist ein großer Erfinder, aber er hat keine Freunde. Das ändert sich, als der kleine Roboter Robbi auf die Erde fällt. Dabei hat er seine Eltern verloren, die Notsignale vom Nordpol senden. Mit Hilfe des Fliewatüüts, einem Fahrzeug, das fahren, schwimmen und fliegen kann, machen sich Robbi und Tobbi auf die Suche zum Nordpol. Doch Sir Joshua und seine Agenten wollen Robbis Herz für ihre Zwecke nutzen und sind den beiden auf der Spur.

Genre

Literaturverfilmung, Kinderfilm

Klassenstufe

3. bis 6. Klasse

Altersempfehlung

8 bis 11 Jahre

Unterrichtsfächer

Sachkunde, Deutsch, Erkunde, Lebenskunde, Religion

Themen

Erfindungen, Technik, Freundschaft, Außenseiter, Mobbing

Kinostart

01.12.2016

Inhalt


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Der 11-jährige Tobbi Findteisen ist ein großer Erfinder und erleichtert dadurch seinen Eltern so manche Hausarbeit. In der Schule wird er jedoch ständig geärgert und hat keine Freunde. Das ändert sich, als der Roboter Robbi aus einem Raumschiff vom Himmel stürzt und von Tobbi gefunden wird. Durch seinen Absturz wurde Robbi von seinen Eltern getrennt, empfängt aber noch deren Signale vom Nordpol. Gemeinsam mit Tobbi will er seine Eltern suchen. Dafür brauchen Robbi und Tobbi ein Gefährt, das fahren, schwimmen und fliegen kann und so bauen die beiden ein solches Fahrzeug, das sie Fliewatüüt nennen. Doch der machtgierige Sir Joshua und seine Superagenten Brad Blutbad und Sharon Schalldämpfer wollen Robbi in ihre Gewalt bringen, um dessen emotionale Fähigkeiten für neue Technologien zu nutzen und verfolgen deshalb die Freunde. Aber Robbi und Tobbi lassen sich nicht unterkriegen und Robbi findet tatsächlich die Absturzstelle mit seinen Eltern. Allerdings sind auch die Superagenten vor Ort und bringen Robbi und seine Eltern in Sir Joshuas Forschungslager, wo sie zerlegt werden sollen. Im letzten Moment gelingt es Tobbi, zusammen mit dem Inuitmädchen Nunu, die Roboterfamilie zu retten.

Umsetzung


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Boy Lornsens Kinderbuchklassiker wurde 1967 geschrieben und 1972 unter der Regie von Armin Maiwald als vierteilige Puppenfilmserie im Fernsehen gezeigt. Wolfgang Groos hat diese Vorlage nun als Realspielfilm in das digitale Zeitalter versetzt, ohne die Beziehung der Figuren innerhalb der Story aus dem Auge zu verlieren. Dem sympathischen Hauptdarsteller gelingt es gut, Tobbis Intelligenz und Erfinderdrang zu spielen und dabei auch seine sensiblen und weichen Seiten zu zeigen. Die positive Kraft von Freundschaft und „Herz haben“ ist in vielen emotional stimmigen Szenen zwischen Robbi und Tobbi zu spüren. Unterstützt wird Tobbi von seiner Familie, in der die Mutter als geschickte Automechanikerin und sein Vater als Hausmann agieren. Der Film ist spannend gemacht und das rote Fliewatüüt ist wunderschön gestaltet, wobei weniger drastische Actionszenen dem Film nicht geschadet hätten. Aus diesem Grund ist der Film für Kinoanfänger nur eingeschränkt empfehlenswert, da diese Szenen, insbesondere der Showdown, auf jüngere Kinder ängstigend wirken können.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Kinder zwischen acht und zehn Jahren haben oftmals ein großes Interesse an eigenen technischen Innovationen. Das Fliewatüüt und Tobbis clevere Erfindungen von Haushaltgeräten können als Aufhänger genommen werden, um die Kinder mit mathematischen und physikalischen Gesetzmäßig-keiten bekannt zu machen sowie an grundlegende Fragen der Informatik und Naturwissenschaften heranzuführen und sie zu eigenen Entwürfen von technischen Geräten zu ermuntern. Das Basteln eines selbst hergestellten Wunderfahrzeugs, aber auch Experimente werden den Kindern dabei viel Freude bereiten. Ebenso können ethische Fragen, wie der Einsatz von „fühlenden“ Robotern in Bezug auf die zunehmende Digitalisierung der Gesellschaft, diskutiert und Themen wie Freundschaft, Außenseiter und Mobbing im Unterricht aufgegriffen werden. Darüber hinaus regt der Film zum Lesen des gleichnamigen Kinderbuchs von Boy Lornsen an. Ein Vergleich der nahezu 50 Jahre alten Geschichte mit der Puppentrickserie und der aktuellen Verfilmung dieses Stoffes bietet sich ebenso an.

Veranstaltungen


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Kinofinder: www.kinofenster.de

Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autorin: Sabine Kögel-Popp, 28.11.2016, letzte Aktualisierung: 08.06.2017

Regie

Wolfgang Groos

Buch

Jan Berger, nach dem Kinderbuchklassiker von Boy Lornsen

Darsteller/innen

Arsseni Bultmann, Ralph Caspers, Jördis Triebel, Alexandra Maria Lara, Sam Riley, Friedrich Mücke u.a.

Länge

105 Min

Sprachfassung

deutsche Originalfassung, barriefreie Fassungen über Greta & Starks verfügbar

Format

digital, Farbe

FSK

ohne Altersbeschränkung

FBW

Prädikat "besonders wertvoll"

Verleih

StudioCanal

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