Filmplakat zu "Trommelbauch"

Trommelbauch

Niederlande 2010

Dick und seine Eltern werden zu Außenseitern, als sie nach Dünnhausen ziehen, um dort ein Restaurant zu übernehmen. In diesem Ort sind alle Menschen dünn, sie betreiben Fitnesstraining und essen wenig. Als die Trommels versuchen, sich anzupassen, droht die Familie zu zerbrechen. Auch Dick fühlt sich plötzlich in seiner Haut nicht mehr wohl, als sich Liese, das hübscheste Mädchen der Klasse, von ihm abwendet.

Originaltitel

Trommelbauch

Genre

Komödie, Kinderfilm

Klassenstufe

ab 1. Klasse

Altersempfehlung

ab 6 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Sozialkunde, Sport, Hauswirtschaft/Ernährungskunde, Ethik/Religion

Themen

Ernährung, Erziehung, Familie, Konsum, Rollenbilder, Toleranz, Vorurteile, Werbung, Werte

Kinostart

11.04.2013

Inhalt


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Dick Trommel lebt mit seinen Eltern, die einen Hotdog-Stand betreiben, in Dicksladen. Dort sind alle Menschen dick, sie essen für ihr Leben gerne und sie sind glücklich dabei. Einmal jährlich findet ein großer Jugendwettbewerb statt, den Dick regelmäßig gewinnt. Denn er kann mit einem Sprung vom Dreimeterbrett dank seiner Körperfülle fast das ganze Wasser aus dem Schwimmbecken spritzen. Dick und seine Eltern werden zu Außenseitern, als sie nach Dünnhausen ziehen, um dort ein Restaurant zu übernehmen. In diesem Ort sind alle Menschen dünn, sie betreiben Fitnesstraining und essen wenig. Als die Trommels versuchen, sich anzupassen, droht die Familie zu zerbrechen. Auch Dick fühlt sich plötzlich in seiner Haut nicht mehr wohl, als sich Liese, das hübscheste Mädchen der Klasse, von ihm abwendet.

Umsetzung


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Arne Toonen, der in Holland eine eigene TV-Kindersendung leitet, hat in seinem ersten Langspielfilm auf eine 1970 erschienene und nun modernisierte Literaturvorlage zurückgegriffen, die von den Erlebnissen des übergewichtigen Jungen Dik Trom handelt. Von den auf reine Gegensätze reduzierten künstlichen Lebenswelten in den beiden Orten über die völlig überzeichneten Charaktere bis zum bis ins farbliche Detail ausgeklügelten Produktionsdesign und den mitunter derben Anspielungen weist alles im Film unmissverständlich darauf hin, dass die Geschichte parabelhaft angelegt und satirisch überspitzt ist. Auch wenn der schräge Humor nicht jedermanns Sache ist, gelingt es gerade durch diese extreme Überzeichnung, für die angesprochenen Themen Ernährung, Fanatismus und Toleranz zu sensibilisieren.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Die mitunter urkomischen holzschnittartigen Überzeichnungen des Films kommen bei jungen Zuschauern oft besser an als bei Erwachsenen, zumal erstere sich unmittelbar mit den Gefühlen von Dick und Liese identifizieren können. Anknüpfungspunkte aus der eigenen Lebenswelt bieten sich in der Auseinandersetzung mit den Eltern, im Wissen um die eigene Herkunft, hohem Erwartungsdruck seitens der Erwachsenen, Ausgrenzung bis hin zum Mobbing, gegenseitigem Vertrauen und Akzeptanz in der Gruppe, Anpassung oder Widerstand, Überwindung von Vorurteilen und Entwicklung von Toleranz. Vor allem jedoch gibt der Film Denkanstöße, sich exemplarisch mit Selbstwertgefühlen und Ernährungsgewohnheiten, der Kontrolle und dem Umgang mit dem eigenen Körper zu beschäftigen, von der Magersucht bis zur Fettleibigkeit.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autorin: Holger Twele, 03.03.2013, letzte Aktualisierung: 09.01.2019

Regie

Arne Toonen

Buch

Luuk van Bemmelen, Mischa Alexander, Wijo Koek, nach den Kinderbüchern von Cornelis Johannes Kieviet

Darsteller/innen

Michael Nierse, Eva Van Der Gucht, Marcel Musters, Julien van Soest, Thijs Römer, Loes Haverkort, Fiona Livingston u. a.

Länge

85 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung

Format

35mm, digital

FSK

ohne Altersbeschränkung

Verleih

alpha medienkontor

Festivals

Nederlands Film Festival 2011:Goldenes Kalb für Bestes Produktionsdesign / Internationales Festival für Kinder und junges Publikum, Chemnitz 2011: Europäischer Kinderfilmpreis und Hauptpreis der Stadt Chemnitz / Internationales Filmfestival Mannheim/Heidelberg 2012 / 24. Bielefelder Kinderfilmfest 2012 / Sehpferdchen Extra 2013 u. a.

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