Inhalt
Einst bereicherten Fabelwesen das Leben der Menschen mit Zauberei. Doch mit der Zeit verdrängten technische Innovationen wie die Elektrizität die wahre Magie, die inzwischen als Legende gilt. Die Elfen-Brüder Ian und Barley Lightfoot wachsen daher angepasst unter den Menschen auf. Bis die Mutter den beiden an Ians 16. Geburtstag ein mysteriöses Geschenk vom lange verstorbenen Vater überreicht: Ein Magierstab samt Zauberspruch, der den Vater für einen Tag ins Diesseits holen soll. Tatsächlich hat der schüchterne Ian ein magisches Talent, doch bei der Umsetzung des Zaubers materialisiert sich nur die untere Körperhälfte des Vaters. Also brechen die Brüder mit dem halben Papa im Schlepptau auf, um einen mystischen Stein für einen zweiten Versuch zu besorgen. Die Rollenspiel-Kenntnisse des älteren Barley helfen Ian, bei dieser Herausforderung über sich hinaus zu wachsen.
Umsetzung
Mit „Toy Story“ setzte das Filmstudio Pixar 1995 neue Maßstäbe im Animationsfilmbereich, die seither immer weiter perfektioniert wurden. Nach einigen Fortsetzungen zu erfolgreichen Filmen präsentiert Pixar mit „Onward: Keine halben Sachen“ wieder einen Originalstoff. Die Prämisse mit den Fabelwesen, die gut integriert in der Menschenwelt leben, erscheint zunächst mäßig originell. Doch dann kristallisiert sich ein gefühlsbetontes und schwungvolles Coming-of-Age-Drama mit den Brüdern Ian und Barley im Mittelpunkt heraus. Der Regisseur und Co-Autor Dan Scanlon inszeniert ein hervorragend animiertes Road Movie-Fantasy-Abenteuer, das neben Action und Spannung viel Humor und Bildwitz bietet, wenn der halb verstofflichte Vater slapstickartig umherstolpert. Das Herzstück ist dabei Emotionalität, die beim Finale Gänsehaut erzeugt.
Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit
An die Filmsichtung kann eine Analyse der Bruder-Beziehung anknüpfen. Worin unterscheiden sich Ian und Barley, wie stehen sie zueinander, in welchen Punkten ergänzen sie sich? Hier können auch geschwisterliche Beziehungen im Allgemeinen diskutiert werden. Aller charakterlichen Unterschiede zum Trotz sind die Lightfoot-Brüder durch ein emotionales Band verbunden, das sich aus gemeinsamen Erlebnissen speist. Beide vermissen den Vater, an den sich der jüngere Ian nicht mehr erinnern kann. Hier kommen Themen wie (Selbst-)Vertrauen, Trauer und Erinnerungen an Verstorbene zum Tragen. Darüber hinaus offerieren die vielen Fantasy- und Rollenspiel-Elemente Gesprächsstoff. In ästhetischer Hinsicht lohnt ein Vergleich mit älteren Trick- und Animationsfilmen, um den Schüler*innen die technische Entwicklung der letzten Jahrzehnte zu veranschaulichen. Interessant kann auch das Aufspüren von Zitaten aus anderen Filmen sein.
Veranstaltungen
Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit
einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind
wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.
Autor*in: Christian Horn
,
02.03.2020
,
letzte Aktualisierung:
28.04.2020
Regie
Dan Scanlon
Buch
Dan Scanlon, Jason Headley, Keith Bunin
Darsteller*innen
Sprecher*innen der deutschen Fassung: Annette Frier, Christian Zeiger, Leonhard Mahlich, Martina Treger, Lutz Schnell, Sascha Rotermund u. a.
Länge
102 Min
Sprachfassung
deutsche Fassung, englische Originalfassung, auch mit Untertiteln; barrierefreie Fassungen über Greta & Starks verfügbar
Format
digital, Farbe
FSK
ab 6 Jahre
Verleih
The Walt Disney Company