Schnee von gestern
Die Filmemacherin Yael Reuveny, die wie inzwischen viele junge Israelis in Berlin lebt, begibt sich auf die Suche nach Spuren ihrer jüdisch-deutschen Familiengeschichte - und bleibt dabei doch stets im Hier und Jetzt. Ihre Großmutter Michla Schwarz und deren Bruder Feiv‘ke aus dem litauischen Vilnius hatten als einzige ihrer Familie die Konzentrationslager überlebt. Sie hätten sich 1945 in Lodz treffen können, taten es jedoch nicht, sondern gingen fortan völlig getrennte Wege. Michla gründete in Israel eine Familie und lebte mit den schmerzvollen Erfahrungen einer Holocaust-Überlebenden bis 2001 bei Tel Aviv. Dagegen heiratete der lange tot geglaubte Bruder alias Peter Schwarz in eben jener brandenburgischen Kleinstadt, wo er zuletzt in einem Arbeitslager interniert war, eine Deutsche, arbeitete als HO-Ladenleiter und lebte bis zu seinem Tode 1987 unscheinbar nichtjüdisch. Deutlich wird dies aus Befragungen von Zeitgenossen der beiden sowie aus Gesprächen zwischen Kindern und Enkelkindern, die den beiden Familien entwachsen sind.
Schnee von gestern
Dokumentarfilm
ab 9. Klasse
ab 14 Jahre
Geschichte, Religion, Ethik, Sozialkunde, Politik
Familie, Biografie, Generationen, Judentum, Identität, (Deutsche) Geschichte, Krieg/Kriegsfolgen, Holocaust, Versöhnung, Israel
10.04.2014
Inhalt
Umsetzung
Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit
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Yael Reuveny
96 Min
deutsch, englisch, israelisch mit deutschen Untertiteln
digital, Farbe
ohne Altersbeschränkung
Prädikat „besonders wertvoll“
Film Kino Text
56. Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm 2013; 23. FilmFestival Cottbus 2013; Haifa International Film Festival 2013: Bester Dokumentarfilm
