FilmTipp ZOOM

Das Format FilmTipp ZOOM wirft einen genauen Blick auf die Aspekte eines Films, die ihn zu etwas Besonderem machen. Das können gesellschaftspolitische Fragestellungen ebenso wie die ungewöhnliche Kameraarbeit sein. Neben einer ausführlicheren Filmbesprechung gibt FilmTippZOOM mit Leitfragen und ausgewählten Aufgaben wie z.B. einer Szenenanalyse konkrete Impulse für den Unterricht und Hinweise auf Lernhorizonte und Kompetenzerwerb.

Die perfekte Kandidatin

Die junge Ärztin Maryam bewirbt sich um einen Posten im Gemeinderat.  Die Zufahrtsstraße zum Krankenhaus soll endlich asphaltiert werden. Für viele stellt ihre Kandidatur einen Tabubruch dar, stellt er doch die Prinzipien einer patriachalen Gesellschaft in Frage. Der Film erzählt mit einer fast dokumentarischen Filmsprache und sehr leichtfüßig von der Lebenswirklichkeit einer selbstbewussten Frau in Saudi-Arabien. Dabei werden Themen wie Geschlechterrollen, Emazipation, Tradition, Werte und Religion verhandelt. DIE PERFEKTE KANDIDATIN lebt von Bildern, Figuren und Geschichten, die eingefahrene Denkweisen hinterfragen und einladen, genau hinzusehen. Das macht ihn zu einem Film, der auch von uns, den Zuschauer*innen, und unserer Beziehung zur Welt erzählt.

Die Känguru-Chroniken

Das Känguru lebt jenseits gesellschaftlicher Konventionen das aus, was Kinder für gewöhnlich nicht dürfen: Regeln brechen, frech und faul sein, Chaos anrichten. Running Gags und Slpastick sprechen bereits jüngere Schüler*innen an, die älteren genießen Wortwitz, Ironie und Satire. Aktuelle gesellschaftliche Probleme wie der europäische Rechtsruck, die Gentrifizierung und Investorenpolitik werden filmisch nicht tiefergehend thematisiert, sie bilden eher den Anlass für fröhliche Randale, knüpfen aber mühelos an gegenwärtige gesellschaftliche Debatten an.

LITTLE WOMEN

Die vier Schwestern Jo, Meg, Beth und Amy teilen Glück und Leid der Jugend miteinander: ihre künstlerischen Interessen, ihre Unmut über Schule und strenge Tanten, ihre Aufregung um Weihnachtsgeschenke und die erste Party. Sie schwanken zwischen den Erwartungen von Etikette und Heiratswilligkeit, die an sie als junge Frauen Mitte des 19. Jahrhunderts im ländlichen Massuchusetts gestellt werden, und der Sehnsucht nach einem selbstbestimmten Leben.

SYSTEMSPRENGER

Nach einem Streit mit anderen Kindern steht die neunjährige Benni schreiend im Hof ihres Kinderheims und schleudert wutentbrannt Bobbycars. „Ich will nach Hause zu Mama!“, brüllt sie den Erzieher*innen entgegen. SYSTEMSPRENGER erzählt von der (selbst-) zerstörerischen Wut eines durch frühkindliche Gewalt traumatisierten Kindes im Ausnahmezustand. Die Materialien thematisieren, wie der Film ein Kind wie Benni in Szene setzt und die Problematik Systemsprenger darstellt. Sie regen eine Beschäftigung mit Fragen in Bezug auf das System der Hilfen zur Erziehung und das im Film dargestellte erzieherische Handeln und die damit verbundene erzieherische Haltung an.

Ansprechpartnerin

Ansprechpartnerin

Sabine Genz

Tel. 030 / 27 577 575

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