FilmTipp ZOOM

Das Format FilmTipp ZOOM wirft einen genauen Blick auf die Aspekte eines Films, die ihn zu etwas Besonderem machen. Das können gesellschaftspolitische Fragestellungen ebenso wie die ungewöhnliche Kameraarbeit sein. Neben einer ausführlicheren Filmbesprechung gibt FilmTippZOOM mit Leitfragen und ausgewählten Aufgaben wie z.B. einer Szenenanalyse konkrete Impulse für den Unterricht und Hinweise auf Lernhorizonte und Kompetenzerwerb.

Allen Lehrkräften, Pädagog:innen, Multiplikator:innen, Kinos, Medienzentren, Bildungsinitiativen und anderen Interessierten stehen die FILMTIPP ZOOMs im Rahmen ihrer Filmbildungsarbeit frei zur Verfügung.

Lauras Stern

In dem magischen Großstadtmärchen von Regisseurin Joya Thome (KÖNIGIN VON NIENDORF) entdeckt Laura ihre neue Umgebung und wird dabei immer mutiger. Viele Kinder kennen die Herausforderung, sich in einer neuen Situationen zurechtfinden zu müssen und neue Freundschaften zu knüpfen. Der Film ist an die Sehbedürfnisse von Kinoanfänger:innen ab 5 Jahre angepasst und beruht, genau wie die Fernsehserie und die Animationsfilme, auf der gleichnamigen Buchreihe von Klaus Baumgart.

Meine Wunderkammern + Meine Wunderkammern VR

Die Regisseurin Susanne Kim erkundet mit MEINE WUNDERKAMMERN, wie Kinder in einer Zeit leben, in der das Weltgeschehen zunehmend unübersichtlicher wird und auch im eigenen Umfeld die Chancengleichheit abnimmt. Wie fühlt es sich an, wenn Leistungsdruck, ungleiche soziale Bedingungen oder Mobbing einem das Leben schwer machen? Wo findet man Geborgenheit und Sicherheit, wenn einem alles über den Kopf zu wachsen droht? MEINE WUNDERKAMMERN ist ein Projekt, das gemeinsam mit den Kindern konzipiert und umgesetzt wurde.

 

Neben dem Dokumentarfilm gibt es eine sog. VR-Experience, eine interaktive virtuelle Realität, in der Kinder ab der 3. Klasse die Welten der vier Protagonist*innen auf eine andere Weise erkunden können. Gemeinsam mit dem Verleih eksystent hat VISION KINO zu beiden Formaten Unterrichtsmaterial herausgebracht.

 

Nico

Es ist ein ganz normaler Sommertag in Berlin, den Nico mit ihrer besten Freundin Rosa lachend und tanzend genießt, als die toxische Gewalt von Rassismus über sie hereinbricht. „Nie wieder tut mir jemand weh”, schwört sie sich beim Karatetraining, das ihr hilft, mit ihrem Trauma umzugehen und wieder Selbstvertrauen zu gewinnen. Ein bewegender Film über das Zusammenleben in Diversität, Freundschaft und Feminismus, und eine Frau of Color, die nicht aufgibt.

Eine total normale Familie

Was ist eigentlich "normal"? Schon der Titel ruft bestehende (und verinnerlichte) gesellschaftliche Normen und Erwartungen ab. Der Spielfilm der dänischen Regisseurin Malou Reyman zeigt einfühlsam, wie sich ein 11-jähriges Mädchen fühlt, dessen geliebter Vater sich entscheidet, eine Frau zu sein. Mit einer überragenden jungen Hauptdarstellerin gelingt es, die chaotische Gefühlswelt, Unsicherheiten und Verlustängste, nachvollziehbar zu machen. Das Unterrichtsmaterial richtet sich an Schüler*innen ab der 7. Klasse.

 

Die letzten Reporter

Der Dokumentarfilm begleitet drei Lokaljournalist*innen bei ihrer täglichen Arbeit: Der Kulturredakteur eines Anzeigenblattes steht kurz vor der Rente, die junge Newcomerin dagegen am Anfang ihrer journalistischen Karriere. Sie schätzt die Nähe zu den Menschen und deren Geschichten genauso wie der Sportreporter der Schweriner Volkszeitung. Alle drei erleben den Wandel ihres Berufes durch das Informationstempo in den sozialen Medien – sind sie „Die letzten Reporter“ ihrer Art? Das Berufsbild des (Lokal-)Journalismus in seiner realistischen Ausprägung wird für Schüler*innen sichtbar und nachvollziehbar – und die Bedeutung des unabhängigen, professionellen Journalismus bewusst.

Die Unbeugsamen

Der Film zeichnet ein gelungenes Porträt der unerschrockenen und unbeugsamen Frauen, die seit den Tagen der Bonner Republik darum kämpfen, Politik nicht allein den Männern zu überlassen. Das Unterrichtsmaterial gibt zahlreiche Anregungen zur Auseinandersetzung mit den thematischen Hintergründen wie Emanzipation, Frauen in der Politik, Sexismus, Medialisierung der Politik und fordert auf, die filmischen Mittel dieses Dokumentarfilm wie Musik und Montage zu untersuchen.

Ansprechpartnerin

Ansprechpartnerin

Sabine Genz

Tel. 030 / 814 529 65

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