FilmTipp ZOOM

Das Format FilmTipp ZOOM wirft einen genauen Blick auf die Aspekte eines Films, die ihn zu etwas Besonderem machen. Das können gesellschaftspolitische Fragestellungen ebenso wie die ungewöhnliche Kameraarbeit sein. Neben einer ausführlicheren Filmbesprechung gibt FilmTippZOOM mit Leitfragen und ausgewählten Aufgaben wie z.B. einer Szenenanalyse konkrete Impulse für den Unterricht und Hinweise auf Lernhorizonte und Kompetenzerwerb.

Allen Lehrkräften, Pädagog:innen, Multiplikator:innen, Kinos, Medienzentren, Bildungsinitiativen und anderen Interessierten stehen die FILMTIPP ZOOMs im Rahmen ihrer Filmbildungsarbeit frei zur Verfügung.

Into the Ice

Regisseur Lars Henrik Ostenfeld begleitet drei der weltweit führenden Gletscherforscher*innen, die ihr (berufliches) Leben der Erforschung des Klimawandels im ewigen Eis von Grönland widmen, auf ihren Expeditionen. Gemeinsam mit dem Amerikaner Jason Box, der Dänin Dorthe Dahl-Jensen und dem Briten Alun Hubbard möchte Ostenfeld die Frage beantworten, wie schnell der grönländische Eisschild aufgrund des Klimawandels tatsächlich schmilzt und damit der Meeresspiegel weltweit ansteigt: Wenn die bisherigen Vorhersagen grob falsch sind, ist dies eine große Gefahr vor allem für Menschen, die an Küsten und auf Inseln wohnen.

Alle für Ella

Ein emotionaler Musik- und Jugendfilm, der trotz seiner Leichtigkeit und Lebendigkeit Botschaften vermittelt, die sich mit existentiell wichtigen Fragen beschäftigen, die gerade am Ende der Schulzeit und auf dem Weg zum Erwachsenwerden auftauchen. Die Protagonistin des Films, Ella, steht vor allem vor der Frage „Wie kann ich meinen Träumen näherkommen und sie tatsächlich verwirklichen – und geht das im Alleingang?“ Neben der harten Realität im Alltag, den sie mit Nebenjobs und Lernen für das Abitur verbringen muss, braucht sie zum Ausgleich die Musik und den intensiven Kontakt zu ihren drei Freundinnen, die sie bereits seit der ersten Klasse kennt. Das Unterrichtsmaterial bietet neben filmanalytischen Aufgaben Anregungen zur Auseinandersetzung mit den Songtexten und Fragen, sie sich um die Zukunftsplanung junger Menschen drehen.

Alcarràs - Die letzte Ernte

In sinnlichen Bildern und genauen Beobachtungen werden drei Generationen der Familie Solé porträtiert, die ganz unterschiedlich auf die Verheißungen und Bedrohungen der Moderne reagieren: Ihre seit Generationen bewirtschaftete Pfirsichplantage soll einem Solarpark weichen. Trotz dieses regionalen Porträts verhandelt der Film ein universelles Thema: Das Verdrängen kleinbäuerlicher Familienbetriebe durch größere Strukturen. Zugleich hat Regisseurin Carla Simón einen Heimatfilm der besonderen Art geschaffen. Darauf wirft das Unterrichtsmaterial einen genaueren Blick, ebenso wie auf die Gestaltung des Films als ein authentisch erzählter, dokumentarisch anmutender Spielfilm.

1982 - Neunzehnhundertzweiundachtzig

Libanon, 1982: Während der Abschlussprüfungen vor den Sommerferien überlegt Wissam, wie er Joana endlich seine Liebe gestehen kann. Gleichzeitig erreichen Nachrichten von der israelischen Invasion Beiruts die Schule. Schüler*innen müssen die teils subtilen historischen Verweise nicht erkennen können, um die Filmhandlung zu verstehen und die universelle Erfahrung von Kriegsfolgen für Kinder und erwachsene Zivilist*innen nachvollziehen zu können. Durch die Verschränkung eines realistischen Stils mit Animationen ist dieser Film nicht zuletzt geeignet, um einen Blick für filmische Gestaltungsmittel zu entwickeln und deren Funktion in der Filmerzählung zu erkennen.

West Side Story

Spielbergs Neuverfilmung des berühmten Musicals mit der Musik von Leonard Bernstein, das von zwei rivalisierenden Jugendbanden und einer tragischen Liebesgeschichte im New York der späten 1950er-Jahren erzählt, lädt dazu ein, die damaligen Konflikte mit der Gegenwart zu vergleichen. Neben inhaltlichen Fragen zu Migration, Rassismus und Gentrifizierung ist aber auch ein Vergleich der beiden Filmversionen und die Auseinandersetzung mit dem Genre Musical lohnend.

Geschichten vom Franz

Franz Fröstl aus Wien ist neun Jahre alt und hat drei große Probleme: Erstens ist er immer noch der Kleinste in seiner Klasse, zweitens wird er hin und wieder für ein Mädchen gehalten und drittens wird seine Stimme ganz piepsig, wenn er aufgeregt ist. Wie er diesen Problemen beikommt, erzählt der auf den Franz-Geschichten der österreichischen Autorin Christine Nöstlinger beruhende Film ironisch-heiter, mit pointenreich Dialogen und mit lustvoller Ausspielung von dialektalen Eigenheiten. Das Unterrichtsmaterial bietet Anregung sowohl zur thematischen als auch zur filmästhetischen Auseinandersetzung.

Nico

Es ist ein ganz normaler Sommertag in Berlin, den Nico mit ihrer besten Freundin Rosa lachend und tanzend genießt, als die toxische Gewalt von Rassismus über sie hereinbricht. „Nie wieder tut mir jemand weh”, schwört sie sich beim Karatetraining, das ihr hilft, mit ihrem Trauma umzugehen und wieder Selbstvertrauen zu gewinnen. Ein bewegender Film über das Zusammenleben in Diversität, Freundschaft und Feminismus, und eine Frau of Color, die nicht aufgibt.

Der Pfad

Zu der spannenden Fluchtgeschichte von Regisseur Tobias Wiemann erscheinen zusätzlich zum FilmTipp ZOOM drei interaktive Lernbausteine. Die Module "Erzählen mit Bildern", "Spannung inszenieren" und "Figurenkonstellation" richten sich an Kinder ab 10 Jahren. Inhaltlich geht es vorrangig um Grundlagen der filmischen Bildgestaltung. Der FilmTipp ZOOM bietet Lehrkräften Materialien zur Beschäftigung mit den Themen Flucht und Verfolgung in der Zeit der NS-Diktatur und thematisiert Bezüge zur Situation Geflüchteter heute.

Lauras Stern

In dem magischen Großstadtmärchen von Regisseurin Joya Thome (KÖNIGIN VON NIENDORF) entdeckt Laura ihre neue Umgebung und wird dabei immer mutiger. Viele Kinder kennen die Herausforderung, sich in einer neuen Situationen zurechtfinden zu müssen und neue Freundschaften zu knüpfen. Der Film ist an die Sehbedürfnisse von Kinoanfänger:innen ab 5 Jahre angepasst und beruht, genau wie die Fernsehserie und die Animationsfilme, auf der gleichnamigen Buchreihe von Klaus Baumgart.

Mitgefühl

Im Pflegeheim von Dagmarsminde leben Menschen mit Demenz. Mit der Haltung eines wohlwollenden Beobachtenden porträtiert der Dokumentarfilm MITGEFÜHL diese außergewöhnliche Einrichtung. Szenen am Frühstückstisch, im Garten, bei der Körperpflege, Spaziergänge, Dienstbesprechungen – all das fügt sich zu einer überraschend spannenden Geschichte. Die Arbeitsblätter, die sich im Kern an Schüler*innen ab der 9. Klasse richten, greifen inhaltliche Fragen auf und gehen auch auf die filmische Gestaltung ein.

 

Meine Wunderkammern + Meine Wunderkammern VR

Die Regisseurin Susanne Kim erkundet mit MEINE WUNDERKAMMERN, wie Kinder in einer Zeit leben, in der das Weltgeschehen zunehmend unübersichtlicher wird und auch im eigenen Umfeld die Chancengleichheit abnimmt. Wie fühlt es sich an, wenn Leistungsdruck, ungleiche soziale Bedingungen oder Mobbing einem das Leben schwer machen? Wo findet man Geborgenheit und Sicherheit, wenn einem alles über den Kopf zu wachsen droht? MEINE WUNDERKAMMERN ist ein Projekt, das gemeinsam mit den Kindern konzipiert und umgesetzt wurde.
Neben dem Dokumentarfilm gibt es eine sog. VR-Experience, eine interaktive virtuelle Realität, in der Kinder ab der 3. Klasse die Welten der vier Protagonist*innen auf eine andere Weise erkunden können. Gemeinsam mit dem Verleih eksystent hat VISION KINO zu beiden Formaten Unterrichtsmaterial herausgebracht.

Die Unbeugsamen

Der Film zeichnet ein gelungenes Porträt der unerschrockenen und unbeugsamen Frauen, die seit den Tagen der Bonner Republik darum kämpfen, Politik nicht allein den Männern zu überlassen. Das Unterrichtsmaterial gibt zahlreiche Anregungen zur Auseinandersetzung mit den thematischen Hintergründen wie Emanzipation, Frauen in der Politik, Sexismus, Medialisierung der Politik und fordert auf, die filmischen Mittel dieses Dokumentarfilm wie Musik und Montage zu untersuchen.

Ansprechpartnerin

Ansprechpartnerin

Sabine Genz

Tel. 030 / 814 529 65

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