Inhalt
Der erste Kinobesuch im Jahr 1958 ist für den achtjährigen Sam ein magisches Erlebnis. Das spektakulär gefilmte Zugunglück auf der Leinwand lässt den Jungen fortan nicht mehr los und inspiriert ihn dazu, dieses mit einer Modelleisenbahn nachzuspielen. Als seine Mutter ihm vorschlägt, den Zusammenprall zu filmen, ist dies ein weiterer prägender Augenblick. Von nun an weiß Sam, dass das Filmemachen sein Leben ist. Fortan filmt er immerzu, mit seinen Schwestern, mit Freunden, bei Familienausflügen. Unterstützung erhält er von seiner Mutter, sein Vater jedoch, ein Computerentwickler, hat zu dieser Kunst kaum einen Bezug. Während die Familie von der Ostküste erst nach Arizona und später nach Kalifornien zieht, entwickelt sich Sam zum immer besseren jungen Filmemacher. Gleichzeitig nehmen aber auch die Konflikte in der Familie und für Sam später am College zu.
Umsetzung
Die Magie des Kinos und des Filmemachens beschwört Steven Spielberg in DIE FABELMANS ebenso wie seine eigene Biografie, die Pate für die Handlung stand. Diese setzt im Jahr 1958 ein und wird nach einem Zeitsprung in der Mitte der 1960er-Jahre fortgesetzt. Somit liegt der Schwerpunkt des Films auf der Jugendphase von Sam, dessen Perspektive DIE FABELMANS auch weitgehend bestimmt. Einen besonderen Stellenwert haben die Dreharbeiten von Sams eigenen Filmen, wobei der Film spielerisch vermittelt, wie Filmtricks entstehen und wie filmisches Erzählen funktioniert. Auf ein Genre lässt sich der Film nicht festlegen: Mal erzählt Spielberg im Modus des Dramas, dann wieder der Komödie oder des Coming-of-Age-Films.
Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit
Als Liebeserklärung an das Kino steht vor allem die Frage im Vordergrund, wie Filme das Leben von Sam beeinflussen. Dabei widerlegt der Film die These der passiven Zuschauer*innen und führt vor, wie Sam sich Filme aktiv aneignet und sich mit eigenen Filmen kreativ ausdrückt. Darüber hinaus wirft der Film auch einen Blick darauf, welche Rolle Filme bei der Wahrnehmung der Welt spielen. So wird Sam durch seine Aufnahmen bewusst, wer seine Mutter wirklich ist, und er merkt im College, wie er durch seine Inszenierungen das Bild seiner Klassenkameraden mitgestalten kann. Daran anknüpfend lässt sich im Unterricht gut über die persönliche Bedeutung von Filmen sprechen oder auch diskutieren, wie mediale Inszenierungen das Bild der Wirklichkeit zum Guten oder Schlechten verändern können. Interessant ist auch ein Abgleich der Handlung mit der Biografie von Steven Spielberg, wobei sich auch zentrale Themen aus dessen Werk in DIE FABELMANS aufspüren lassen können. Des Weiteren können Informationen über die USA in den 1950er und 1960er-Jahren gesammelt werden, sowohl was gesellschaftliche oder politische Ereignisse angeht als auch die Filmgeschichte.
Veranstaltungen
Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit
einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind
wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.
Autor*in: Stefan Stiletto
,
17.02.2023
,
letzte Aktualisierung:
28.02.2023
Regie
Steven Spielberg
Buch
Steven Spielberg, Tony Kushner
Darsteller*innen
Michelle Williams, Paul Dano, Seth Rogen, Gabriel LaBelle, Judd Hirsch u. a.
Länge
151 Min
Sprachfassung
deutsche Fassung, englische Originalfassung
Format
digital, Farbe
FSK
ab 12 Jahre
Verleih
Universal Pictures Germany
Festivals
Berlinale 2023, Hommage an Steven Spielberg, nominiert für sieben Oscars