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Django - Ein Leben für die Musik

Frankreich 2027

Der Film erzählt eine fiktionalisierte Episode aus dem Leben des Sinto-Jazzgitarristen Django Reinhardt während der deutschen Besatzung Frankreichs 1943. Zwischen künstlerischem Erfolg und nationalsozialistischer Verfolgung thematisiert der Film die Geschichte der Verfolgung von Sinti*zze und Rom*nja sowie die Rolle von Musik, Widerstand und individuellem Handeln unter diktatorischen Bedingungen.

Genre

Drama , Musikfilm , Biografie

Klassenstufe

ab 9. Klasse

Altersempfehlung

ab 14 Jahre

Unterrichtsfächer

Geschichte, Politik, Musik, Ethik, Französisch

Themen

Sinti*zze und Rom*nja, Musik, Nationalsozialismus, Antiziganismus, Holocaust, Flucht, Verfolgung, Widerstand, „entartete“ Kunst, besetztes Frankreich, Résistance

Kinostart

26.10.2017

Der Spielfilm erzählt eine fiktionalisierte Episode aus dem Leben des berühmten Sinto-Jazz-Gitarristen Django Reinhardt während der deutschen Besatzung Frankreichs im Jahr 1943. Reinhardt feiert mit seinem Jazz-Quartett große Erfolge in Paris, auch die deutschen Besatzer kommen gerne zu seinen Konzerten. Während seine Popularität dem zunächst relativ unpolitischen Musiker einen gewissen Schutz bietet, verschärft sich die Situation durch die nationalsozialistische Verfolgung für Sinti*zze und Rom*nja in ganz Europa immer weiter. Als Django Reinhardt auf Tournee in Deutschland gehen soll, steht er vor der Entscheidung, weiterhin für die deutschen Besatzer zu spielen oder gemeinsam mit seiner Familie die Flucht in die Schweiz zu wagen.
Regisseur Étienne Comar verbindet historische Ereignisse mit einer persönlichen, teilweise fiktionalisierten, Geschichte und verzichtet weitgehend auf klassische Heldenerzählungen. Die innere Zerrissenheit der Hauptfigur sowie die allmählich zunehmende Bedrohung stehen im Mittelpunkt des Films. Stilistisch ist er geprägt von einer ruhigen Erzählweise, langen Einstellungen und einer zurückhaltenden Kamera. Einen besonderen Stellenwert nimmt die Musik ein: Sie wird zum Symbol für Freiheit, Identität und Widerstand. Gleichzeitig werden lebendige Konzertsequenzen mit den Bildern von Ausgrenzung und Verfolgung kontrastiert. Der Film arbeitet mit dunklen, natürlichen Farben, die im Verlauf des Films von vorwiegend warmen zu kalten Tönen wechseln und so auch das innere Erleben Django Reinhardts visualisieren.
Der Film eröffnet in erster Linie Zugänge zur Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung von Sinti*zze und Rom*nja - die biografische Perspektive erleichtert dabei einen emotionalen Zugang, ohne die historischen Zusammenhänge aus dem Blick zu verlieren. Die Politisierung von Musik sowie die Rolle von Musik als Medium der Resilienz und des Widerstands können anhand der Geschichte aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden. Zugleich regt der Film dazu an, über die Rolle von Kunst unter diktatorischen Bedingungen und individuelle Handlungsspielräume zu diskutieren. Auf filmsprachlicher Ebene bietet sich insbesondere die Untersuchung der Musik als erzählerisches Mittel an: Wie verändert sie die Wirkung einzelner Szenen? Ebenso können Kameraführung, Farbgestaltung und Montage daraufhin analysiert werden, wie sie subtil Spannung erzeugen und die innere Situation der Hauptfigur sichtbar machen.
Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor*in: Eva Hasel , 13.07.2026 , letzte Aktualisierung: 15.07.2026

Regie

Étienne Comar

Buch

Étienne Comar und Alexis Salatko, frei nach "Folles de Django" von Alexis Salatko

Darsteller*innen

Reda Kateb, Cécile De France, Beata Palya, Bim Bam Merstein, Gabriel Mirété u. a.

Länge

117 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung, französische Originalfassung

Format

digital, Farbe

FSK

ab 12 Jahre

Verleih

Weltkino Filmverleih

Festivals

Auszeichnung für Reza Kateb mit dem César als bester Hauptdarsteller

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