Die SchulKinoWochen im Überblick

Was sind die SchulKinoWochen?

Die SchulKinoWochen sind ein bundesweites Angebot zur Filmbildung, welches VISION KINO in Kooperation mit Partnern in allen 16 Bundesländern organisiert. Die SchulKinoWochen finden in jedem Bundesland für die Dauer einer bzw. mehrerer Wochen statt. In diesem Zeitraum können Schulklassen zu einem ermäßigten Eintrittspreis bestimmte Kinovorstellungen in einem nahegelegenen Kino besuchen.

Die im Rahmen der SchulKinoWochen angebotenen Filme lassen sich in verschiedenste Unterrichtsfächer und -themenbereiche integrieren. Zu jedem Film liegt pädagogisches Begleitmaterial vor, das den Lehrkräften vor dem Kinobesuch kostenfrei zur Verfügung steht. Ergänzt wird das Angebot durch zahlreiche Fortbildungsmaßnahmen für Lehrkräfte. Eine Vielzahl von Veranstaltungen wird von Referentinnen und Referenten oder Filmschaffenden begleitet, die direkt auf die Fragen der Schülerinnen und Schüler eingehen.

Welche Ziele verfolgen die SchulKinoWochen?

Das Projekt will allgemein die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Kinos stärken, vorhandene Schulkinoangebote ergänzen und verstetigen, lokale und regionale Netzwerke stärken und Filmbildung popularisieren. Mit Hilfe von SchulKinoWochen soll allgemein das Bewusstsein für Möglichkeiten der Filmerziehung und das Kino als Ort der kulturellen Bildung im Kontext des Schulunterrichts gestärkt werden.

Seit wann gibt es die SchulKinoWochen?

Seit Herbst 2006 ist VISION KINO Veranstalter der SchulKinoWochen. Das bundesweite Netzwerk für Film- und Medienkompetenz führt damit die seit 2002 mit Unterstützung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Filmförderungsanstalt in einigen Ländern durchgeführten Schulfilmwochen weiter fort. Im Zyklus 2008/2009 beteiligten sich erstmals alle 16 Bundesländer an dem Projektangebot.

Wie hoch ist die Beteiligung an den SchulKinoWochen?

Zwischen November 2014 und April 2015 haben sich für Veranstaltungen im Rahmen der SchulKinoWochen über 800.000 Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften angemeldet. Über 750 Filmtheater aller Typen und Größen beteiligten sich, über 670 Filmgespräche und Seminare mit Filmpädagogen und Sonderveranstaltungen mit Filmschaffenden und Experten fanden statt. In über 50 Fortbildungen konnten Lehrkräfte im Vorfeld der SchulKinoWochen ihr Wissen zum Umgang mit Film im Unterricht vertiefen.

Wann finden die SchulKinoWochen statt?

Die SchulKinoWochen finden im Herbst bzw. Frühjahr statt. Hier finden Sie die Terminübersicht.

Wie kann man sich als Lehrkraft an den SchulKinoWochen beteiligen?

Die Anmeldung zu den SchulKinoWochen wird von den regionalen Projektbüros organisiert. Dort können sich Lehrkräfte mit ihren Schulklassen telefonisch, per Mail oder per Fax anmelden.

Welche Filme werden angeboten?

Die Filmauswahl der SchulKinoWochen wird jährlich aktualisiert und ist speziell auf den Einsatz im Unterricht abgestimmt. Das Spektrum der angebotenen Filme umfasst aktuelle Spielfilme, Dokumentarfilme, Animationsfilme und Filmklassiker, welche nach Fächern, Altersempfehlungen und lehrplanrelevanten Themen gegliedert sind. Zu jedem Film existiert pädagogisches Begleitmaterial, mit welchem der Kinobesuch im Unterricht optimal vor- und nachbereitet werden kann. Die Auswahl der Filme geschieht mit Unterstützung des Beirats der VISION KINO. Hier finden Sie das Filmangebot.

Wie hoch ist der Eintrittspreis?

Der Eintrittspreis für Vorführungen im Rahmen der SchulKinoWochen ist stark ermäßigt und liegt zwischen 3 Euro und 3,50 Euro. Begleitende Lehrkräfte erhalten freien Eintritt.

Mit wem kooperiert VISION KINO bei den SchulKinoWochen?

VISION KINO als bundesweiter Veranstalter bringt das grundlegende Projekt-Know-How und den Hauptteil der finanziellen Mittel in das Projekt mit ein. Der große Erfolg der SchulKinoWochen beruht jedoch auf der Vielzahl an guten Kooperationen mit regionalen und bundesweiten Partnern.

  • Die SchulKinoWochen werden in allen Ländern gemeinsam mit Projektpartnern realisiert. Diese sind meist ganzjährig im Bereich der Filmvermittlung tätig und sind die Ansprechpartner für Schulen, Lehrkräfte und Kinos vor Ort: Hier hat das jeweilige Projektteam seinen Sitz, das im ständigen Kontakt zu Schulen und Kinos steht, Lehrkräfte berät und das Anmeldeverfahren organisiert. Auch das Kinoprogramm vor Ort wird von den Projektpartnern ausgewählt.

  • Die SchulKinoWochen werden von den Verbänden der Filmwirtschaft unterstützt. Die Filmverleiher verzichten im Rahmen der SchulKinoWochen auf die sonst übliche Mindestgarantie. Breite Unterstützung erhalten die SchulKinoWochen aber vor allem von den Kinos, die für einen stark reduzierten Eintrittspreis vormittags ihre Säle öffnen.

  • Die SchulKinoWochen werden aktiv durch die zuständigen Bildungs- und Kultusministerien unterstützt. In Schulbriefen und Rundschreiben laden die Ministerien explizit zur Teilnahme an dem Projekt im Rahmen des Unterrichts ein. Die zuständigen Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren und Staatssekretäre haben darüber hinaus stets große Bereitschaft gezeigt, auch persönlich im Rahmen von Auftaktveranstaltungen und Pressekonferenzen die Bedeutung des Projektangebotes aus ihrer Sicht zu betonen.

  • In allen Ländern kooperieren wir eng mit den für Medienbildung zuständigen Abteilungen der Schulverwaltungen, Bildungsbehörden und Lehrerbildungseinrichtungen, um eine enge Anbindung an die Schulen der Länder zu gewährleisten.

  • Die Bundeszentrale für politische Bildung unterstützt das Projekt bei der Durchführung von Fortbildungen und Kinoseminaren.

Auf regionaler Ebene beteiligen sich zahlreiche weitere Kooperationspartner an der Realisierung der SchulKinoWoche. Diese finden Sie auf den jeweiligen Länderwebsites unter Länder und Termine im Überblick.

Was ist der pädagogische Ansatz der SchulKinoWochen?

Filmbildung ist in vielen Bundesländern bereits fester Bestandteil des Schulunterrichts und in vielen Fächern und Lernbereichen enthalten. VISION KINO möchte mit den SchulKinoWochen ein Angebot schaffen, das Lehrkräfte motiviert, den Kinofilm als audiovisuelles Werk im Rahmen des Unterrichts zu behandeln und hierfür den Ort der bestmöglichen Rezeption zu nutzen - den Kinosaal.

Die Filmauswahl orientiert sich an den Bedürfnissen der Lehrkräfte und den Vorgaben der Lehrpläne. Um eine bestmögliche Einbettung des ausgewählten Films in den Unterricht zu erreichen, erhalten die Lehrkräfte daher im Vorfeld Unterrichtsmaterialien, mit deren Hilfe sie den Film unter verschiedensten thematischen, aber auch hinsichtlich seiner filmästhetischen Ausdrucksmöglichkeiten adäquat in ihren Unterricht einbauen können.
Damit sollen die SchulKinoWochen explizit zu einer Förderung von Filmkompetenz von Schüler/innen im Hinblick auf Auswahl, Verstehen, Analyse und Bewertung audiovisueller Angebote beitragen.

Da Lehrkräfte im Rahmen ihres Studiums meist nur marginal mit Methoden der Filmvermittlung konfrontiert wurden, werden sie im Vorfeld als auch während der SchulKinoWochen aktiv von VISION KINO unterstützt: Lehrerfortbildungen ermöglichen das Erlernen grundlegender Methoden zur Behandlung von Film im Unterricht. Jährlich beteiligen sich ca. 1.000 Lehrkräfte an solchen Fortbildungsangeboten.

In zahlreichen Vorstellungen sind zudem auch pädagogische Referentinnen und Referenten im Kino vor Ort, um mit Schüler/innen direkt zu dem Film zu arbeiten. Auch hierbei stehen thematische als auch filmästhetische und -dramaturgische Fragestellungen gleichberechtigt im Mittelpunkt der Diskussion.

Ansprechpartner

Ansprechpartner

Michael Jahn

Tel. 030 / 27577 574

Ansprechpartnerin

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Elena Solte

Tel. 030 / 27577 576

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